Baye­ri­sches Wahl­recht

Thüringische Landeszeitung (Eichsfeld) - - POLITIK -

BER­LIN. Der wich­tigs­te Un­ter­schied im baye­ri­schen Land­tags­wahl­recht zu Bun­des­tags- oder an­de­ren Land­tags­wah­len ist, dass die Erst- und Zweit­stim­men zu­sam­men­ge­zählt werden, um dar­aus die Sitz­ver­tei­lung zu er­mit­teln. Mit der Erst­stim­me wird ein Kan­di­dat in ei­nem Stimm­kreis (ent­spricht ei­nem Wahl­kreis im Bund) ge­wählt, der per Di­rekt­man­dat in den Land­tag ein­zieht. 91 der 180 Land­tags­sit­ze sind für Di­rekt­man­da­te ein­ge­plant, 89 für die von den Par­tei­en vor­ge­schla­ge­nen Lis­ten­kan­di­da­ten. Mit der Zweit­stim­me kön­nen Wäh­ler ein Kreuz bei der Par­tei ma­chen und da­mit die Lis­te ak­zep­tie­ren. Sie kön­nen aber auch ein Kreuz bei ei­nem ein­zel­nen Na­men der Lis­te ma­chen – so kann ein ver­meint­lich aus­sichts­lo­ser Kan­di­dat ge­wählt werden. Bay­ern hat kei­ne Lan­des­lis­te. Es gibt sie­ben Wahl­krei­se, die den Re­gie­rungs­be­zir­ken ent­spre­chen. Dies soll die Ver­tre­tung der Re­gio­nen im Land­tag stär­ken. (eni)

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