Welt­pre­mie­re und Sturz­pech

Beim drit­ten Tur­nier der Mo­to­cross-Free­style-WM holt Han­nes Acker­mann ei­nen star­ken vier­ten Platz. Bru­der Luc nach Un­fall nicht im Fi­na­le

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - SPORT - Von Tho­mas Ru­dolph und Oli­ver Fran­ke

Zwei Ta­ge nach sei­nem Un­fall blick­te Luc Acker­mann schon wie­der nach vorn. „Jetzt gilt es erst ein­mal zu trai­nie­ren. Das war ein doo­fer Feh­ler von mir, aber ich konn­te noch wei­ter­fah­ren und ha­be mich glück­li­cher­wei­se nicht ver­letzt“, sag­te der 21-Jäh­ri­ge aus Nie­der­dor­la.

Beim drit­ten Stopp der WMSe­rie „Night of the Jumps“im schwei­ze­ri­schen Zü­rich bau­te der Mo­to­cross-Free­sty­ler bei sei­nem „Sur­fer Tsu­na­mi Flip“ei­nen Un­fall. Zwar rich­te­te er sich wie­der auf und zeig­te trotz Un­si­cher­heit, ob das Mo­tor­rad in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen war, sei­ne Sprün­ge. In der End­ab­rech­nung reich­te es für den bis da­hin WM-Füh­ren­den aber „nur“zum sieb­ten Platz – das Fi­na­le der bes­ten sechs wur­de so­mit ver­passt. Dau­er­kon­kur­rent Mai­kel Me­le­ro aus Spa­ni­en setz­te sich so­wohl in der Qua­li­fi­ka­ti­on als auch im Fi­na­le sou­ve­rän durch und lös­te Luc vor­erst in der WM-Rang­lis­te ab. 92 Punk­ten ste­hen 89 für den Thü­rin­ger ge­gen­über. Deut­lich bes­ser ver­lief die Ver­an­stal­tung für Bru­der Han­nes, der seit die­ser Sai­son auf der Tour wie­der für Fu­ro­re sorgt. Der 29-Jäh­ri­ge – im Ge­gen­satz zu Luc (Hus­qvar­na) auf ei­ner KTM-Ma­schi­ne un­ter­wegs – un­ter­mau­er­te ein­mal mehr sei­ne gu­te Form, die er schon in Mün­chen un­ter Be­weis stell­te.

Be­reits in der Qua­li­fi­ka­ti­on prä­sen­tier­te Han­nes mit dem „No Hand Front­flip“ei­nen neu­en Sprung in sei­nem Trick­re­per­toire. Da­mit si­cher­te er sich den fünf­ten Platz der Vor­run­de und zog mit 266 Punk­ten in das Fi­na­le der bes­ten Sechs ein.

In der End­run­de muss­te der Thü­rin­ger dann zehn Sprün­ge zei­gen und tat dies in be­ein­dru­cken­der Ma­nier. Als letz­ten Sprung, für den es die dop­pel­te Punkt­zahl gibt, pack­te der äl­te­re Acker­mann mit dem „Front­flip Nac Nac“über die me­cha­ni­sche Ram­pe ei­ne Welt­pre­mie­re aus. Das wuss­ten die Ju­ro­ren zu wür­di­gen. Mit 317 Punk­ten lan­de­te der Nie­der­dor­la­er auf dem 4. Rang. Gan­ze vier Punk­te fehl­ten für ei­nen Platz auf dem Po­dest.

„Ich bin mehr als hap­py mit mei­nem Fi­nal Run. Ich wuss­te erst nicht, was ich als letz­ten Trick ma­chen soll­te. Da ha­be ich ein­fach den Front­flip Nac Nac ver­sucht. Ich bin froh, dass es ge­klappt hat und dass ich wie­der bei der WM-Se­rie da­bei sein kann,“re­sü­mier­te Han­nes Acker­mann nach dem Fi­na­le.

Da die „Night of the Jumps“nun erst ein­mal in ei­ne län­ge­re Pau­se ge­hen, nut­zen die Brü­der die Zeit, um auf der hei­mi­schen An­la­ge an ih­ren Tricks zu fei­len. Au­ßer­dem ste­hen meh­re­re Show-Ver­an­stal­tun­gen auf dem Pro­gramm, bei de­nen das Duo zu Gast ist und die wag­hal­si­gen Sprün­ge prä­sen­tiert.

Han­nes zeigt im Fi­na­le zwei neue Tricks

FO­TO: OLI­VER FRAN­KE

Wag­hal­sig: Han­nes Acker­mann bei sei­nen Sprün­gen in Zü­rich.

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