Tra­gi­scher Auf­takt und fri­vo­les Fi­na­le

Die Kan­gu­ru­Chro­ni­ken und der Heinz­Er­hardt­Abend sind am Thea­ter­Wo­che­n­en­de aus­ver­kauft.

Thüringische Landeszeitung (Gera) - - AUS DER REGION -

GE­RA. Das Pfingst­wo­chen­en­de be­ginnt heu­te mit „Oe­di­pe“in Ge­ra. Die Kän­gu­ru-Chro­ni­ken am Sonn­abend in der Büh­ne am Park sind aus­ver­kauft, eben­so der Heinz-Er­hardt-Abend heu­te und mor­gen in Al­ten­burg. Am Pfingst­sonn­tag und Pfingst­mon­tag steht nach­mit­tags je­weils das Bal­lett „Li­be­r­a­ce – Glit­zer, Scham­pus und Cho­pin“im Ge­ra­er Spiel­plan. Die bei­den letz­ten Vor­stel­lun­gen von Ve­ne­dig im Schnee sind Sonn­tag und Mon­tag in Al­ten­burg zu se­hen. Dort gibt es am Mon­tag ei­nen Aus­blick auf die neue Pre­mie­re. Letzt­mals „Oe­di­pe“heu­te Abend Nach der ge­fei­er­ten Pre­mie­re von Ge­or­ge Enescus „Oe­di­pe“steht die letz­te Auf­füh­rung die­ser Aus­nah­me­oper in die­ser Spiel­zeit am Frei­tag, 18. Mai, um 19.30 Uhr auf dem Spiel­plan im Gro­ßen Haus. Lan­ge hat der ge­bür­ti­ge Ru­mä­ne Ge­or­ge Enescu an sei­ner ein­zi­gen Oper ge­ar­bei­tet – ers­te Ide­en stamm­ten aus der Zeit um 1910, der Haupt­teil der kom­po­si­to­ri­schen Ar­beit fiel in die 20er-Jah­re, ab­ge­schlos­sen wur­de die „Oe­di­pe“aber erst

1931. Fünf Jah­re spä­ter folg­te die Urauf­füh­rung in Pa­ris.

Heu­te ist das Werk we­gen sei­ner enor­men künst­le­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen mit ei­ner rie­si­gen Orches­ter­be­set­zung nur sel­ten auf Spiel­plä­nen zu fin­den.

2013 er­reg­te die Ins­ze­nie­rung von Hans Neu­en­fels in Frank­furt am Main Auf­se­hen. Jetzt schaut die Fach­welt auf Ge­ra, wo die Auf­füh­rung auch Dank der Thea­ter­preis-Gel­der des Bun­des rea­li­siert wer­den konn­te. Ge­wal­tig ist die an Klang­far­ben rei­che Mu­sik, ge­wal­tig der Stoff. Ödi­pus ist ei­ner der tra­gischs­ten Hel­den der An­ti­ke. Die Ti­tel­par­tie ge­stal­tet Sé­bas­ti­en Sou­lès als Gast von der Oper Leip­zig. Die mu­si­ka­li­sche Lei­tung hat Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tor Lau­rent Wa­gner. Bal­lett­nach­mit­ta­ge an den Fei­er­ta­gen Pfingst­sonn­tag und Pfingst­mon­tag um 14.30 Uhr ge­hört die Büh­ne im Gro­ßen Haus Ge­ra Li­be­r­a­ce und sei­nen jun­gen Lieb­ha­bern. Das Thü­rin­ger Staats­bal­lett zeigt Sil­va­na Schrö­ders neu­en Bal­lett­abend „Li­be­r­a­ce – Glit­zer, Scham­pus und Cho­pin“über das Le­ben des Aus­nah­me­pia­nis­ten Wład­ziu Va­len­ti­no Li­be­r­a­ce (1919-1987), der in ih­rer Ins­ze­nie­rung gleich von drei Darstel­lern ge­spielt wird: Schau­spiel­ka­pell­meis­ter Olav Krö­ger gibt den Pia­nis­ten Li­be­r­a­ce live am Flü­gel, der ehe­ma­li­ge Bal­lett­di­rek­tor Pe­ter Wer­nerRan­ke spielt den al­ten Li­be­r­a­ce und der Tän­zer Jon Bei­tia Fer­nan­dez über­nimmt die Rol­le des jun­gen Li­be­r­a­ce. Ve­re­na Hem­mer­leins Aus­stat­tung fängt die Pracht ein, mit der sich Li­be­r­a­ce um­gab. Ve­ne­dig im Schnee im Heiz­haus Die bei­den letz­ten Vor­stel­lun­gen der Ko­mö­die „Ve­ne­dig im Schnee“ge­hen am Pfingst­sonn­tag um 19.30 Uhr und Pfingst­mon­tag um 18 Uhr über die Büh­ne im Heiz­haus.

