Ge­walt ge­gen Ein­satz­kräf­te ist Ausnahme

Thüringische Landeszeitung (Jena) - - JENA -

JE­NA. Für die Stadt Je­na und die hier ein­ge­setz­ten Mit­ar­bei­ter und Ka­me­ra­den der Feu­er­wehr und des Ret­tungs­diens­tes kann ei­ne Zu­nah­me von An­grif­fen nicht be­stä­tigt wer­den. „In die­sem Jahr wur­den im Be­reich des Ret­tungs­diens­tes 14 der­ar­ti­ge Fäl­le re­gis­triert (bei fast 11.000 Ein­sät­zen), wel­che je­doch aus­schließ­lich von kran­ken Menschen aus­gin­gen. Dies trifft of­fen­bar auch auf den Vor­fall in Kra­nich­feld zu. Sol­che Er­eig­nis­se kön­nen nicht als Bei­spiel für ge­stie­ge­ne Ge­walt­be­reit­schaft her hal­ten“, sagt Stadt­spre­cher Kris­ti­an Phil­ler auf An­fra­ge un­ser Zei­tung. Hin­ter­grund ist die For­de­rung der Feu­er­wehrGe­werk­schaft in Thü­rin­gen, die Po­li­zei­schutz bei al­len Ein­sät­zen an Sil­ves­ter und beim Kar­ne­val for­dert (un­se­re Zei­tung be­rich­te­te ges­tern). In Kra­nich­feld zum Bei­spiel woll­te im Sep­tem­ber ein psy­chisch kran­ker Mann Ben­zin auf die Ein­satz­kräf­te gie­ßen.

Zwi­schen­fäl­le an Ein­satz­stel­len ha­be es schon im­mer ge­ge­ben. „Da­bei sind es meist Miss­ver­ständ­nis­se oder falsch ver­stan­de­ne Hand­lun­gen der Ein­satz­kräf­te, wel­che ei­ne Si­tua­ti­on es­ka­lie­ren las­sen“, sag­te Phil­ler. Woh­nungs­öff­nun­gen, Eva­ku­ie­run­gen oder das Ein­la­den ei­nes Pa­ti­en­ten in ei­nen Ret­tungs­wa­gen er­folg­ten häu­fig ge­gen den Wil­len ei­nes der Be­tei­lig­ten. Oft be­stün­de kei­ne Mög­lich­keit, die Hand­lun­gen zu er­klä­ren. Das dar­aus ent­ste­hen­de Kon­flikt­po­ten­zi­al las­se sich aber in der Re­gel schnell auf­lö­sen. „Ich möch­te hier noch mal die gro­ße Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft der Be­völ­ke­rung beim Groß­ein­satz der Feu­er­weh­ren in Dra­cken­dorf her­vor­he­ben. Von di­rek­ten Hil­fen, wie An­ge­bot von Ge­trän­ken, bis hin zu ei­ner ei­ge­nen Dan­kes­fei­er zei­gen hier ein ex­trem po­si­ti­ves Bild der An­er­ken­nung der Feu­er­wehr.“(bük)

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