Lipp­ner macht nicht wei­ter

Mit Hol­ger Lipp­ner, der das Amt als Ver­eins­vor­sit­zen­der beim HSV Wei­mar ab­gibt

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - SPORT - Von Chris­ti­an Al­brecht

Et­was mehr als sechs Jah­re war Hol­ger Lipp­ner Vor­sit­zen­der des HSV Wei­mar, dem größ­ten Sport­ver­ein in der Goe­the­stadt. Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung am heu­ti­gen Mitt­woch wird er al­ler­dings nicht zur Wie­der­wahl an­tre­ten. Wir spra­chen mit ihm über die Grün­de, wie gut der Ver­ein der­zeit auf­ge­stellt ist und was sein Nach­fol­ger für den Job so mit­brin­gen muss.

War­um tre­ten Sie nicht mehr als Ver­eins­vor­sit­zen­der zur Wahl an?

Das hat pri­va­te Grün­de. Ich bin be­ruf­lich sehr ein­ge­spannt und ha­be ein­fach nicht mehr die Zeit, die es für die nächs­ten Mo­na­te und Jah­re bräuch­te.

Ha­ben die an­de­ren Vor­stands­mit­glie­der Ver­ständ­nis ge­zeigt?

Ja auf je­den Fall. Ich ge­he nicht im Bö­sen. Und nur weil ich ge­he, heißt das nicht, dass der Ver­ein jetzt zu­grun­de geht. Der Groß­teil des Vor­stan­des bleibt ja be­ste­hen.

Gibt es ei­nen Nach­fol­ger?

Es gibt ei­nen Kan­di­da­ten, der zur Wahl an­tritt und ich den­ke, dass er auch mit gro­ßer Mehr­heit ge­wählt wird. Ei­nen Na­men will ich aber nicht ver­ra­ten.

Was muss denn der neue Ver­eins­vor­sit­zen­de mit­brin­gen?

Zu al­ler erst na­tür­lich In­ter­es­se am Sport. Wich­tig ist aber auch ein gu­tes Netz­werk so­wie die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den ein­zel­nen Ab­tei­lun­gen. Aber da ist der Vor­stand schon gut da­bei und mein Nach­fol­ger hat auf je­den Fall je­de Men­ge Kon­tak­te. Na­tür­lich gilt es auch im­mer das Ver­hält­nis mit dem Sport­amt und der Stadt zu pfle­gen.

Wie geht es mit Ih­nen wei­ter?

Ich blei­be Ver­eins­mit­glied, mehr aber auch nicht. Ein an­de­res Amt wer­de ich nicht be­klei­den.

Wie sind die ge­ne­rell mit ih­ren sechs Jah­ren Amts­zeit zu­frie­den?

Ich den­ke, dass wir die gu­te Ar­beit von Karl-Heinz Mül­ler fort­ge­führt ha­ben und der Ver­ein wei­ter­hin auf si­che­ren Bei­nen steht. Fi­nan­zi­ell ha­ben wir ein gu­tes Jahr hin­ter uns. Es gibt im­mer Ab­tei­lun­gen, die kei­ne wei­te­ren Mit­glie­der auf­neh­men kön­nen. Die Nach­wuchs­ar­beit funk­tio­niert, das zeigt sich un­ter an­de­rem bei den Bas­ket­bal­lern, wo vie­le Kin­der hin­zu ge­kom­men sind. Ei­nen Schat­ten wird na­tür­lich der Miss­brauchs­fall auf die ei­gent­lich gu­te Zeit als Vor­sit­zen­der wer­fen. Die Sa­che macht mich per­sön­lich im­mer noch sehr be­trof­fen. Seit dem ha­ben wir vie­le Maß­nah­men ein­ge­lei­tet, da­mit sowas hof­fent­lich nicht wie­der vor­kommt. Da­zu wer­de ich in mei­ner Re­de noch mehr sa­gen.

Sie mein­ten, dass Sie nicht mehr die Zeit ha­ben. Was ste­hen denn im Ver­ein für wich­ti­ge Din­ge auf dem Plan?

Das größ­te Pro­jekt ist die Sport­hal­le für die Turn-Ab­tei­lung, die wir schon seit ei­ni­ger Zeit pla­nen. Da­für braucht es aber viel Geld. Wir ha­ben zwar ein paar Rück­la­gen, aber das reicht noch nicht. Zu­dem be­kom­men wir im Brei­ten­sport und bei den Se­nio­ren im­mer mehr Mit­glie­der. Hier­für müs­sen wir auch die nö­ti­gen Trai­ner ge­win­nen.

FO­TO: PRI­VAT

Hol­ger Lipp­ner zieht sich beim HSV Wei­mar zu­rück.

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