Scholz: „Die Grund­la­ge des Kauf­manns ist das Nör­gel“

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - POLITIK -

Fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) hat wie zu­vor Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) die mas­si­ve Kri­tik der In­dus­trie an der Wirt­schafts- und Steu­er­po­li­tik der Re­gie­rung zu­rück­ge­wie­sen. „Die Grund­la­ge des Kauf­manns ist das Nör­geln“, sag­te Scholz beim Tag der In­dus­trie in Ber­lin. Es kön­ne aber nicht im­mer nur um ein „Wünsch-Dir-Was“ge­hen.

Scholz nann­te als Er­fol­ge der Re­gie­rung ge­stie­ge­ne staat­li­che Aus­ga­ben für For­schung so­wie die ge­plan­te steu­er­li­che For­schungs­för­de­rung von Un­ter­neh­men. Der Vi­ze­kanz­ler wand­te sich er­neut ge­gen von der Wirt­schaft ge­for­der­te mas­si­ve Steu­er­sen­kun­gen. Dies wür­de oh­ne zu­sätz­li­che Staats­schul­den nicht ge­hen. Scholz warn­te au­ßer­dem vor ei­nem in­ter­na­tio­na­len Steu­er­wett­lauf nach un­ten.

Scholz mahn­te au­ßer­dem nach den Tur­bu­len­zen in der SPD ei­ne Rück­kehr zur Sach­ar­beit an. Es wä­re von „al­ler­größ­ter Be­deu­tung“, sich wie­der auf The­men zu kon­zen­trie­ren, sag­te Scholz. Er ging nicht di­rekt ein auf den Rück­tritt von SPD-Par­tei­che­fin Andrea Nah­les ein, nach zu­vor hef­ti­ger par­tei­in­ter­ner Kri­tik. So müs­se Deutsch­land da­für sor­gen, dass es Fort­schrit­te ge­be in Eu­ro­pa, et­wa in der Au­ßen­und Si­cher­heits­po­li­tik oder bei der Stär­kung des Eu­ro. Scholz sprach sich au­ßer­dem er­neut für ei­ne Min­dest­be­steue­rung gro­ßer Kon­zer­ne aus.

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