Au­to-Zu­las­sung soll bald on­line mög­lich sein

Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er für An- und Um­mel­dung über das Netz

Thüringische Landeszeitung (Weimar) - - ERSTE SEITE - VON JO­CHEN GAU­GE­LE UND PHIL­IPP NE­U­MANN

Die Zu­las­sung von Kraft­fahr­zeu­gen soll vom kom­men­den Jahr an grund­sätz­lich on­line mög­lich sein. Dem­nach hat das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um ei­ne Ver­ord­nung auf den Weg ge­bracht, die auch das erst­ma­li­ge An­mel­den und das Um­mel­den von Fahr­zeu­gen im In­ter­net er­laubt. „Wir wol­len weg vom Pa­pier­kram und läs­ti­gen Be­hör­den­gän­gen hin zu ei­ner mo­der­nen, di­gi­ta­len Ver­wal­tung“, sag­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU). „Künf­tig heißt es: kli­cken und los­fah­ren.“Das sei ei­ne enor­me Er­leich­te­rung für den Neu- und Ge­braucht­wa­gen­markt.

Ab­mel­dung und Wie­der­zu­las­sung sind in be­stimm­ten Fäl­len be­reits di­gi­tal mög­lich. Mit der Ver­ord­nung könn­ten auch die Erst­zu­las­sung, die un­ein­ge­schränk­te Wie­der­zu­las­sung, die Um­schrei­bung von Fahr­zeu­gen so­wie Adres­sän­de­run­gen im In­ter­net er­fol­gen, heißt es zu dem Vor­ha­ben wei­ter.

Der Ver­ord­nungs­ent­wurf des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums soll als Nächs­tes mit an­de­ren Mi­nis­te­ri­en, Bun­des­län­dern und Ver­bän­den ab­ge­stimmt wer­den. Bis En­de die­ses Jah­res sol­len be­reits die recht­li­chen Grund­la­gen ge­schaf­fen wer­den. Nach ei­ner Zu­stim­mung von Bun­des­tag und Bun­des­rat – die Ver­ord­nung ist zu­stim­mungs­pflich­tig – sol­len die neu­en Re­ge­lun­gen im Lau­fe des Jah­res 2019 in Kraft tre­ten.

Die Zu­las­sung von Kraft­fahr­zeu­gen soll vom kom­men­den Jahr an grund­sätz­lich on­line mög­lich sein. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat jetzt ei­ne Ver­ord­nung auf den Weg ge­bracht, die auch das erst­ma­li­ge An­mel­den und das Um­mel­den von Fahr­zeu­gen im In­ter­net er­laubt. „Wir wol­len weg vom Pa­pier­kram und läs­ti­gen Be­hör­den­gän­gen hin zu ei­ner mo­der­nen, di­gi­ta­len Ver­wal­tung“, sag­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er (CSU) un­se­rer Re­dak­ti­on. „Künf­tig heißt es ein­fach: Kli­cken und los­fah­ren.“Das sei ei­ne enor­me Er­leich­te­rung für den Neu- und Ge­braucht­wa­gen­markt, zeig­te sich Scheu­er über­zeugt.

Ab­mel­dung und Wie­der­zu­las­sung sind in be­stimm­ten Fäl­len be­reits jetzt di­gi­tal mög­lich. Mit der Ver­ord­nung kön­nen nun aber auch die Erst­zu­las­sung von Fahr­zeu­gen, die un­ein­ge­schränk­te Wie­der­zu­las­sung, die Um­schrei­bung von Fahr­zeu­gen so­wie Adres­sän­de­run­gen im In­ter­net er­fol­gen.

Hal­ter brau­chen ei­nen der neu­en Per­so­nal­aus­wei­se

Der Ver­ord­nungs­ent­wurf des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums soll in den nächs­ten Wo­chen mit an­de­ren Mi­nis­te­ri­en in der Bun­des­re­gie­rung, mit den Bun­des­län­dern und mit Ver­bän­den ab­ge­stimmt wer­den. Bis En­de 2018 sol­len auf die­se Wei­se die nö­ti­gen recht­li­chen Grund­la­gen ge­schaf­fen wer­den. Nach ei­ner Zu­stim­mung von Bun­des­tag und Bun­des­rat – die Ver­ord­nung ist zu­stim­mungs­pflich­tig – sol­len die neu­en Re­ge­lun­gen nach An­ga­ben des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums „im Lau­fe des Jah­res 2019“in Kraft tre­ten.

