Schmitz‘ Kat­ze heißt Hil­de­gard

Thüringer Allgemeine (Sömmerda) - - Erste Seite -

Erfurt. Bei der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Lin­ken, de­ren Face­book-Pro­fil im zeit­li­chen Zu­sam­men­hang ei­ner Russ­land­Rei­se ge­hackt wor­den ist, han­delt es sich um die Er­fur­ter Stadt­rä­tin Ka­ro­la Stan­ge. Das hat Stan­ge am Mon­tag be­stä­tigt. Ob der Ha­cker­an­griff auf den Aus­lands­auf­ent­halt zu­rück­zu­füh­ren ist und ob er im Zu­sam­men­hang mit dem bun­des­wei­ten Da­ten­klau-San­dal steht, kann sie aber nicht sa­gen.

Stan­ge trat am 21. Ok­to­ber ei­ne vier­tä­gi­ge Di­enst­rei­se nach Ka­li­nin­grad an. Dort war ihr Han­dy zwar ein­ge­schal­tet. Das so­zia­le Netz­werk Face­book oder an­de­re In­ter­net­an­wen­dun­gen ha­be sie in die­ser Zeit aber nicht ge­nutzt, sag­te sie.

Durch An­ru­fe wur­de sie dar­auf auf­merk­sam ge­macht, dass un­ter ih­rem Face­book-Pro­fil plötz­lich mehr­fach auf In­ter­net­sei­ten mit rechts­po­pu­lis­ti­schen, het­ze­ri­schen oder se­xis­ti­schen In­hal­ten ver­wie­sen wur­de.

Dar­auf­hin ließ die Po­li­ti­ke­rin das Pro­fil vor­über­ge­hend still­le­gen, sag­te sie. In den Mo­na­ten zu­vor ha­be sie ihr Face­boo­kPass­wort re­gel­mä­ßig ge­än­dert.

Der Vor­fall kön­ne auch im Zu­sam­men­hang mit dem bun­des­wei­ten Da­ten­klau in­fol­ge ei­nes Ha­cker-An­griffs ste­hen, mein­te die Stadt­rä­tin. Erfurt. Mit Kon­rad Bau­er ist am Mitt­woch ein Ur­ge­stein der DDR-Jazz-Sze­ne in Erfurt zu er­le­ben. Auf sei­ner Tour zum 75. Ge­burts­tag, den er En­de ver­gan­ge­nen Jah­res fei­er­te, macht der ge­bür­ti­ge Hal­len­ser Sta­ti­on im Mu­se­ums­kel­ler. Mit sei­ner So­lo­per­for­mance „Der gel­be Klang“tritt der Po­sau­nist seit 2008 auf. Sie sprü­he vor mu­si­ka­li­schen Ide­en, es wer­de nicht nur Mu­sik trans­por­tiert, es schwe­be auch die In­spi­ra­ti­on all­ge­mei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wei­sen durch In­stru­ment und Klang lan­ge nach, heißt es. (red) Erfurt. Co­me­di­an Ralf Schmitz ist ak­tu­ell auf al­len Ka­nä­len zu fin­den, im Im­pro­vi­sa­ti­ons-For­mat „Ho­tel Ver­schmitzt“eben­so wie in der Kup­pel­show „Ta­ke me out“. Und so­gar in der Wer­be­pau­se wu­selt der Co­me­di­an, vie­len auch als Zwerg „Sun­ny“aus Ot­to Wal­kes 7-Zwer­ge-Fil­men be­kannt, über den Bild­schirm und macht Re­kla­me für ei­nen Bon­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern. Frank Kar­mey­er hat den wit­zig-wir­be­li­gen Rhein­län­der un­ter­wegs gera­de noch so er­wischt, ehe die­ser am 19. Ja­nu­ar die Er­fur­ter Mes­se­hal­le be­spa­ßen wird.

Sie kom­men im Ja­nu­ar nach Erfurt und das nicht zum ers­ten Mal. Sie sind viel un­ter­wegs, er­in­nern Sie sich den­noch an die Stadt?

Ich ha­be hier herr­li­che Spa­zier­gän­ge ge­macht, ich bin sehr gern an der Ge­ra ent­lang, durch­aus! Und na­tür­lich kommt man am Dom nicht vor­bei. Über­haupt; die­se In­nen­stadt – da gibt es 1000 Sa­chen, die man sich an­se­hen muss. Wir sind froh, wenn wir vor oder nach ei­nem Auf­tritt die Zeit fin­den, dann ge­hen wir hier auch ger­ne mal ein Eis es­sen.

