Spring­brun­nen im Kur­park plät­schert wie­der

Neue An­la­ge im heil­kli­ma­ti­schen Ku­r­ort er­öff­net. Ein­woh­ner und Freun­de Fried­rich­ro­das be­tei­li­gen sich mit Spen­den

Thüringische Landeszeitung (Gotha) - - ERSTE SEITE - VON PE­TER RIECKE

Am Frei­tag, 17 Uhr ist im Kur­park von Fried­rich­ro­da der Spring­brun­nen wie­der in Be­trieb ge­nom­men wor­den. In den letz­ten Mo­na­ten ha­ben Brun­nen­bau­er der Fir­ma Schrey­er an der Fer­tig­stel­lung der An­la­ge mit zehn Me­ter Durch­mes­ser ge­ar­bei­tet. Dem ging ei­ne De­bat­te im Stadt­rat um die Gestal­tung vor­aus. Am En­de ent­schied man sich für die klas­si­sche Va­ri­an­te.

Am Frei­tag ist es end­lich so weit. Punkt 17 Uhr heißt es „Was­ser marsch!“im Kur­park des heil­kli­ma­ti­schen Ku­r­or­tes Fried­rich­ro­da. Der von vie­len An­woh­nern und re­gel­mä­ßi­gen Be­su­chern der Stadt seit vie­len Jah­ren ge­wünsch­te Spring­brun­nen ist end­lich in Be­trieb.

In den letz­ten Mo­na­ten ha­ben Brun­nen­bau­er der Fir­ma Schrei­er in­ten­siv an der Fer­tig­stel­lung der An­la­ge mit zehn Me­ter Durch­mes­ser ge­ar­bei­tet. Das Brun­nen­haus war schon Jah­re zu­vor mit dem Ab­schluss des ers­ten Bau­ab­schnit­tes fer­tig ge­stellt. Da es kei­ne För­der­mit­tel gab, konn­te erst jetzt das Werk voll­endet wer­den. Dem war ei­ne um­fang­rei­che De­bat­te im Stadt­rat um die Gestal­tung vor­aus ge­gan­gen. Am En­de ent­schied man sich für die klas­si­sche Va­ri­an­te ei­nes run­den Be­cken mit mit­ti­ger Fon­tä­ne und seit­li­chen Dü­sen.

Der nun heil­kli­ma­ti­sche Ku­r­ort hat­te vor Jahr­zehn­ten be­reits ei­nen Brun­nen im Kur­park, des­sen Ab­bil­dun­gen his­to­ri­sche Post­kar­ten zie­ren. Auch das be­grün­det den Wunsch aus der Bür­ger­schaft, wie­der ei­nen gro­ßen Kur­park­brun­nen zu be­kom­men.

Bür­ger­meis­ter Tho­mas Klöp­pel (par­tei­los) freu­te sich sehr dar­über, dass sich Ein­woh­ner und Freun­de der Stadt Fried­rich­ro­da mit Spen­den an den Kos­ten be­tei­lig­ten. Der Brun­nen kos­te­te über 200 000 Eu­ro. Auch des­halb dau­er­te es ei­ne Wei­le bis der Be­trag in den Haus­halt ein­ge­stellt wer­den konn­te. Um er­freu­li­cher ist der An­teil von 11180,90 Eu­ro, den 129 Spen­der auf­brach­ten. Tho­mas Klöp­pel dankt zur Er­öff­nung stell­ver­tre­tend für al­le Spen­der Fa­mi­lie Weiß aus Han­no­ver, die vie­le Jah­re be­reits Ur­laub in Fried­rich­ro­da ma­chen.

Mit 1000 Eu­ro be­tei­lig­te sich auch Ray Oschütz aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Zwar kann er auf­grund an­de­rer wich­ti­ger Ter­mi­ne zur Er­öff­nung nicht mehr an­we­send sein, hat aber den Brun­nen be­reits im Ver­lauf der Wo­che in Au­gen­schein ge­nom­men.

Spür­bar zum Spen­den­er­trag trug auch die Pfand­fla­schen-Ak­ti­on des Ede­ka-Su­per­mark­tes in der Bahn­hof­stra­ße des heil­kli­ma­ti­schen Ku­r­or­tes bei, die der Kunst­ver­ein „Unit“aus der Kur­stadt un­ter­stütz­te. Ede­ka bau­te den Au­to­mat so um, dass man per Tas­ten­druck auf das Pfand­geld ver­zich­ten und es statt­des­sen spen­den konn­te.

An­ge­dacht ist, den nun vor­han­de­nen Heil­was­ser­an­schluss auch für ein neu­es Kn­eipp-Tret­be­cken zu nut­zen. Da­mit kom­plet­tier­te sich die Was­ser­nut­zung im süd­west­li­chen Teil des Kur­par­kes, in dem es seit lan­gem ei­nen Trink­pa­vil­lon gibt. Zur Er­öff­nung spielt die Hei­mat­ka­pel­le Finster­ber­gen auf. Spen­der und vie­le Fried­rich­ro­da­er so­wie Ur­lau­ber ver­fol­gen ge­spannt die of­fi­zi­el­le Ein­wei­hung.

Die Pfand­ak­ti­on geht nun in ei­ne neue Run­de. Das nächs­te Spen­den­pro­jekt soll ein Spiel­platz im Kur­park wer­den, kün­dig­te Tho­mas Klöp­pel an.

Ein­hei­mi­sche, Ur­lau­ber, Ver­tre­ter der Bau­fir­men und der Stadt­ver­wal­tung ver­fol­gen die Er­öff­nung, an­läss­lich de­rer Bür­ger­meis­ter Tho­mas Klöp­pel (par­tei­los) den Spen­dern dank­te und zur nächs­ten Ak­ti­on auf­rief. Fo­to: Pe­ter Riecke

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