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Für das Be­treu­te W ibt es z

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - SAALE-HOLZLAND - VON KAT­JA DÖRN

KAHLA. Richt­fest vis-à-vis zum Rat­haus: Den höl­zer­nen Dach stuhl des Roh­baus in der Mar­ga re­then­stra­ße 34/35 in Kahla krön­te ges­tern der Richt­fest baum.

Das Ge­bäu­de schließt jetz nicht nur die bau­li­che Lü­cke am Markt, auch ei­ne Ver­sor­gungs lü­cke in Sa­chen Se­nio­ren­woh nen wird da­mit künf­tig von de Volks­so­li­da­ri­tät Ost­thü­rin­gen ge­füllt. „Wir ha­ben ein Loch in der Re­gi­on ge­se­hen“, er­klärt Ge schäfts­füh­rer Rai­ner Thor­wirth

Im Neu­bau mit 1350 Qua­drat me­tern Nutz­flä­che ent­ste­hen Woh­nun­gen, in de­nen Se­nio­ren noch selbst­stän­dig le­ben kön nen. Na­tür­lich mit den An­nehm lich­kei­ten der Bar­rie­re­frei­heit mit ei­nem Auf­zug und der Mög­lich­keit, in miss­li­chen La­gen Hil­fe von Pfle­ge­dienst-Mit­ar­bei­tern an­zu­for­dern. Im Erd­ge­schoss zieht die So­zi­al­sta­ti­on ein, die der­zeit Am Lan­gen Bür­gel be­hei­ma­tet ist.

Zu­vor müs­sen aber noch die Dach­de­cker und Hand­wer­ker für den In­nen­aus­bau an­rü­cken.

Nach­dem 2014 die vom Haus­schwamm hoff­nungs­los be­fal­le­nen Ge­bäu­de der Num­mern 34/35 ab­ge­ris­sen wur­den, kam zu­dem ein „ar­chäo­lo­gisch wert­vol­ler Kel­ler“zu­ta­ge, der im Zu­ge der Bau­maß­nah­men für die Nach­welt ge­si­chert wur­de.

Das Denk­mal­amt hat­te auch bei der Fas­sa­de mit­zu­re­den, die nach frü­he­rem Vor­bild re­kon­stru­iert wer­den soll. Stu­ck­ele­men­te und die Fi­gur der Ma­ria, die am frü­he­ren Eck­haus ein­ge­fasst war, la­gern zur Zeit noch bei Re­stau­ra­tor Kars­ten Rie­del.

Kniff­lig war der Roh­bau in­so­fern, als das ne­ben­lie­gen­de Haus Markt 1 in ei­nem „schlech­ten Zu­stand“ist, drückt es Nor­bert Spehr vom Jena­er Pla­nungs­bü­ro Spehr-In­ge­nieu­re aus. Um den Neu­bau nicht zu ge­fähr­den, muss­te ei­ne zwei­scha­li­ge Trenn­wand ein­ge­fasst wer­den.

Bis Os­tern 2019 soll die Schlüs­sel­über­ga­be an die Volk­soli­da­ri­tät ge­glückt sein. Miet­ver­trä­ge wur­den noch nicht ab­ge­schlos­sen, „aber das In­ter­es­se st sehr groß“, be­rich­tet Gech­äfts­füh­rer Thor­wirth. So sei etzt schon nicht für je­den in­tees­sier­ten Se­ni­or Platz.

Bau­herr des Zwei-Mil­lio­nen­Pro­jek­tes ist die Ärz­te­ver­sor­gung Thü­rin­gen. Wie de­ren Gech­äfts­füh­rer Da­ni­el Kropp er­klärt, er­hält die Volks­so­li­da­ri­tät

inen lang­fris­ti­gen Miet­ver­trag über vor­erst 15 Jah­re. Das Mo­dell ha­be sich be­reits in an­de­ren Or­ten be­währt. Für die Ärz­te­ver­sor­gung sind sol­che Im­mo­bii­en ei­ne Ver­mö­gens­an­la­ge, um die Ren­ten­zah­lun­gen an die Me­di­zi­ner zu ge­währ­leis­ten.

Ein an­de­res Pro­jekt, in das die Volks­so­li­da­ri­tät in Kahla ein­zieht, ist das frü­he­re Gast­haus „Zum gold­nen Stern“am Brü­cken­platz. Nor­bert Spehr ent­wi­ckelt auch die­ses Pro­jekt und ist zu­gleich Ei­gen­tü­mer. Die Fas­sa­de des Ein­zel­denk­mals wur­de auf­wen­dig ge­si­chert und im hin­te­ren Teil der Roh­bau hoch­ge­zo­gen. Auch dort will Spehr noch in die­sem Jahr Richt­fest fei­ern. Spä­ter zie­hen Se­nio­ren in Wohn­grup­pen ein, in de­nen ei­ne 24-Stun­den-Be­treu­ung ge­währ­leis­tet ist.

Der Roh­bau steht, jetzt geht es in den In­nen­aus­bau. Os­tern  sol­len die Be­woh­ner und die So­zi­als­ta ti­on der Volks­so­li­da­ri­tät ein­zie­hen. Gro­ßes Bild: Richt­fest am Be­treu­ten Woh­nen in der Mar­ga­re­then­stra­ße / in Kahla: Da­ni­el Kropp (links), Ge­schäfts­füh­rer der Ärz­te­ver­sor­gung Thü­rin­gen, war da­bei, als Zim­mer­meis­ter Chris­ti­an Traut­mann das Glas nach dem Richt­spruch her­ab warf. Fo­tos: Kat­ja Dörn

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