Sie hat­ten ein Hand­wer­kerT­rau­ma, ha­ben ih­re Schul­zeitLei­den in ei­nem Pro­gramm ver­ar­bei­tet und nun heißt es „Schmit­zel­jagd“? Um wel­ches Trau­ma geht es jetzt?

Kei­nes! Es geht auf der Schmit­zel­jagd durchs Le­ben und die Erlebnisse des All­tags. Die Schmit­zel­jagd ma­chen die Zu­schau­er und ich, ge­mein­sam am Abend. Und am Schluss gibt es na­tür­lich ei­ne Über­ra­schung, die am En­de die­ser Jagd von Hin­weis zu Hin­weis steht. Die kann ich hier na­tür­lich nicht ver­ra­ten.

Be­steht das Pro­gramm nur aus Im­pro­vi­sa­tio­nen – ha­ben Sie gar kein ei­ge­nes Pro­gramm mit­ge­bracht?

(lacht) Doch, das wür­de ge­wiss nicht oh­ne ge­hen. Für die an­de­re Hälf­te brin­ge ich schon ei­ge­ne Sa­chen mit, aber die Zu­schau­er spie­len eben mit ih­ren Ein­wür­fen ei­ne gro­ße Rol­le.

Wer in der ers­ten Rei­he sitzt, hat ver­lo­ren?

Nein, ge­won­nen! Es wird nie­mand auf die Büh­ne ge­zerrt, der nicht will. Es ist und bleibt mein Job, für die La­cher zu sor­gen. Der Zu­schau­er ist das ver­än­dern­de Mo­ment, der Im­pro­vi­sa­ti­ons­an­teil. Erfurt. In­no­va­ti­ve Ide­en im Öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr sind auch für die Evag in­ter­es­sant. Ak­tu­ell wer­den für das neue Vor­ha­ben zum The­ma „Check in – Check out“Ap­pTes­ter ge­sucht. Da­bei geht es um ein neu­es Abrech­nungs­ver­fah­ren Sie sind im Mo­ment auf al­len Ka­nä­len sehr prä­sent. War

Ih­re Te­le­fon­rech­nung zu hoch oder was hat Sie ge­nö­tigt, nun auch Wer­bung zu ma­chen? (lacht) Nein, mich hat tat­säch­lich die Idee über­zeugt. Mich hat der selbst­kri­ti­sche An­satz in die­ser Wer­bung nach dem Mot­to „es ist nicht al­les glatt ge­lau­fen bis­her, aber wir be­mü­hen uns“über­zeugt. Den Vor­satz fin­de ich nach­ah­mens­wert. Wenn man zu­gibt, dass man frü­her ewig war­ten muss­te. Aber es nun dar­um geht, dies in Zu­kunft bes­ser zu ma­chen. Die Ide­en sind wit­zig, das kann man ru­hig un­ter­stüt­zen. für Fahr­ten in Bus und Bahn. Die Idee rich­tet sich an al­le, die nur ge­le­gent­lich mit dem ÖPNV un­ter­wegs sind und kein Abo ha­ben. Mit­tels ei­ner App sol­len die Fahr­gäs­te Bus und Bahn mü­he­los nut­zen kön­nen. Ge­zahlt wird spä­ter. Die tat­säch­li­che Ih­rer Come­dy-Kol­le­gen?

