BDI: Im Os­ten feh­len Fach­kräf­te

Be­deu­tung von Wei­ter­bil­dung be­tont

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - WIRTSCHAFT -

Die ost­deut­sche Wirt­schaft hat aus Sicht des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen In­dus­trie (BDI) seit dem Mau­er­fall enorm ge­won­nen, ste­he je­doch auch vor Pro­ble­men.

„Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung be­trug das Brut­to­in­lands­pro­dukt pro Kopf gera­de ein Drit­tel des west­deut­schen Ni­veaus, heu­te liegt es bei fast 75 Pro­zent“, sag­te der stell­ver­tre­ten­de Haupt­ge­schäfts­füh­rer des BDI, Hol­ger Lösch, vor Be­ginn des Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rums heu­te in Bad Saa­row. Das Wirt­schafts­fo­rum dau­ert an bis mor­gen. „Das Pro-Kopf-Ein­kom­men hat sich mehr als ver­dop­pelt, die Pro­duk­ti­vi­tät stieg um das Vier­fa­che.“Über­durch­schnitt­li­che Er­fol­ge ge­be es in der In­fra­struk­tur­aus­stat­tung, in der Wohn­qua­li­tät und im Um­welt­schutz.

Al­ler­dings herr­sche in Ost­deutsch­land ein aku­ter Fach­kräf­te­man­gel, warn­te Lösch. Da­her müss­ten Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung in­ten­si­viert wer­den. „Aber auch die At­trak­ti­vi­tät für Zu­wan­de­rung muss er­höht wer­den“, be­ton­te Lösch. „Of­fe­ne oder la­ten­te Frem­den­feind­lich­keit er­weist gan­zen Re­gio­nen ei­nen Bä­ren­dienst.“

Wahr sei auch, dass der wirt­schaft­li­che Auf­hol­pro­zess in Ost­deutsch­land der­zeit sta­gnie­re. „Das liegt un­ter an­de­rem an der klein­tei­li­ge­ren Wirt­schafts­struk­tur so­wie am Feh­len gro­ßer Un­ter­neh­men und Kon­zern­zen­tra­len zwi­schen Ost­see und Erz­ge­bir­ge, was der lan­gen Tei­lung ge­schul­det ist“, mein­te Lösch. (dpa/red)

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