Tau­sen­de Acht­kläss­ler wer­den wie­der zu Ju­gend­wei­hen er­war­tet

Zahl bleibt in Thü­rin­gen seit Jah­ren auf ähn­li­chem Ni­veau – Auch Kon­fir­ma­ti­on oder Fir­mung als Über­gangs­ri­ten in die Welt der Er­wach­se­nen ge­fragt

Thüringische Landeszeitung (Weimar) - - THÜRINGEN - VON MA­RIE FRECH

Tau­sen­de Acht­kläss­ler aus ganz Thü­rin­gen wer­den nach Schät­zun­gen in die­sem Jahr wie­der zu Ju­gend­wei­hen er­war­tet. Seit Jah­ren blei­be die Zahl auf ei­nem ähn­li­chen Ni­veau, sag­te die Spre­che­rin des In­ter­es­sens­ver­bands Ju­gend­wei­he Thü­rin­gen Da­na Grosch. Die Ju­gend­wei­he-Sai­son be­ginnt die­sen Sams­tag. Die kon­fes­si­ons­freie Ju­gend­wei­he ist die be­lieb­tes­te Mün­dig­keits­fei­er in Thü­rin­gen.

Bei den Pro­tes­tan­ten er­war­tet das Kin­der- und Ju­gend­pfarr­amt der Evan­ge­li­schen Kir­che in Mit­tel­deutsch­land (EKM) die­ses Jahr et­wa 3800 Kon­fir­man­den in Thü­rin­gen und Sach­senAn­halt. Nach der Kon­fir­ma­ti­on sind die jun­gen Leu­te dann et­wa zum Abend­mahl zu­ge­las­sen. Die Fei­ern fin­den stets in dem Zei­t­raum vom Palm­sonn­tag bis Pfings­ten statt.

Die Zahl der Kon­fir­man­den be­we­ge sich seit ei­ni­gen Jah­ren stets zwi­schen 3800 und 4000, sag­te EKM-Spre­che­rin Sol­veig Grahl. Schwan­kun­gen lie­ßen sich un­ter an­de­rem mit ge­bur­ten­star­ken oder -schwa­chen Jahr­gän­gen er­klä­ren.

Ex­kur­sio­nen als Vor­be­rei­tung

Das Bis­tum Er­furt rech­net mit rund 900 ka­tho­li­schen Fir­mun­gen über das gan­ze Jahr ver­teilt. Das sei ein leich­ter Rück­gang in to­ta­len Zah­len, aber in Be­zug zu den all­ge­mein rück­läu­fi­gen Zah­len der Ka­tho­li­ken im Frei­staat sta­bil, sag­te der Bis­tums­spre­cher Pe­ter Wei­de­mann.

Die Vor­be­rei­tung auf die Fei­er­lich­kei­ten ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­än­dert, heißt es aus der EKM und dem In­ter­es­sen­ver­band Ju­gend­wei­he.

„The­men, die le­bens­re­le­vant für jun­ge Men­schen sind, fin­den deut­lich mehr Be­ach­tung, ak­tu­el­le Fil­me und Mu­sik spie­len ei­ne Rol­le“, sag­te der EKM-Lan­des­ju­gend­pfar­rer Pe­ter Herr­furth. Klas­si­scher wö­chent­li­che Kon­fir­man­den­un­ter­richt ha­be zu­guns­ten an­de­rer For­ma­te ab­ge­nom­men. Statt­des­sen ge­be es nun mehr Aus­flü­ge, „Kon­fiG­rup­pen“über­nach­te­ten in Kir­chen oder be­such­ten er­leb­nis­päd­ago­gi­sche Ein­rich­tun­gen. Auch wür­den auf so­zia­le Platt­for­men im In­ter­net ge­nutzt – für Ein­la­dun­gen, aber auch für Got­tes­diens­te.

Auch in der Vor­be­rei­tung auf die Ju­gend­wei­he setz­ten die Ver­ant­wort­li­chen in Thü­rin­gen viel auf Ex­kur­sio­nen. „Es geht et­wa nach Bu­chen­wald, zu Ge­richts­ver­hand­lun­gen, aber auch Aus­flü­ge zur Be­rufs­ori­en­tie­rung zu Hand­wer­kern kom­men vor“, be­rich­te­te Da­na Grosch vom In­ter­es­sen­ver­band. Be­liebt sei­en aber auch Ver­an­stal­tun­gen, die über In­ter­net­recht in­for­mier­ten oder Fo­to­gra­fie­kur­se. „Die Ju­gend­li­che kön­nen selbst ent­schei­den, was sie tun wol­len.“Oft ge­he es auch dar­um, sich so­zi­al ein­zu­brin­gen.

Ei­ne Kar­te mit der Auf­schrift Ju­gend­wei­he und Ro­sen lie­gen wäh­rend ei­ner Ju­gend­wei­hefei­er auf ei­nem Tisch. Ar­chiv­fo­to: Wolf­gang Klu­ge, dpa

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