Ich ha­be nicht vor, ei­ne Dau­er­prä­senz um je­den Preis auf­recht zu er­hal­ten. Sie wer­den ge­merkt ha­ben, dass ich lan­ge Zeit we­nig Fern­se­hen ge­macht ha­be. Das lag aber nicht dar­an, dass ich kei­ne Lust dar­auf ge­habt hät­te, son­dern die Mög­lich­kei­ten, Ide­en und An­ge­bo­te nicht ge­passt ha­ben. Da ha­be ich dann lie­ber „Nein“ge­sagt. Jetzt er­gab sich, durch rei­nen Zu­fall, dass vie­le Ide­en zu­sam­men­ge­kom­men sind, die ich al­le sehr reiz­voll fin­de und die ich mir lan­ge ge­wünscht ha­be. Da wä­re es wahn­sin­nig scha­de ge­we­sen, da ab­zu­leh­nen: ei­ne Im­pro­vi­sa­ti­ons­show, die Mo­de­ra­ti­on, die Wer­bung... jetzt kommt al­les zu­sam­men. Das er­gibt sich in Wel­len und das ist auch gut so. Stre­cke wird über die ein­ge­schal­te­ten Or­tungs­diens­te des Smart­pho­nes er­mit­telt. Für die Pro­be­pha­se sucht die Evag 1000 App-Tes­ter, die Ge­le­gen­heits­fah­rer und über 18 Jah­re alt sind. Sie soll­ten ein Smart­pho­ne be­sit­zen. Die Abrech­nung er­folgt Das heißt, Sie ha­ben schon lan­ge da­von ge­träumt, 20 wild­ver­rück­ten Frau­en ge­gen­über zu ste­hen, die den Män­nern die Lam­pe aus­schal­ten?

Nein, ge­träumt nicht. Ich ha­be so­gar sehr skep­tisch auf die Idee von „Ta­ke me out“ge­guckt. Die Spon­ta­nei­tät aber und der Um­gang mit Men­schen hat mich ge­reizt. Beim ge­nau­er Hin­schau­en ist mir auf­ge­fal­len, ich bin hier nicht nur der An- und Ab­sa­ger für die Show, son­dern ich ma­che In­ter­views, kom­men­tie­re, kit­zel Din­ge her­aus aus den Kan­di­da­ten. Wenn ich blei­ben darf wie ich bin, dann fin­de ich das span­nend. per Kre­dit­kar­te. Vor­teil der App: Nut­zer brau­chen sich nicht im Vor­feld über die güns­tigs­ten Ti­ckets zu in­for­mie­ren, das über­nimmt die An­wen­dung.

Der Test star­tet An­fang Fe­bru­ar 2019 und dau­ert drei Mo­na­te. In­ter­es­sen­ten kön­nen sich im trin­ken?

Darf ich nicht, dann ex­plo­die­re ich (lacht). Aber es ist ei­ne Fra­ge der Per­spek­ti­ve: Ich emp­fin­de mich nicht als schnell. Die an­dern sa­gen mir, dass ich schnell und recht zü­gig bin. Für mich ist aber mein Tem­po das nor­ma­le. Auch da ist die Um­welt um Ham­my ja lang­sa­mer als er... Die Lieblingsstelle im Film ist ja die, wo Ham­my ei­nen Ener­gy­drink trinkt und die Welt um ihn her­um qua­si ste­hen­bleibt. Ei­ne un­glaub­lich lus­ti­ge Ge­schich­te. Ich ha­be je­den­falls sehr ge­lacht. Ne­ben­bei be­merkt: Auch ich kann mal im Ses­sel sit­zen und in Ru­he ein Buch le­sen. Ich muss nicht mit 250 km/h durch die Woh­nung ra­sen.

Wann schal­ten Sie ei­nen Gang zu­rück?

Ich ma­che mit Fa­mi­lie und Freun­den den nor­ma­len Kram, den al­le ma­chen. Ich hö­re auch ger­ne mal al­lei­ne Mu­sik, ich le­se ger­ne ein Buch. Ich lau­fe, fah­re In­li­ne-Ska­tes oder schwim­me. Zum Auf­la­den der Bat­te­ri­en klappt das ganz pri­ma. Sa­gen wir mal so: Die Ru­he­pha­sen sind bei mir wahr­schein­lich et­was kür­zer...

In der Fa­mi­lie fin­den Sie Ru­he, sa­gen Sie. Das heißt, Sie ha­ben je­man­den ge­fun­den, der für

Sie – im Sin­ne von „Ta­ke me out“– die Lam­pe an­ge­las­sen hat?

