Kanz­ler­kan­di­dat

Thüringer Allgemeine (Apolda) - - POLITIK -

Of­fi­zi­ell gibt es das Amt ei­nes Kanz­ler­kan­di­da­ten in Deutsch­land nicht. In der Re­gel be­stim­men aber tra­di­tio­nell die bei­den bis­her größ­ten Par­tei­en CDU/CSU und SPD ei­nen Spit­zen­kan­di­da­ten für die Bun­des­tags­wahl. Der Kan­di­dat des Wahl­sie­gers soll dann vom neu kon­sti­tu­ier­ten Bun­des­tag in das Re­gie­rungs­amt ge­wählt wer­den. Im Jahr 1960 be­stimm­te die SPD erst­mals auf ei­nem Par­tei­tag ei­nen Kanz­ler­kan­di­da­ten – den da­ma­li­gen Re­gie­ren­den Bür­ger­meis­ter von Ber­lin, Wil­ly Brandt. Die Idee wur­de vom SPD-Ab­ge­ord­ne­ten Klaus Schütz aus den USA im­por­tiert, als er den Wahl­kampf des Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten der De­mo­kra­ten, John F. Ken­ne­dy, be­ob­ach­te­te. (eni)

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