Trau­er um Kurt Pap­pen­heim

Thüringische Landeszeitung (Gotha) - - THÜRINGEN -

Mit Kurt Pap­pen­heim ist ei­ner der letz­ten Thü­rin­ger Über­le­ben­den des NS-Ter­rors im Al­ter von 91 Jah­ren ge­stor­ben. Das teil­ten der Lan­des­ver­band der Lin­ke und die Land­tags­frak­ti­on von der SPD mit.

Kurt Pap­pen­heim wur­de 1944 eben­so wie sein Bru­der Gün­ter von den Na­zis ver­haf­tet. Er er­leb­te das Kriegs­en­de in ei­nem Zwangs­ar­bei­ter­la­ger. Sein Va­ter, Lud­wig Pap­pen­heim, war ein so­zi­al­de­mo­kra­ti­scher Po­li­ti­ker, der von den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten 1933 in­haf­tiert und im Jahr dar­auf im KZ Neu­sus­trum er­mor­det wur­de.

Nach dem Krieg kehr­te Kurt Pap­pen­heim in sei­ne Hei­mat­stadt Schmalkalden zu­rück, wo er als Neu­leh­rer ar­bei­te­te. In der SED und ih­ren Nach­fol­ge­par­tei­en so­wie in der Ver­ei­ni­gung der Ver­folg­ten des Na­zi-Re­gimes en­ga­gier­te sich Pap­pen­heim zeit­le­bens für die Au­f­ar­bei­tung der NS-Herr­schaft und das An­den­ken an ver­trie­be­ne jü­di­sche Fa­mi­li­en in Schmalkalden. (red)

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