Kla­ge ge­gen Aus­schrei­bung

Klaus Schmitz-Giels­dorf wehrt sich ju­ris­tisch

Thüringische Landeszeitung (Gotha) - - GOTHA - VON PE­TER RIECKE

Der Bür­ger­meis­ter der Stadt Go­tha, Klaus Schmit­zGiels­dorf (par­tei­los), klagt ge­gen die Aus­schrei­bung sei­ner Stel­le. Sie soll ab No­vem­ber 2018 neu be­setzt wer­den soll. Er teilt mit, dass durch den von ihm be­auf­trag­ten An­walt ein Eil­an­trag nach Pa­ra­graf 123 Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung am Ver­wal­tungs­ge­richt Wei­mar ge­stellt wur­de. Die Aus­schrei­bung sei rechts­wid­rig. Der Ober­bür­ger­meis­ter ha­be den Kreis der mög­li­chen Be­wer­ber un­zu­läs­si­ger­wei­se so ver­engt, dass selbst der Amts­in­ha­ber von ei­ner Be­wer­bung aus­ge­schlos­sen wä­re.

Der Hin­ter­grund: Ge­for­dert ist nun auf Initia­ti­ve Knut Kreuchs für die Stel­le des Bau­bür­ger­meis­ters ein Voll­ju­rist (wir be­rich­te­ten am 27. Ju­li), ob­wohl es be­reits ein Re­fe­rat für Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten in der Stadt­ver­wal­tung gibt, das Ober­bür­ger­meis­ter Kreuch (SPD) di­rekt un­ter­steht und ei­nen Voll­ju­ris­ten an der Spit­ze hat. Schmitz-Giels­dorf ver­weist dar­auf, dass er zu den ihm un­ter­stell­ten Re­fe­ra­ten pas­sen­de Qua­li­fi­ka­tio­nen ha­be. Er ist un­ter an­de­rem Ar­chi­tekt. Er er­in­nert dar­an, dass das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in sei­nem Be­schluss vom 20. Ju­ni 2013 ent­schie­den ha­be, wann ein Aus­wahl­ver­fah­ren ab­zu­bre­chen und die Stel­len­ver­ga­be mit ei­ner zu­läs­si­gen Aus­schrei­bung neu in Gang zu set­zen sei. Dies tref­fe zu, wenn der Di­enst­herr im Rah­men der Stel­len­aus­schrei­bung zwin­gen­de Vor­ga­ben ge­macht ha­be, die we­der durch Ar­ti­kel 33 Ab­satz 2 (Zu­gang zu öf­fent­li­chem Am­te) Grund­ge­setz noch als dienst­pos­ten­be­zo­ge­ne Aus­nah­me im In­ter­es­se der Funk­ti­ons­fä­hig­keit der öf­fent­li­chen Ver­wal­tung ge­recht­fer­tigt sei­en. In die­sem Fall sei das Aus­wahl­ver­fah­ren feh­ler­haft.Nach der Auf­fas­sung des Stel­len­in­ha­bers ist das hier der Fall. Es sei der Ein­druck ent­stan­den, dass ei­ne Be­wer­bung des Amts­in­ha­bers aus­ge­schlos­sen wer­den soll, in­dem ei­ne ju­ris­ti­sche Aus­bil­dung mit Be­fä­hi­gung zum Rich­ter­amt ge­for­dert wer­de, die für die Lei­tung des Bau­de­zer­na­tes kei­ne aus­schlag­ge­ben­de Be­deu­tung ha­ben kön­ne.

Die Ent­schei­dung des Ge­richts steht noch aus.

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