Wie­der re­gu­lä­re Öff­nungs­zei­ten in der Ta­ges­stät­te So­phi­en­gar­ten

Kon­struk­ti­ves Ge­spräch von Ge­schäfts­füh­rung und El­tern­ver­tre­tern. Kurz­fris­tig zwei Neu­ein­stel­lun­gen mög­lich

Thüringische Landeszeitung (Weimar) - - WEIMAR - VON MICHA­EL BAAR

Ent­span­nung in der Kin­der­ta­ges­stät­te So­phi­en­gar­ten. Das Kri­sen­tref­fen der El­tern­ver­tre­ter mit der Ge­schäfts­füh­rung der Dia­ko­nie­stif­tung Wei­mar Bad Lo­ben­stein hat den Ge­sprächs­fa­den wie­der auf­ge­nom­men. So­wohl der Ge­schäfts­füh­rer Rei­ner Ne­u­mer als auch El­tern­spre­che­rin Ul­ri­ke Gros­se-Rö­thig schil­der­ten das Ge­spräch an­schlie­ßend als sehr of­fen und kon­struk­tiv.

„Wir spra­chen vor­han­de­ne Pro­ble­me klar an, er­läu­ter­ten be­kann­te Ur­sa­chen und ver­such­ten ge­mein­sam, wei­te­re Ur­sa­chen zu ana­ly­sie­ren.“So be­schreibt es Rei­ner Ne­u­mer. Ul­ri­ke Gros­se-Rö­thig meint zwar, dass die Dia­ko­nie­ver­tre­ter erst im Ge­spräch er­kann­ten, wie ernst die El­tern die Si­tua­ti­on ein­schät­zen. Von da an sei der Aus­tausch aber sehr kon­struk­tiv ver­lau­fen. „Es wur­de dann ein sehr lan­ges Ge­spräch“, er­in­nert sich die El­tern­spre­che­rin.

Hin­ter­grund: Die Ein­rich­tung hat­te in der ver­gan­ge­nen Wo­che we­gen Per­so­nal­man­gels die Be­treu­ungs­zei­ten ver­kürzt. Das be­grün­de­te die Dia­ko­nie mit der Grip­pe­wel­le. Nach Auf­fas­sung der El­tern­ver­tre­ter war das als al­lei­ni­ge Be­grün­dung aber zu kurz ge­grif­fen. Aus ih­rer Sicht be­müh­te sich der Trä­ger nicht aus­rei­chend um das Per­so­nal der Kin­der­ta­ges­stät­te.

Im Ge­spräch mit den El­tern be­rich­te­te die Dia­ko­nie­stif­tung nun, dass man am Vor­tag zwei Be­wer­be­rin­nen für die frei­en Stel­len zu­sa­gen konn­te. Sie wür­den bis Mit­te April die Ar­beits­stel­le an­tre­ten. „Da­mit wird schon ei­ne deut­li­che Ent­las­tung ein­tre­ten“, so der Ge­schäfts­füh­rer. Die drit­te Be­wer­be­rin kön­ne we­gen lan­ger Kün­di­gungs­fris­ten an ih­rer bis­he­ri­gen Ar­beits­stel­le erst im Sep­tem­ber be­gin­nen.

Wei­te­res Per­so­nal will die Dia­ko­nie­stif­tung im Ju­ni und Ju­li ge­win­nen, wenn die Aus­bil­dungs­gän­ge für Er­zie­herin­nen en­den. Bis da­hin wer­de die Si­tua­ti­on in der Ein­rich­tung „durch ar­beits­ver­trag­lich vor­ge­se­he­ne St­un­den­er­hö­hun­gen und, wenn er­for­der­lich, durch Ver­stär­kung aus an­de­ren Ein­rich­tun­gen sta­bi­li­siert“, heißt es in ei­ner Mit­tei­lung der Dia­ko­nie­stif­tung.

Mit dem Team der Ta­ges­stät­te So­phi­en­gar­ten sol­len ab April meh­re­re Su­per­vi­sio­nen durch­ge­führt wer­den, kün­dig­te der freie Trä­ger an. Auch die­se Ge­sprächs­run­den sol­len der Ana­ly­se der Si­tua­ti­on und de­ren Ver­bes­se­rung die­nen. Die El­tern­ver­tre­ter be­grü­ßen das: „So lan­ge sich et­was be­wegt, ist es gut.“

Ge­schäfts­füh­rer Rei­ner Ne­u­mer will den Kon­takt nicht ab­bre­chen las­sen: „Noch vor den Som­mer­fe­ri­en tref­fen wir uns wie­der mit dem El­tern­bei­rat, um die be­spro­che­nen Maß­nah­men zu eva­lu­ie­ren. Falls es den­noch künf­tig zu Kri­sen kom­men soll­te, sind Ad-hoc-Ge­sprä­che mit dem El­tern­bei­rat ver­ein­bart.“Zu­dem will sich die Dia­ko­nie bei der Stadt für Bei­trags­er­stat­tun­gen we­gen der ver­kürz­ten Öff­nungs­zei­ten ver­wen­den. Das sei am Mitt­woch be­reits ge­sche­hen. In der Wo­che nach Os­tern sol­len wie­der die re­gu­lä­ren Öff­nungs­zei­ten gel­ten.

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