Die ra­sen­de Re­por­te­rin

Ein Co­pi­lot wä­re wirk­lich ganz gut

Thüringische Landeszeitung (Gotha) - - GOTHA - VON VIC­TO­RIA AUGENER

Stellt man sich den All­tag ei­nes Jour­na­lis­ten vor, denkt man an Schreib­tisch­ar­beit. Und das stimmt.

Doch wer als Re­dak­teur in so ei­nem gro­ßen Ge­biet wie dem Land­kreis Go­tha ar­bei­tet, ver­bringt aber auch be­trächt­li­che Zeit im Au­to. Zu­dem ist es mei­nem Wohn­sitz im Nach­bar­kreis ge­schul­det, dass ich fah­re und fah­re und fah­re.

Bei der gan­zen Fah­re­rei bin ich zu ei­nem Ent­schluss ge­kom­men: Ich brau­che ei­nen Co­pi­lo­ten.

Oft ge­nug rea­li­sie­re ich erst wäh­rend der Fahrt, dass ich mein Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem noch ein­stel­len muss, um mein Ziel auch wirk­lich zu fin­den. Hier könn­te mein Co­pi­lot ziem­lich gut ins Spiel kom­men: Er oder sie stellt das Ge­rät ein, wäh­rend ich mich aus­schließ­lich auf die Stra­ße kon­zen­trie­re.

Mein Co­pi­lot könn­te un­ter­wegs mei­ne An­ru­fe an­neh­men, Emails be­ant­wor­ten und mich mit In­for­ma­tio­nen zu mei­nem nächs­ten Ter­min füt­tern.

Und apro­pos füt­tern – Au­to­fahr­ten kön­nen lang wer­den und Mit­tags­pau­sen viel zu kurz... Und wo ist ei­gent­lich mei­ne Son­nen­bril­le, wenn ich sie brau­che?

Mein Co­pi­lot wür­de sie fin­den. Da bin ich si­cher.

Doch bis man mir ei­nen As­sis­ten­ten be­wil­ligt, fah­re ich wei­ter al­lein und neh­me mir vor, für or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ne­ben­sa­chen et­was mehr Zeit ein­zu­pla­nen.

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