Für mehr Tier­schutz

Thüringische Landeszeitung (Erfurt) - - WIRTSCHAFT -

vor der Ge­burt ein Ex­traab­teil. Ihr Fut­ter ist gen­tech­nisch un­ver­än­dert. Ur­teil: „Ökoh­ö­fe kom­men dem na­tür­li­chen Le­ben von Tie­ren am wei­tes­ten ent­ge­gen“, sagt Tier­for­sche­rin Chris­tel Si­mant­ke. Der Auf­wand für die Bau­ern sei je­doch grö­ßer. Ein­zel­ne Ver­bän­de wie De­me­ter, Na­tur­land oder Bio­land stel­len so­gar noch hö­he­re An­for­de­run­gen an die Hal­tung als das EUBio-Sie­gel. So ist die ge­hal­te­ne Tier­zahl bei ih­nen ge­rin­ger, eben­so der Weg zum Schlacht­hof. Das Fleisch ist aber oft er­heb­lich teu­rer als Fleisch mit EU-Bio-Sie­gel, das es auch bei Dis­coun­tern gibt. muss nicht „öko“sein, aber gen­tech­nik­frei und ein­hei­misch.

Ur­teil: „Neu­land-Fleisch bie­tet der­zeit den höchs­ten kon­ven­tio­nel­len Stan­dard“, sagt Ste­pha­nie Tö­we, Agrar­ex­per­tin bei der Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on Gre­en­peace. Fleisch von Neu­land gibt es nur in aus­ge­wähl­ten Flei­sche­rei­en, auch in Hof­lä­den. Das Sie­gel des Deut­schen Tier­schutz­bun­des gibt es in der Ein­stiegs­stu­fe mit ei­nem Stern und in der Pre­mi­um­stu­fe mit zwei Ster­nen. Wer das Pre­mi­um-La­bel ha­ben will, darf nicht mehr als 2000 Schwei­ne in ei­nem Stall oder auch nur 350 Kü­he in sei­nem Be­trieb hal­ten. Für zwei Ster­ne müs­sen Schwei­ne ih­re Rin­gel­schwän­ze be­hal­ten und wie Kü­he und Mast­hüh­ner frei­en Aus­lauf ha­ben. Bei Pre­mi­um ist auch Gen­fut­ter ta­bu.

Ur­teil: „Die Ein­stiegs­stu­fe ist für Ver­brau­cher, die Fleisch und Eier mit mehr Tier­schutz kau­fen wol­len, die aber nicht deut­lich mehr be­zah­len wol­len“, sa­gen Ver­brau­cher­schüt­zer. Das Pre­mi­um­la­bel ent­sprä­che ei­nem „ho­hen Tier­schutz­ni­veau“.

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