Und le­ben­di­ge Ge­schich­te

Eges. Die Be­su­cher sol­len zum Nach­den­ken über Ge­walt, Krieg und Frie­den in der Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft an­ge­regt wer­den

Thüringer Allgemeine (Sömmerda) - - Sömmerdaer Allgemeine -

lungs­stü­cke mit­hil­fe von Ob­jekt­da­ten­ban­ken oder Samm­ler­fo­ren im In­ter­net aus­fin­dig ge­macht wur­den, konn­te Kon­takt zu po­ten­zi­el­len Leih­ge­bern her­ge­stellt wer­den.

Der Ver­leih von Ex­po­na­ten ist an be­stimm­te Be­din­gun­gen ge­knüpft, er­klärt Ulf Mol­z­ahn, Lei­ter des Stadt­mu­se­ums Söm­mer­da: „Wir müs­sen nach­wei­sen, dass Licht­ver­hält­nis­se, Raum­kli­ma und Si­cher­heits­maß­nah­men stim­men. Al­lein in der Spiel­zeug­aus­stel­lung be­her­ber­gen wir Leih­ga­ben mit ei­ner Ge­samt­ver­si­che­rungs­sum­me im fünf­stel­li­gen Be­reich.“

Um die Si­cher­heit der Leih­ga­ben zu ga­ran­tie­ren, sind die Vit- ri­nen stets si­cher ver­schlos­sen. Zu­dem ver­fügt das Stadt­mu­se­um über meh­re­re Über­wa­chungs­ka­me­ras.

Nach Un­ter­zeich­nung der Leih­ver­trä­ge ha­ben Ulf Mol­z­ahn und Bar­ba­ra Spei­ser die Leih­ge­ber vor Ort be­sucht, um die Aus­stel­lungs­ge­gen­stän­de per­sön­lich ab­zu­ho­len: „Sol­che Din­ge kann man nicht ein­fach in ei­nen Kar­ton pa­cken und per Post ver­schi­cken!“, mahnt Bar­ba­ra Spei­ser.

Zu­rück in Söm­mer­da muss­te die prä­his­to­ri­sche Dau­er­aus­stel­lung des Stadt­mu­se­ums Platz für die Son­der­aus­stel­lung ma­chen: „Wir sind ein sehr klei­nes Mu­se­um und ha­ben lei­der kei­ne zu- sätz­li­chen Frei­flä­chen zur Ver­fü­gung“, er­zählt Ulf Mol­z­ahn mit ei­nem leich­ten Be­dau­ern in der Stim­me. Doch der Mu­se­ums­lei­ter bleibt po­si­tiv: „Wir ma­chen den­noch das Bes­te aus un­se­ren Mög­lich­kei­ten!“

Die Zu­sam­men­ar­beit des Stadt­mu­se­ums Söm­mer­da mit an­de­ren Mu­se­en und Samm­lun­gen ist ein ge­gen­sei­ti­ges Ge­ben und Neh­men: In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Stadt­ar­chiv Söm­mer­da bie­tet das Mu­se­um bei­spiels­wei­se die Re­stau­rie­rung und Di­gi­ta­li­sie­rung der ge­lie­he­nen Ex­po­na­te an.

Doch die Welt­kriegs­aus­stel­lung zeigt nicht nur mu­sea­le Ex­po­na­te, son­dern auch Erin­ne- rungs­stü­cke aus Fa­mi­li­en­be­sitz. Ulf Mol­z­ahn ist von die­sem Kon­zept über­zeugt: „Wir ma­chen da­mit ei­ner­seits Er­in­ne­rungs­kul­tur und an­de­rer­seits ei­nen Teil der Ge­schich­te er­leb­bar. Das macht un­se­re Aus­stel­lung ein­zig­ar­tig.“

Mitt­ler­wei­le sind pri­va­te Leih­ge­ber, un­ter an­de­rem aus Söm­mer­da, Groß­ru­destedt und Schal­len­burg, dem Bür­ger­auf­ruf ge­folgt und ha­ben zahl­rei­che Ex­po­na­te aus Ur­groß­va­ters Zei­ten ein­ge­reicht. Ulf Mol­z­ahn und Bar­ba­ra Spei­ser sind zu­ver­sicht­lich, dass sich noch wei­te­re Bür­ger be­tei­li­gen: „Ei­ne Vi­tri­ne bleibt leer und war­tet dar­auf, be­stückt zu wer­den!“

piel­zeu­ge soll­ten Kin­der für den Krieg be­geis­tert wer­den.

Ver­dienst­zei­chen aus der Zeit des Ers­ten Welt­krie­ges. Mit die­sen Kriegs­aus­zeich­nun­gen wur­den An­ge­hö­ri­ge des Mi­li­tärs ge­ehrt, die durch Tap­fer­keit und be­son­de­re Leis­tun­gen her­vor­rag­ten.

Grup­pen­fo­to ei­ner Kom­pa­nie an ei­ner Front des Ers­ten Welt­krie­ges.

Die­se Vi­tri­ne wird für Ex­po­na­te frei ge­hal­ten, die Be­su­cher der Aus­stel­lung aus ih­rem pri­va­ten Be­sitz leih­wei­se zur Ver­fü­gung stel­len.

en. Ne­ben Brie­fen wa­ren Post­kar­ten ein un­er­läss­li­ches Mit­tel zur Kom­mu­n­ider Feld­post wäh­rend des Ers­ten Welt­krie­ges be­för­dert.

In sol­chen Ver­pa­ckungs­hül­sen wur­den Ge­denk­blät­ter an die An­ge­hö­ri­gen ge­fal­le­ner Sol­da­ten ver­schickt.

Spiel­zeug­sol­dat im ori­gi­na­len Papp­kar­ton.

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