Lie­be Le­se­rin­nen, lie­be Le­ser!

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - THÜRINGEN -

Wis­sen Sie um Le­ben und Schick­sal von Wer­ner Syl­ten (1893-1942)? Am kom­men­den Mitt­woch wird Alt­bi­schof Pro­fes­sor Chris­toph Käh­ler in Go­tha über die­sen Mann re­fe­rie­ren. Syl­ten war ein evan­ge­li­scher Pfar­rer und So­zi­al­päd­ago­ge . Er mo­der­ni­sier­te von 1925 an das Thü­rin­ger Mäd­chen­heim in Bad Kös­tritz. Nach 1933 schloss sich Syl­ten der Be­ken­nen­den Kir­che an und ge­riet in schwe­re Kon­flik­te mit der von den „Deut­schen Chris­ten“do­mi­nier­ten Thü­rin­ger Kir­chen­lei­tung. Als so­ge­nann­ter „Halb­ju­de“ver­lor er un­ter den Na­zis sei­ne Pfarr­stel­le. Von 1936 bis 1938 war er Ge­schäfts­füh­rer der Lu­the­ri­schen Be­kennt­nis­ge­mein­schaft in Go­tha. Bis zu sei­ner Ver­haf­tung An­fang 1941 durch die Gesta­po half er im Ber­li­ner „Bü­ro Pfar­rer Gr­über“, Chris­ten jü­di­scher Her­kunft das Le­ben zu ret­ten. Im Mai 1941 wur­de er in das KZ Dach­au ge­schleppt und schließ­lich in ei­ner „Eut­ha­na­sie­an­stalt“bei Linz er­mor­det. 1979 wur­de Syl­ten von der Ge­denk­stät­te Yad Vas­hem als Ge­rech­ter un­ter den Völ­kern ge­ehrt. Die Thü­rin­ger kön­nen stolz auf ihn sein. Die Ver­an­stal­tung be­ginnt am Mitt­woch, 14. No­vem­ber, um 10 Uhr im Ge­mein­de­saal des Gotha­er Au­gus­ti­ner­klos­ters.

www.tlz.de/ge­dan­ken­rei­sen Kon­takt: g.som­mer@tlz.de

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