1,7 Ton­nen Weih­nachts­bäu­me zum Ent­sor­gen nach Ae­mi­li­en­hau­sen

Thüringische Landeszeitung (Unstrut-Hainich-Kreis) - - KULTUR & FREIZEIT -

Bäu­me kön­nen zum Rest­müll oder bei An­nah­me­stel­len ab­ge­ge­ben wer­den. Ver­ei­ne rich­ten vie­ler­orts Knut­fes­te aus So schön ein ge­schmück­ter Weih­nachts­baum auch aus­sieht, spä­tes­tens nach dem Jah­res­wech­sel ist es für die meis­ten Men­schen an der Zeit, ihn ab­zu­schmü­cken und den Baum los­zu­wer­den. Zum zwei­ten Mal küm­mert sich nun der Ab­fall­wirt­schafts­be­trieb um die aus­ge­dien­ten Bäu­me im Un­st­rut-hai­nichk­reis. In den ers­ten vier Wo­chen des neu­en Jah­res, al­so noch bis zum 25. Ja­nu­ar, wer­den die weih­nacht­li­chen Über­bleib­sel mit dem Rest­müll kos­ten­frei von der Müll­ab­fuhr mit­ge­nom­men. Da­für soll­ten die Bäu­me auf 1,5 Me­ter ge­stutzt und zum Lee­rungs­ter­min ne­ben die graue Ton­ne ge­stellt wer­den, in­for­miert Ab­fall­wirt­schafts­be­triebs­lei­te­rin Ilo­na Har­tung auf An­fra­ge unserer Zei­tung. Wird kei­ne Rest­müll­ton­ne be­reit­ge­stellt, kann der Weih­nachts­baum ein­fach an der Stel­le ab­ge­legt wer­den, an der die Ton­ne nor­ma­ler­wei­se zur Müll­ab­ho­lung be­reit­steht. Die ab­ge­hol­ten Bäu­me wer­den dann zu­sam­men mit dem Rest­müll zum Zweck­ver­band Ab­fall­wirt­schaft Nord­thü­rin­gen nach Klein­fur­ra ge­bracht und dort ver­brannt. „Na­tür­lich be­deu­tet das für un­se­re Mit­ar­bei­ter mehr Ar­beit. Es ist aber mach­bar“, sagt Ilo­na Har­tung. Ne­ben der Ar­beit sind auch die Kos­ten für die Müll­an­nah­me durch den Ab­fall­zweck­ver­band ent­spre­chend hö­her. Die kos­ten­freie Ab­ho­lung im Ja­nu­ar gel­te al­ler­dings nur für die Weih­nachts­bäu­me. „Im ver­gan­ge­nen Jahr woll­te je­mand sei­ne aus dem Gar­ten aus­ge­gra­be­nen Ko­ni­fe­ren gleich mit ent­sor­gen“, be­rich­tet Har­tung. „Die wur­den ein­fach ne­ben den Rest­ab­fall­be­häl­ter ge­legt.“Seit ei­nem Jahr sind die Mit­ar­bei­ter des Ab­fall­wirt­schafts­be­triebs für die Ent­sor­gung der Bäu­me ver­ant­wort­lich. Nach­dem die Stadt Mühlhausen in 2017 kei­ne Sam­mel­stel­len für ei­ne kos­ten­freie Weih­nachts­bau­m­ab­ho­lung mehr an­ge­bo­ten hat­te, such­te die Kreis­ver­wal­tung nach ei­ner kreis­über­grei­fen­den Lö­sung und be­auf­trag­te den Ab­fall­wirt­schafts­be­trieb mit der Ab­ho­lung der Bäu­me. Ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit, den Weih­nachts­baum los­zu­wer­den, bie­tet sich an der Um­la­de­sta­ti­on Ae­mi­li­en­hau­sen. Dort kön­nen die Bäu­me bis En­de Ja­nu­ar kos­ten­frei ab­ge­ge­ben wer­den. „Sie wer­den dann mit dem Grün­schnitt zur Kom­pos­tie­rung nach Nie­der­dor­la ge­bracht“, weiß Har­tung. Et­wa 1,7 Ton­nen brach­ten die Weih­nachts­bäu­me An­fang 2018 auf die Waa­ge – rund die Hälf­te im Ver­gleich zum Vor­jahr. An­fang 2017 wa­ren es et­wa 3,1 Ton­nen. In je­nem Jahr hol­ten we­der die Stadt Mühlhausen noch der Ab­fall­wirt­schafts­be­trieb des Krei­ses die Bäu­me vor der Haus­tür ab. Der Wert von 2018 zeigt, dass die Op­ti­on der Ab­ho­lung mit dem Rest­müll an­ge­nom­men wird. Nach dem 31. Ja­nu­ar kos­tet die Ab­ga­be Geld. In vie­len Or­ten im Kreis ent­le­di­gen sich die Men­schen auf an­de­re Wei­se ih­rer ge­brauch­ten Bäu­me. Die Weih­nachts­baum­ver­bren­nung hat sich zu ei­ner Tra­di­ti­on ent­wi­ckelt. In ge­müt­li­cher Run­de ge­hen die Bäu­me un­ter an­de­rem am Sams­tag ab 18 Uhr in As­cha­ra und Thams­brück, am 19. Ja­nu­ar in Schlotheim und am 26. Ja­nu­ar in Len­ge­feld in Flam­men auf. In Bi­cken­rie­de ver­an­stal­tet der Orts­teil­rat am 2. Fe­bru­ar vor der Ver­bren­nung ein Weih­nachts­baum-weit­wer­fen. Ein amü­san­tes Kräf­te­mes­sen, um die Bäu­me los­zu­wer­den.

An der Um­la­de­sta­ti­on in Ae­mi­li­en­hau­sen kön­nen noch bis zum . Ja­nu­ar ab­ge­schmück­te Tan­nen­bäu­me kos­ten­frei zur Ent­sor­gung ab­ge­ge­ben wer­den. Die wer­den dann zu­sam­men mit dem Grün­gut zum Kom­pos­tie­ren ge­bracht. FO­TO: DA­NI­EL VOLK­MANN

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