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Thüringer Allgemeine (Sondershausen) - - Zeit -

ie Hand be­wegt sich über ein Blatt Pa­pier und der fest um­klam­mert ge­hal­te­ne Stift hin­ter­lässt ei­ne deut­lich sicht­ba­re Spur: An die­ses Er­folgs­er­leb­nis im Kin­des­al­ter kön­nen sich wohl nur die We­nigs­ten noch er­in­nern – da­bei ent­hält es ei­ne ziem­lich be­deut­sa­me Er­fah­rung, näm­lich die, sich aus­drü­cken zu kön­nen. Nicht zu­letzt des­halb wird Ma­len für vie­le Kin­der zu ei­ner Lieb­lings­be­schäf­ti­gung.

Die­se Krea­ti­vi­tät wün­schen sich man­che spä­ter zu­rück. Schon Pa­blo Pi­cas­so soll ge­sagt ha­ben: „Je­des Kind ist ein Künst­ler. Das Pro­blem ist nur, ein Künst­ler zu blei­ben, wäh­rend man er­wach­sen wird.“Oft las­sen hohe Er­war­tun­gen die Lust ver­ge­hen. Da ist der Pin­sel­strich ver­meint­lich nicht fein ge­nug, hier sind die Pro­por­tio­nen nicht stim­mig. Da­bei wer­den beim Ma­len – auch oh­ne Re­geln, rich­tig oder falsch – ko­gni­ti­ve Fä­hig­kei­ten ge­schult, kön­nen Din­ge ver­ar­bei­tet wer­den.

Wer die Freu­de am Ma­len zu­rück­ge­win­nen will, für den sind Acryl­far­ben mög­li­cher­wei­se ein gu­ter Ein­stieg. Sie sind was­ser­lös­lich und kön­nen auf fast je­dem Un­ter­grund, et­wa Pa­pier, Lein­wand, aber auch Stoff oder Holz auf­ge­tra­gen wer­den. Mit Wasser ver­dünnt kön­nen sie wie Aqua­rell­far­ben ein­ge­setzt wer­den, in kon­zen­trier­ter Form wir­ken sie ähn­lich wie Öl­far­ben. Au­ßer­dem trock­nen Acryl­far­ben schnell und was­ser­fest auf, so dass meh­re­re Schich­ten in ver­schie­de­nen Far­ben auf­ge­tra­gen und Feh­ler über­malt wer­den kön­nen.

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