Au­ge in Au­ge mit Dom und Se­ve­ri im 80 Me­ter ho­hen Ket­ten­ka­rus­sell

Alt­stadt­früh­ling wird heu­te er­öff­net. Neue At­trak­tio­nen sol­len bis zum 15. April wie im Vor­jahr 350 000 Be­su­cher lo­cken

Thüringische Landeszeitung (Erfurt) - - ERFURT - VON MICHA­EL KEL­LER

ER­FURT. Don­ner­s­tag muss­te al­les fer­tig wer­den. Der Kar­frei­tag ist ein so­ge­nann­ter stil­ler Fei­er­tag. Da wird nicht ge­ar­bei­tet und schon gar nicht ge­lärmt. Dass der Auf­bau des Alt­stadt­früh­lings al­ler­dings nicht oh­ne hef­ti­ge Ge­räusch­ku­lis­se von­stat­ten ge­hen konn­te, zeigt sich an dem, was da auf dem Dom­platz plat­ziert wur­de.

Mit­ten­drin der Leucht­turm, 80 Me­ter hoch. „Der größ­te trans­por­ta­ble Ket­ten­flie­ger der Welt. Das höchs­te Fahr­ge­schäft, was wir je­mals auf dem Dom­platz prä­sen­tie­ren konn­ten“, sagt Markt­meis­ter Sven Ka­es­t­ner und be­kommt leuch­ten­de Au­gen. „The Fly­er“(Der Flie­ger) ist für ihn die At­trak­ti­on schlecht­hin beim Alt­stadt­früh­ling, der am Sams­tag um 15 Uhr vom Ober­bür­ger­meis­ter er­öff­net wird und am 15. April sei­ne Pfor­ten schließt.

Aber auch die an­de­ren Fahr­ge­schäf­te wer­den ih­re Fans fin­den. Der „De­vil Rock“ist das ein­zi­ge Über­kopf-Ka­rus­sell. Weil der Alt­stadt­früh­ling im Ge­gen­satz zum Ok­to­ber­fest eher auf Fa­mi­li­en ab­ge­stimmt ist, so Ka­es­t­ners Be­grün­dung.

In der „Cra­zy Mou­se“, der ver­rück­ten Maus, in der „Vil­la Wahn­sinn“oder in der Geis­ter­bahn ha­ben be­stimmt auch Va­ter, Mut­ter, Kind ih­ren Spaß. Zu­dem muss man aber auch nicht auf Klas­si­ker, wie zum Bei­spiel den Au­to­scoo­ter, ver­zich­ten.

Der Alt­stadt­früh­ling, des­sen Ur-Wur­zeln sich nicht mehr kor­rekt zu­rück­ver­fol­gen las­sen – zu DDR-Zei­ten und da­nach hieß es bis 1997 noch „Früh­lings­fest“– hat nach des Markt­meis­ters Wor­ten ei­nen ho­hen Be­liebt­heits­grad. 366 Be­wer­bun­gen la­gen vor, aber nur 59 Plät­ze wa­ren zu ver­ge­ben. Schau­stel­ler aus zehn Bun­des­län­dern ha­ben ihr Kom­men an­ge­sagt.

Be­grüßt wer­den die Gäs­te dort, wo sonst zur Weih­nachts­zeit die rie­si­ge Tan­ne steht, mit ei­nem Os­te­rei­er­baum auf ei­nem gärt­ne­risch ge­stal­te­ten Ron­dell. Ge­öff­net ist täg­lich von 14 bis 22 Uhr. Mit Aus­nah­men. Sams­tags, sonn­tags und am Os­ter­mon­tag öff­net der Alt­stadt­früh­ling be­reits 11 Uhr.

Der Mitt­woch ist je­weils der Fa­mi­li­en­tag. Da wer­den die Prei­se er­mä­ßigt. Fa­mi­li­en­freund­lich halt. Wie ver­spro­chen. Am Os­ter­wo­chen­en­de sind zu­dem ei­ni­ge Über­ra­schun­gen vor­ge­se­hen. Der Os­ter­ha­se wird am Sonn­tag und am Mon­tag je­weils zwi­schen 14 und 17 Uhr auf dem Dom­platz un­ter­wegs sein und Über­ra­schun­gen an Kin­der ver­tei­len. Je­weils von 18 bis 20.30 Uhr gibt es zu­dem flot­te Di­xie­land­rhyth­men mit der Bur­gen-Jazz-Band.

Fo­to: M. Kel­ler

Der Auf­bau des Alt­stadt­früh­lings un­ter­halb von Dom und Se­ve­ri wur­de schon am Don­ner­s­tag ab­ge­schlos­sen.

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