Fra­gen pri­va­ter Na­tur be­ant­wor­te ich nur sel­ten, aber so viel sei an die­ser Stel­le ver­ra­ten: Ich ha­be ei­ne neue Kat­ze. Die ha­be ich üb­ri­gens Hil­de­gard ge­tauft. Wenn ich die strei­chel, kom­me ich bes­tens run­ter. Die for­dert das, legt sich auch gern mal quer auf die Tas­ta­tur und sagt mir, jetzt ist Fei­er­abend und Fut­terGe­ben an­ge­sagt. Das bringt ei­nen na­tür­lich raus – be­son­ders dann, wenn es die cools­te und sü­ßes­te Kat­ze der Welt ist. In­ter­net un­ter www.stadt­wer­keer­furt.de/ci­co-app noch bis zum 28. Ja­nu­ar an­mel­den. Am En­de der Test­pha­se er­war­tet die Teil­neh­mer ein klei­nes Dan­ke­schön. Au­ßer­dem wird un­ter al­len Neu­gie­ri­gen ein Jah­res­abo „Abo So­lo“ver­lost. (red) Erfurt. Ei­nen kur­zen un­be­ob­ach­te­ten Mo­ment nutz­te ein un­be­kann­ter Tä­ter am Sams­tag­nach­mit­tag auf ei­nem Floh­markt in Erfurt. Wäh­rend die Ver­käu­fer ih­re Stän­de auf­bau­ten und Wa­ren aus­pack­ten, schnapp­te sich der Dieb den vol­len Kof­fer mit ei­ner Münz­samm­lung im Ge­samt­wert von 30.000 Eu­ro. Den Kof­fer hat­te der 74jäh­ri­ge Ver­käu­fer un­ter sei­nem Tisch ab­ge­stellt.

Zeu­gen be­merk­ten ei­nen Mann, der schnel­len Schrit­tes mit ei­nem brau­nen Ak­ten­kof­fer un­ter dem Arm aus der Hal­le lief. Die­ser war ca. 30 bis 35 Jah­re alt, ca. 175 bis 180 cm groß, sehr dünn und trug ei­ne dunk­le Woll­müt­ze. Der Be­sit­zer er­stat­te­te bei der Po­li­zei An­zei­ge we­gen Dieb­stahl. (red) Erfurt. Ein schwar­zer Au­di A 8 wur­de am Sonn­tag­abend am Lau­en­tor in Erfurt ge­stoh­len. Der 28-jäh­ri­ge Ei­gen­tü­mer hat­te den Wa­gen ge­gen 17.30 Uhr dort ge­parkt. Als er nach zwei St­un­den zu dem Park­platz zu­rück­kam, stand der Au­di mit Gotha­er Kenn­zei­chen nicht mehr an sei­nem Platz. Er zeig­te kurz da­nach den Dieb­stahl bei der Po­li­zei an. (red) Erfurt. Völ­lig ag­gres­siv ver­hielt sich Sams­tag­mit­tag ein jun­ger Mann in der Er­fur­ter In­nen­stadt. An ei­ner Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le kam dem Mann ein äl­te­res Paar ent­ge­gen ge­lau­fen. Grund­los ging der Un­be­kann­te plötz­lich auf die bei­den los. Er schlug mit ei­nem Kof­fer auf das Paar ein. Die bei­den Rent­ner ka­men zu Fall. Der 71-jäh­ri­ge Mann wur­de da­bei nur leicht ver­letzt. Sei­ne 73-jäh­ri­ge Be­glei­te­rin er­litt al­ler­dings schwe­re Kopf­ver­let­zun­gen. Bei­de muss­ten in ein Kran­ken­haus ge­bracht wer­den. Der et­wa 20-jäh­ri­ge Tä­ter mit schwar­zer Klei­dung und Müt­ze konn­te laut Po­li­zei un­er­kannt flüch­ten. (red) Erfurt. Ein An­woh­ner der Gyö­rer Stra­ße in Erfurt wur­de am Sonn­tag­abend durch ei­nen lau­ten Knall auf der Stra­ße auf­ge­schreckt. Er sah von dem Fens­ter sei­ner Woh­nung aus, dass ein Zi­ga­ret­ten­au­to­mat auf der Stra­ße stark qualm­te und in­for­mier­te dar­auf­hin die Po­li­zei. Die Be­am­ten fan­den den Au­to­ma­ten be­schä­digt vor und stell­ten zugleich ei­nen Sil­ves­ter­b­öl­ler si­cher, mit dem die Tä­ter of­fen­sicht­lich ver­sucht hat­ten, den Au­to­ma­ten zu spren­gen. Die Tä­ter gin­gen al­ler­dings leer aus, denn sie ge­lang­ten nicht an den In­halt des Au­to­ma­ten. (red)

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