Be­reits seit 2015 kön­nen Fahr­zeu­ge on­line ab­ge­mel­det wer­den. Seit fast ei­nem Jahr ist es zu­dem mög­lich, ein ab­ge­mel­de­tes Fahr­zeug wie­der zu­zu­las­sen, wenn der Hal­ter, das Kenn­zei­chen und der Zu­las­sungs­be­zirk iden­tisch sind. Künf­tig sol­len Fahr­zeu­ge auch nach ei­nem Hal­ter­wech­sel im In­ter­net zu­ge­las­sen wer­den. Dies soll für al­le Ar­ten von Fahr­zeu­gen gel­ten – al­so für Au­tos, Mo­tor­rä­der, Last­wa­gen und auch für An­hän­ger.

Die Vor­aus­set­zun­gen, die da­für schon jetzt gel­ten, sol­len auch für die er­wei­ter­te On­li­ne­Zu­las­sung gel­ten. Die wich­tigs­te da­von: Der Fahr­zeug­hal­ter braucht ei­nen der seit 2010 aus­ge­ge­be­nen neu­en elek­tro­ni­schen Per­so­nal­aus­wei­se, mit dem er sich on­line iden­ti­fi­zie­ren kann. Ob und wie weit da­mit die Zu­las­sung auf Fir­men mög­lich sein wird, ist al­ler­dings noch un­klar.

Nö­tig für die On­line-Zu­las­sung ist au­ßer­dem ein Le­se­ge­rät für den Per­so­nal­aus­weis oder ein Smart­pho­ne, das mit ei­ner kos­ten­lo­sen App re­la­tiv ein­fach als Le­se­ge­rät um­funk­tio­niert wer­den kann. Die Kfz-Ver­si­che­rung muss eben­falls ei­ne elek­tro­ni­sche Ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung zur Ver­fü­gung stel­len.

Sind die Amts­ge­schäf­te im In­ter­net er­le­digt, wer­den Fahr­zeug­schein und fäl­schungs­si­che­re Kenn­zei­chen­pla­ket­ten zwi­schen dem Hal­ter und der Zu­las­sungs­stel­le per Post hin­und her­ge­schickt. Die Kenn­zei­chen und die Be­schei­ni­gung über die Haupt­un­ter­su­chung muss sich der Fahr­zeug­hal­ter noch selbst be­sor­gen. Aber auch Kenn­zei­chen gibt es in­zwi­schen im In­ter­net, sie wer­den dann zu­ge­schickt.

Wie schnell die Fahr­zeug­zu­las­sung im In­ter­net mög­lich sein wird, hängt im We­sent­li­chen von den Bun­des­län­dern und den Städ­ten und Ge­mein­den ab. Sie sind für die On­line-Por­ta­le und die tech­ni­sche In­fra­struk­tur zu­stän­dig, auf de­nen die ört­li­chen Zu­las­sungs­be­hör­den die In­ter­net-Zu­las­sung an­bie­ten sol­len. Vie­le Kom­mu­nen stel­len sich aber be­reits seit ei­ni­ger Zeit dar­auf ein. Sie bie­ten auch schon jetzt die bis­he­ri­gen For­men der di­gi­ta­len Ab- und An­mel­dung an. Die Nach­fra­ge der Bür­ger da­nach ist bis­lang eher ge­ring.

Nur je­der Zehn­te er­le­digt Be­hör­den­gän­ge on­line

Als Grund da­für gel­ten vor al­lem die tech­ni­schen Hür­den für Amts­ge­schäf­te im In­ter­net. Noch ha­ben nicht al­le Bun­des­bür­ger den elek­tro­ni­schen Per­so­nal­aus­weis, und nur ein Teil da­von nutzt ihn auch. Laut ei­ner im Früh­jahr die­ses Jah­res ver­öf­fent­lich­ten Um­fra­ge hat nur je­der zehn­te Deut­sche in den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten Be­hör­den­gän­ge über das In­ter­net er­le­digt. Je­der zwei­te er­schien da­ge­gen per­sön­lich auf dem Amt. Der Rest nutz­te klas­sisch den Post­weg.

Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um will mit der On­line-Zu­las­sung ei­nen gro­ßen Schritt in Rich­tung di­gi­ta­le Ver­wal­tung ma­chen. Das Po­ten­zi­al ist groß: 2017 wur­den 3,4 Mil­lio­nen Au­tos neu zu­ge­las­sen. Gleich­zei­tig wech­sel­ten 7,3 Mil­lio­nen Ge­braucht­wa­gen den Be­sit­zer.

CSU-Bun­des­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er. Fo­to: Kay Niet­feld, dpa

„Künf­tig heißt es ein­fach: Kli­cken und los­fah­ren“: Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er, hier beim Be­such des Kraft­fahrt-Bun­des­am­tes in Flens­burg. Fo­to: Cars­ten Reh­der,dpa

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