Air Ber­lin zahlt Geld zu­rück

136 Mil­lio­nen Eu­ro ge­hen an Staat

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - WIRTSCHAFT - Von Do­mi­nik Bath

Nach der Plei­te von Air Ber­lin im Au­gust 2017 er­hält der Staat im­mer mehr Geld aus dem um­strit­te­nen Hilfs­kre­dit über 150 Mil­lio­nen Eu­ro an die Flug­ge­sell­schaft zu­rück. „Seit An­fang des Jah­res ist es uns ge­lun­gen, wei­te­re knapp 40 Mil­lio­nen Eu­ro auf das KfW-Dar­le­hen zu­rück­zu­zah­len. Stand heu­te konn­ten wir da­mit über 136 Mil­lio­nen Eu­ro zu­rück­füh­ren“, sag­te Air-Ber­lin-In­sol­venz­ver­wal­ter Lu­cas Flö­ther der „Ber­li­ner Mor­gen­post“. Im De­zem­ber er­reich­te die Hö­he der ge­leis­te­ten Rück­zah­lun­gen erst rund 98 Mil­lio­nen Eu­ro.

Die Staats­bank KfW hat­te der Ber­li­ner Air­line nach der In­sol­venz im Au­gust 2017 auf Ge­heiß der Bun­des­re­gie­rung 150 Mil­lio­nen Eu­ro ge­lie­hen, um ei­nen Kol­laps des Flug­ver­kehrs in den Som­mer­fe­ri­en zu ver­hin­dern. Der Bund bürg­te ge­gen­über der Bank für die Rück­zah­lung. Falls aus der Ver­wer­tung der Air-Ber­lin-Res­te nicht das ge­sam­te Dar­le­hen zu­rück­ge­zahlt wer­den kann, springt der Staat ein. Das dürf­te­n­ach­den­neus­tenZah­len je­doch nicht nö­tig sein. „Da­mit ist die Wahr­schein­lich­keit ge­stie­gen, dass wir in der La­ge sein wer­den, das ge­sam­te Dar­le­hen zu til­gen – al­ler­dings oh­ne Zin­sen“, sag­te Flö­ther.

In­sol­venz­ver­wal­ter Flö­ther hat­te zu­letzt nicht nur ver­sucht die Mar­ken­rech­te von Air Ber­lin zu Geld zu ma­chen. Viel­mehr ist es dem Rechts­an­walt nun of­fen­bar auch ge­lun­gen, so­ge­nann­te An­fech­tungs­an­sprü­che durch­zu­set­zen. Im Fo­kus stan­den da­bei Zah­lun­gen von Air Ber­lin in den Mo­na­ten un­mit­tel­bar vor der Plei­te.

Zu­letzt konn­te Flö­ther nach In­for­ma­tio­nen der „Ber­li­ner Mor­gen­post“un­ter an­de­rem Ge­büh­ren von Flug­hä­fen zu­rück­for­dern. Auch ein Teil be­reits be­zahl­ter So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge flos­sen von Kon­ten der Kran­ken­kas­sen zu­rück an Air Ber­lin. Die Flug­ge­sell­schaft war im Au­gust 2017 in die In­sol­venz ge­rutscht. Mehr als 8000 Mit­ar­bei­ter ver­lo­ren ih­ren Ar­beits­platz.

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