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Thüringer Allgemeine (Sondershausen) - - Freizeit -

tatt Her­zen wärmt er nun we­nigs­tens die Stu­be. Viel Vor­freu­de hat die Nord­mann­tan­ne im­mer­hin auch schon ge­weckt, als sie ihr präch­tig grü­nes Na­del­kleid vor et­li­chen Wo­chen be­reits in ei­nem Vor­raum aus­brei­ten durf­te. Vor­sorg­lich vom be­en­gen­den Netz be­freit, sorg­te der Baum auch völ­lig oh­ne Schmuck für ei­nen Vor­ge­schmack auf das da­mals noch be­vor­ste­hen­de Weih­nachts­fest. Nicht zu­letzt mit sei­nem Duft nach fri­schem Tan­nen­grün.

Der Hauch ver­weh­te bald. Mit Lich­ter­glanz konn­te der Baum dann je­doch auch nicht mehr er­freu­en. Denn Ker­zen wur­den ihm gar nicht erst auf die mitt­ler­wei­le weit aus­ge­brei­te­ten Zwei­ge ge­steckt. Völ­lig schmuck­los blieb er un­be­ach­tet ste­hen. Plötz­lich war das Fest da, wir al­ler­dings vor und wäh­rend der Fei­er­ta­ge dann lei­der kaum zu Hau­se. Zeit, die Tan­ne zu schmü­cken, blieb ein­fach nicht. Nun aber kann der Baum doch noch die Vor­freu­de stil­len, die er vor lan­ger Zeit schon an­ge­facht hat. Laut knis­ternd sorgt er so­gar akus­tisch für ein Ge­fühl gro­ßer Ge­müt­lich­keit, wenn er Ast für Ast im Ka­min auf­leuch­tet und da­bei noch mehr als nur die Her­zen wärmt. auch wenn da­für nicht un­er­heb­li­cher Auf­wand be­trie­ben wer­den muss“, sagt Krie­se. Nun gel­te es, dar­an zu ar­bei­ten, die Qua­li­täts­stan­dards zu hal­ten und aus­zu­bau­en. Da­zu zäh­le auch, dass in Zu­kunft noch mehr kul­tu­rel­le Kur­se an­ge­bo­ten wer­den sol­len. Der An­fang sei un­ter an­de­rem mit ei­nem Kurs zum Bas­teln von Schmuck aus Fi­mo­knet­mas­se ge­macht. Ge­plant ist un­ter an­de­rem auch ein Kurs zum The­ma Gold­schmie­den. Ge­ne­rell sol­len die Bür­ger künf­tig noch bes­ser be­fragt wer­den, um das An­ge­bot auf die tat­säch­li­chen Be­dürf­nis­se aus­rich­ten zu kön­nen.

Zu­dem wer­de es im Rah­men des Ju­bi­lä­ums im März und Mai hoch­ka­rä­ti­ge kos­ten­lo­se Vor­trä­ge in Ar­tern und Son­ders­hau­sen ge­ben. Zum ei­nen gibt es ei­nen Vor­trag, der die Not­wen­dig­keit ei­ni­ger Un­ter­su­chun­gen und Ope­ra­tio­nen hin­ter­fragt. Ein zwei­ter Vor­trag stellt das so­ge­nann­te Dar­knet vor, das nicht nur Tum­mel­platz für Kri­mi­nel­le ist, son­dern un­ter an­de­rem auch ab­hör­si­che­re Post­fä­cher für Whist­leb­lo­wer und in­ves­ti­ga­ti­ve Jour­na­lis­ten er­mög­licht. Auch wird es wie­der ein Som­mer­fest mit ei­nem Tag der of­fe­nen Tür am 20. Ju­ni in Son­ders­hau­sen Micha­el Krie­se

und erst­mals auch in Ar­tern am 27. Ju­ni ge­ben. In dem in Aus­sicht ge­stell­ten Um­zug der Ar­ter­ner Volks­hoch­schu­le in die al­te Bor­lach­schu­le sieht Micha­el Krie­se gro­ßes Po­ten­zi­al, da Sy­ner­gie­ef­fek­te ge­nutzt wer­den kön­nen und sich die Be­din­gun­gen ver­bes­sern wür­den: „Wenn dort auch Be­hör­den des Krei­ses un­ter­ge­bracht sind, kön­nen wir Be­su­cher ge­zielt an Ort und Stel­le an­spre­chen. Au­ßer­dem re­no­vier­te Rä­um­lich­kei­ten mit aus­rei­chend Ta­ges­licht, das ge­ra­de für Krea­tiv­kur­se sehr wich­tig ist.“