Als Je­an-Luc (Thors­ten Da­ra) in Pa­ris zu­fäl­lig sei­nem al­ten Stu­di­en­kol­le­gen Christophe (Ma­xi­mi­li­an Popp) be­geg­net, lädt er ihn und sei­ne Freun­din spon­tan zum Abend­es­sen in sei­ne Woh­nung ein. Die­se hat er ge­ra­de mit sei­ner Freun­din Nat­ha­lie (Ines Buch­mann) frisch be­zo­gen. Die Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten sind noch nicht gänz­lich ab­ge­schlos­sen. Je­an-Luc ahnt nicht, wel­che Gäs­te er sich ins Haus ge­holt hat. Wäh­rend er und Nat­ha­lie in har­mo­ni­schen Zärt­lich­kei­ten schwel­gen, hat es zu­vor bei Christophe und sei­ner Freun­din Patri­cia (No­lun­di Tschu­di) or­dent­lich ge­kracht. Patri­cia näm­lich hat über­haupt kei­ne Lust, den Abend mit frem­den Leu­ten und Small­talk zu ver­brin­gen. Kur­zer­hand ent­schließt sie sich, gar nicht zu spre­chen. Ih­re Schweig­sam­keit löst bei den Gast­ge­bern Ir­ri­ta­tio­nen aus.

Das glück­lich-nai­ve Pär­chen mut­maßt schließ­lich, dass Patri­cia Aus­län­de­rin sei. Gern nimmt die zor­ni­ge Freun­din die­ses Miss­ver­ständ­nis auf und ent­wi­ckelt ei­ne Freu­de dar­an, die Gren­zen der Gast­freund­schaft und To­le­ranz von Je­an-Luc und Nat­ha­lie aus­zu­lo­ten. Son­der­füh­rung im Lan­des­thea­ter In­ner­halb der dies­jäh­ri­gen Thü­rin­ger Schlös­ser­ta­ge, wird am Pfingst­sonn­tag um 11 Uhr ei­ne Son­der­füh­rung im Lan­des­thea­ter Al­ten­burg an­ge­bo­ten. Die Zeit des Her­zog­li­chen Hof­thea­ters steht im Mit­tel­punkt. Treff ist vor den Haupt­trep­pen des Thea­ters. Ein­tritt kos­tet 3 Eu­ro. Thea­ter­früh­stück im Lin­denau­mu­se­um Nach 35 Jah­ren kehrt die tsche­chi­sche Na­tio­nal­oper „Die ver­kauf­te Braut“von Be­dřich Sme­ta­na in den Spiel­plan des Lan­des­thea­ters Al­ten­burg zu­rück. Vor der Pre­mie­re am 27. Mai lädt das Re­gie­team un­ter der Lei­tung von Ge­ne­ral­in­ten­dant Kay Kunt­ze Pfingst­mon­tag, 21. Mai, 11 Uhr ins Lin­denau-Mu­se­um ein­ge­la­den. Der Ein­tritt ist frei.

Pe­ter Wer­ner-Ran­ke rä­kelt sich hier als al­ter Li­be­r­a­ce mit Da­men des Thü­rin­ger Staats­bal­letts in dem Bal­lett „Li­be­r­a­ce – Glit­zer, Scham­pus und Cho­pin“von Sil­va­na Schrö­der. An der Bar ist Vi­ta­lij Pe­trov. Nach der Pre­mie­re vo­ri­ge Wo­che steht das Stück...

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