Neue Sperr­li­nie soll Un­fäl­le auf A 38 ver­mei­den

Thüringische Landeszeitung (Eichsfeld) - - ERSTE SEITE -

EICHS­FELD. Auf dem Stre­cken­ab­schnitt der Au­to­bahn 38 zwi­schen Hei­li­gen­stadt und Arens­hau­sen in Rich­tung Göt­tin­gen ver­bie­tet nun ein we­ni­ge hun­dert Me­ter lan­ger Sperr­strei­fen das Über­ho­len. Die­se Maß­nah­me wur­de nö­tig, da es sich bei die­sen Be­reich um ei­ne so­ge­nann­te Un­fall­häu­fungs­stel­le han­delt. Ein Jahr lang wird das jetzt so über­wacht und dann über even­tu­el­le wei­te­re Maß­nah­men ent­schie­den.

EICHS­FELD. Es sind nur ein paar hun­dert Me­ter, die es nun ver­bie­ten, den Über­hol­vor­gang ein­zu­lei­ten. Auf ei­nem Stre­cken­ab­schnitt auf der Au­to­bahn 38 zwi­schen Hei­li­gen­stadt und Arens­hau­sen in Rich­tung Göt­tin­gen soll so ein Un­fall­schwer­punkt ent­schärft werden. Die­se Maß­nah­me hat die Ört­li­che Un­fall­kom­mis­si­on Bun­des­au­to­bahn (ÖUK) kürz­lich fest­ge­legt.

Das Thü­rin­ger Mi­nis­te­ri­um für In­fra­struk­tur und Land­wirt­schaft (TMIL) nennt sol­che Stre­cken­ab­schnit­te Un­fall­häu­fungs­stel­len. Die Kri­te­ri­en: Sie sind ma­xi­mal ei­nen Ki­lo­me­ter lang und auf ih­nen kam es in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren zu meh­re­ren Un­fäl­len mit Ver­letz­ten oder To­ten. Im Jahr 2017 er­eig­ne­te sich, laut TMIL, im ent­spre­chen­den Stre­cken­ab­schnitt ein Un­fall

mit ei­ner leicht ver­letz­ten und ei­ner schwer ver­letz­ten Per­son. Im da­zu­ge­hö­ri­gen Un­fall­be­richt der Po­li­zei ist er als Auf­fahr­un­fall zwi­schen zwei Lkw in Fol­ge un­an­ge­pass­ter Ge­schwin­dig­keit des Nach­fol­gen­den ver­merkt.

Die Hei­li­gen­städ­ter Feu­er­wehr rück­te in die­sem Jahr be­reits elf mal auf die­sen Au­to­bahn­ab­schnitt aus. Neun mal da­von we­gen ei­nes Ver­kehrs­un­falls. Im Au­gust kol­li­dier­te zum Bei­spiel ein Sport­wa­gen auf re­gen­nas­ser Fahr­bahn mit der Leit­plan­ke. Der Fah­rer wur­de leicht ver­letzt. Aber nicht zu al­len Un­fäl­len auf der Au­to­bahn zwi­schen Hei­li­gen­stadt und Arens­hau­sen müs­sen die Ka­me­ra­den aus­rü­cken, denn manch­mal kann leich­te Un­fäl­le – oh­ne zum Bei­spiel ein­ge­klemm­te Per­so­nen – auch die Po­li­zei al­lein re­geln.

Der Stre­cken­ab­schnitt gilt als ge­fähr­lich, da „auf­grund des Stre­cken­ver­lau­fes – Kup­pe­wan­ne-kup­pe – Lkw-fah­rer ani­miert werden, bei der Tal­fahrt er­heb­lich zu be­schleu­ni­gen, um lang­sam fah­ren­de Lkw vor und im Be­reich der an­schlie­ßen­den Stei­gung zu über­ho­len. Der häu­fig so ab­rupt durch­ge­führ­te Fahr­stei­fen­wech­sel ver­ur­sacht ei­ne er­höh­te Auf­fahr­ge­fähr­dung für den nach­fol­gen­den Ver­kehr“, heißt es aus dem Mi­nis­te­ri­um.

Schaut man auf das Ver­kehrs­auf­kom­men auf der A 38 ist es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren na­he­zu sta­bil ge­blie­ben. Die Zah­len aus dem TMIL zei­gen: Im Jahr 2015 fuh­ren durch­schnitt­lich pro Tag 12.352 Fahr­zeu­ge (da­von 27 Pro­zent Lkw) über die A 38. 2016 wa­ren es 12.535 (28 Pro­zent Lkw) und 2017 durch­schnitt­lich 12.060 mit 30 Pro­zent

Lkw-an­teil. Mit der Sperr­li­nie werden nun al­so Fahr­zeu­ge auf der rech­ten Spur dar­an ge­hin­dert, zu über­ho­len. Wer, be­vor die Sperr­li­nie be­ginnt, auf der lin­ken Spur fährt, darf na­tür­lich dort blei­ben und auch wie­der nach rechts ein­sche­ren.

Ein Jahr lang wird die­se Maß­nah­me jetzt be­ob­ach­tet. Die Über­wa­chung und Ahn­dung even­tu­el­ler Ver­stö­ße ob­liegt der Po­li­zei, die das oft nur im flie­ßen­den Ver­kehr über­wa­chen kann.

Im Sep­tem­ber kom­men­den Jah­res wird dann ei­ne so­ge­nann­te Wir­kungs­kon­trol­le durch­ge­führt und im Rah­men der ÖUK über die Not­wen­dig­keit wei­ter­füh­ren­der Maß­nah­men ent­schie­den. So­fern sol­che er­for­der­lich sein soll­ten, könn­ten dann auch Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zun­gen oder Warn­schil­der fol­gen.

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