Ge­schich­te des Ko­lo­nia­lis­mus

Al­ter­na­ti­ver Li­te­ra­tur­no­bel­preis geht an die fran­zö­si­sche Er­zäh­le­rin Ma­ry­se Con­dé

Thüringische Landeszeitung (Erfurt) - - KULTUR & FREIZEIT -

STOCK­HOLM. Die fran­zö­si­sche Schrift­stel­le­rin Ma­ry­se Con­dé er­hält den al­ter­na­ti­ven Li­te­ra­tur­no­bel­preis. Die 81-Jäh­ri­ge sei ei­ne gro­ße Er­zäh­le­rin, de­ren Werk über die Ge­walt des Ko­lo­nia­lis­mus in Afri­ka und das Cha­os da­nach zur Welt­li­te­ra­tur ge­hö­re, sag­te Ju­ry-Prä­si­dent Ann Pals­son von der Initia­ti­ve „Die Neue Aka­de­mie“am Frei­tag in Stock­holm. Die Aus­zeich­nung „New Aca­de­my Pri­ze in Li­te­ra­tu­re“wird in die­sem Jahr ein­ma­lig an­stel­le des Li­te­ra­tur­no­bel­prei­ses ver­ge­ben, der we­gen ei­ner Kri­se der Schwe­di­schen Aka­de­mie ab­ge­sagt wur­de. Der Al­ter­na­tiv-Preis wird am 9. De­zem­ber bei ei­nem Fest­akt in Stock­holm über­reicht. Con­dé, Au­to­rin mit ka­ri­bi­schen Wur­zeln, ver­öf­fent­lich­te 1984 den Best­sel­ler „Se­gu – Die Mau­ern aus Lehm“. An­re­gun­gen zu der Ge­schich­te über Fa­mi­lie, Eth­ni­en, Re­li­gio­nen und den Un­ter­gang der Stadt Se­gu, hat­te Con­dé, die viel in West­afri­ka un­ter­wegs war, in Ma­li ge­sam­melt. Sie schrei­be in ei­ner über­wäl­ti­gen­den Spra­che, sie zei­ge Hu­mor, Re­spekt und Mensch­lich­keit und set­ze in ih­rem Werk Ge­schlech­ter, Ras­sen und Klas­sen in ein neu­es Ver­hält­nis zu­ein­an­der, heißt es. (epd)

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