Wenn Rad­ler bei Rot fah­ren

Thüringer Allgemeine (Sömmerda) - - Ratgeber -

Mün­chen. Wer grob fahr­läs­sig bei Rot über die Stra­ße ra­delt, haf­tet nach ei­nem da­durch ver­schul­de­ten Un­fall al­lein. Selbst die Be­triebs­ge­fahr et­wa ei­nes schwe­ren Lkws greift dann nicht. Das zeigt ein Ur­teil des Land­ge­richts Mün­chen I, auf das der ADAC hin­weist (Az.: 17 O 5389/17). Bei die­sem Fall ra­del­te ei­ne Frau auf dem Rad­weg, der par­al­lel zur Stra­ße ver­lief. An ei­ner Kreu­zung woll­te sie bei Rot den­noch wei­ter ge­ra­de­aus. Da­für wech­sel­te sie auf den Fuß­gän­ger­über­weg und wur­de von ei­nem rechts ab­bie­gen­den Lkw er­fasst und ver­letzt. Die Am­pel für den Sat­tel­zug hat­te Grün ge­zeigt. Die Frau klag­te auf Scha­den­er­satz. Das lehn­te das Ge­richt ab – in vol­lem Um­fang. Die Frau ha­be sich be­son­ders sorg­falts­wid­rig ver­hal­ten. (dpa)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.