„Ent­sor­gen“bleibt straf­frei

Er­mitt­lun­gen ge­gen Gau­land ein­ge­stellt

Thüringische Landeszeitung (Eichsfeld) - - THÜRINGEN - VON FA­BI­AN KLAUS

LEI­NE­FEL­DE­WORBIS / MÜHL­HAU­SEN. Neun Mo­na­te nach ei­ner hef­tig um­strit­te­nen Wahl­kampf­re­de in Lei­ne­fel­de hat die Thü­rin­ger Jus­tiz die Er­mitt­lun­gen we­gen Volks­ver­het­zung ge­gen Afd-bun­des­tags­frak­ti­ons­chef Alex­an­der Gau­land ein­ge­stellt. Er hat­te über die da­ma­li­ge In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Ay­dan Özo­guz, ge­sagt, dass man sie „in Ana­to­li­en ent­sor­gen“wer­de, wenn sie zu­vor im Eichs­feld ge­we­sen sei und die Eichs­fel­der ihr ge­zeigt hät­ten, was „ei­ne spe­zi­fisch deut­sche Kul­tur“sei. Gau­land hat­te mit die­sen Wor­ten ei­ne Äu­ße­rung der Spd-po­li­ti­ke­rin kom­men­tiert, die ge­sagt hat­te, dass ei­ne spe­zi­fisch deut­sche Leit­kul­tur nicht er­kenn­bar sei.

Ein Spre­cher der Mühl­häu­ser Staats­an­walt­schaft er­klär­te auf Tlz-an­fra­ge, dass die Äu­ße­run­gen Gau­lands „ge­ra­de noch so von frei­er Mei­nungs­äu­ße­rung“ge­deckt sei­en, auch wenn er po­le­mi­siert ha­be. Die Ein­stel­lungs­ver­fü­gung wur­de ges­tern ver­sen­det. Die An­zei­ge­er­stat­ter kön­nen da­ge­gen Be­schwer­de ein­le­gen. Das hät­te ei­ne Be­fas­sung der Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft mit dem The­ma zur Fol­ge.

Özo­guz hat­te nach der Gau­land-ver­bal­at­ta­cke das Eichs­feld nach der Bun­des­tags­wahl be­sucht und sich ein Bild von dem Land­strich und sei­nen Men­schen ge­macht.

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