Tsche­chi­scher Au­tor Ji­ri Strans­ky ist tot

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - KULTUR & FREIZEIT -

Der tsche­chi­sche Schrift­stel­ler Ji­ri Strans­ky ist am Mitt­woch im Al­ter von 87 Jah­ren ge­stor­ben, gab der tsche­chi­sche PEN-Klub be­kannt. Strans­ky war von 1992 bis 2006 Prä­si­dent der na­tio­na­len Sek­ti­on der Schrift­stel­ler­ver­ei­ni­gung. In sei­nen Ro­ma­nen ver­ar­bei­te­te er sei­ne Er­fah­run­gen als Häft­ling in kom­mu­nis­ti­schen Ar­beits­la­gern, u.a. in den Ur­an­berg­wer­ken von Ja­chy­mov (Sankt Joa­chims­thal). Er war in der da­ma­li­gen Tsche­cho­slo­wa­kei 1953 in ei­nem kon­stru­ier­ten Pro­zess we­gen an­geb­li­cher Spio­na­ge zu acht Jah­ren Ge­fäng­nis ver­ur­teilt wor­den. Strans­ky ver­öf­fent­lich­te auch ei­ne Samm­lung von Mär­chen­er­zäh­lun­gen, die er für sei­ne Toch­ter aus der Haft ge­schrie­ben hat­te, so­wie Ge­dicht­und Pro­sa­samm­lun­gen. Sei­ne La­ger­ro­ma­ne wur­den in Tsche­chi­en vor ei­ni­gen Jah­ren als viel­tei­li­ge Fern­seh­se­rie ver­filmt. „Zum Schrift­stel­ler bin ich erst im Ge­fäng­nis ge­wor­den“, sag­te Strans­ky ein­mal über sich selbst. (dpa)

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