Mit dem Zu­lauf in 2018 zeigt sich Krie­se zu­frie­den. Die­ser sei sta­bil, wenn auch ei­ne leicht sin­ken­de Ten­denz aus­zu­ma­chen sei. Dem sol­le künf­tig auch mit den so­ge­nann­ten We­bi­na­ren mit Durch­füh­rungs­ga­ran­tie ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den. We­bi­na­re sind Se­mi­na­re, die über das In­ter­net von aus­ge­spro­che­nen Fach­leu­ten an­ge­bo­ten wer­den und schon ab nur ei­ner An­mel­dung statt­fin­den. Ein Be­such der Volks­hoch­schu­le ist dann nicht mehr zwin­gend not­wen­dig.

Seit 100 Jah­ren gibt es Volks­hoch­schu­len in Deutsch­land. Fest­ge­schrie­ben in der Wei­ma­rer Ver­fas­sung wur­den sie einst als In­stru­ment ei­ner um­fas­sen­den Volks­bil­dung nach dem Ers­ten Welt­krieg an­ge­se­hen und auf­ge­baut. Auch in Thü­rin­gen gibt es seit ei­nem Jahr­hun­dert Volks­hoch­schu­len, ei­ne da­von ist die Volks­hoch­schu­le des Kyff­häu­ser­krei­ses mit ih­ren Stand­or­ten in Ar­tern und Son­ders­hau­sen.Im Ge­spräch mit der TA schätzt Lei­ter Micha­el Krie­se die Rol­le der Volks­hoch­schu­len ein, hält Rück­schau auf das Jahr 2018 und geht auf be­son­de­re An­ge­bo­te in die­sem Jahr ein.„Es gibt in Deutsch­land rund 1000 Volks­hoch­schu­len, die das Wei­ter­bil­dungs­in­stru­ment über­haupt sind“, sagt Micha­el Krie­se, seit 2005 Lei­ter der Volks­hoch­schu­le im Kyff­häu­ser­kreis. Auch in Thü­rin­gen und im Kyff­häu­ser­kreis sei­en die Volks­hoch­schu­len die ent­schei­den­den In­sti­tu­tio­nen für die Er­wach­se­nen­bil­dung. Die Volks­hoch­schu­le im Kreis mit ih­ren Stand­or­ten in Ar­tern und Son­ders­hau­sen hat ih­ren Schwer­punkt auf Spra­chen und Ge­sund­heits­bil­dung ge­legt. „Be­son­ders in den ver­gan­ge­nen drei­ein­halb Jah­ren ha­ben wir im Be­reich Spra­chen in Zu­sam­men­hang mit dem Flücht­lings­strom gro­ße Ar­beit ge­leis­tet und uns or­dent­lich ins Zeug ge­legt“, sagt Krie­se. Sprach­lich hät­ten die Flücht­lin­ge nun ei­nen Grund­stock. Jetzt aber be­gin­nen auch die Volks­hoch­schu­len die klein­tei­li­ge­re Ar­beit, um den Men­schen mit ge­ziel­ter Wei­ter­bil­dung beim Ein­stieg in die Ge­sell­schaft und auf dem Ar­beits­markt zu hel­fen, so der Lei­ter.Da­für und auch um das um­fas­sen­de Kurs­an­ge­bot wei­ter auf­recht er­hal­ten zu kön­nen, sei die Volks­hoch­schu­le stets auf der Su­che nach qua­li­fi­zier­ten Do­zen­ten, um auch dem ei­ge­nen Qua­li­täts­an­spruch ge­recht zu wer­den. Dass die Qua­li­tät stimmt, be­stä­tig­te der Kreis­volks­hoch­schu­le jüngst auch wie­der das Jena­er „In­sti­tut für Wei­ter­bil­dung, Be­ra­tung und Pla­nung im so­zia­len Be­reich“, kurz: „iwis“. Die­ses hat die VHS für die nächs­ten vier Jah­re qua­li­täts­tes­tiert. Die­ses Te­s­tat gilt nun bis zum 21. De­zem­ber 2022 und wur­de be­reits zum drit­ten Mal er­neu­ert. „Die­se Tes­tie­rung ist sehr wich­tig für uns. Zum ei­nen ist sie ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben, da­mit wir letzt­lich auch fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung be­kom­men.zu­man­de­re­nist­die Ab­fra­ge für die­se Tes­tie­rung ei­ne gu­te Mög­lich­keit, un­se­re ei­ge­ne Ar­beit zu re­flek­tie­ren,

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