Ge­den­ken an Grün­der der KPD

Ar­bei­ter­füh­rer vor 100 Jah­ren er­mor­det

Thüringische Landeszeitung (Gera) - - POLITIK -

BER­LIN. Meh­re­re Tau­send Men­schen ha­ben in der Haupt­stadt der Er­mor­dung von Ro­sa Lu­xem­burg und Karl Lieb­knecht vor 100 Jah­ren ge­dacht. An der Ge­denk­stät­te der So­zia­lis­ten am Zen­tral­fried­hof Fried­richs­fel­de wur­den am Sonn­tag Krän­ze und ro­te Nel­ken für die Kom­mu­nis­ten­füh­rer nie­der­ge­legt. Zu dem stil­len Ge­den­ken hat­te die Lin­ke auf­ge­ru­fen. Da­ne­ben gab es wei­te­re Kund­ge­bun­gen und De­mons­tra­tio­nen. Die Po­li­zei sprach von ei­nem fried­li­chen Ver­lauf.

Am Mor­gen kam die Lin­kePar­tei­spit­ze zu dem Fried­hof im Os­ten Ber­lins. Die Bun­des­vor­sit­zen­den Kat­ja Kip­ping und Bernd Ri­ex­in­ger so­wie die Chefs der Bun­des­tags­frak­ti­on, Sah­ra Wa­genk­necht und Diet­mar Bartsch, leg­ten Krän­ze mit Nel­ken und Ger­be­ra nie­der. Auch Os­kar La­fon­tai­ne, Frak­ti­ons­chef der Lin­ken im Saar­land und Ehe­mann von Wa­genk­necht, nahm teil.

In den tra­di­tio­nel­len Trau­er­zug hat­ten sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stets Tau­sen­de Men­schen ein­ge­reiht. Auch am Sonn­tag zo­gen die Men­schen in Scha­ren zur Ge­denk­stät­te. Die Lin­ke hat­te 10.000 Teil­neh­mer an­ge­mel­det. „Es war noch vol­ler als sonst“, sag­te Ca­ro­la Bl­uhm, Lin­ke-Frak­ti­ons­che­fin im Ber­li­ner Ab­ge­ord­ne­ten­haus. Auch Lin­ke-Po­li­ti­ker aus dem Eu­ro­pa­par­la­ment wa­ren nach ih­ren Wor­ten da­bei.

Ro­sa Lu­xem­burg und Karl Lieb­knecht, die Grün­dungs­mit­glie­der der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei Deutsch­lands (KPD), wur­den am 15. Ja­nu­ar 1919 von Frei­korps-Sol­da­ten in Ber­lin er­schos­sen. Ih­rer Er­mor­dung gin­gen die Re­vo­lu­ti­ons­wir­ren nach dem En­de des Ers­ten Welt­kriegs vor­aus. (dpa)

Lin­ke-Po­li­ti­ker Sah­ra Wa­genk­necht und Diet­mar Bartsch eh­ren Ro­sa Lu­xem­burg.

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