Kri­tik an Per­so­na­lie reißt nicht ab

Steu­er­zah­ler­bund kri­ti­siert Oh­ler

Thüringer Allgemeine (Eichsfeld) - - Thüringen - Von Mar­tin De­bes

Nach CDU, AFD und Rech­nungs­hof hat auch der Bund der Steu­er­zah­ler die Um­stän­de der Er­nen­nung von Ex-staats­se­kre­tä­rin Ga­bi Oh­ler (Lin­ke) zur Thü­rin­ger Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten kri­ti­siert.

„Die Vor­gän­ge wer­fen Fra­gen auf, die auch für die Steu­er­zah­ler von In­ter­es­se sind“, er­klär­te Lan­des­ge­schäfts­füh­rer Wolf­gang Oeh­ring am Don­ners­tag. Ob­wohl be­reits nach Me­dien­be­rich­ten im Fe­bru­ar die­ses Jah­res klar ge­we­sen sei, dass Oh­ler als Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te be­ru­fen wer­den soll­te, ha­be die Lan­des­re­gie­rung die Staats­se­kre­tä­rin im März in den einst­wei­li­gen Ru­he­stand ver­setzt und erst zum 1. Ju­li als Be­auf­trag­te be­ru­fen.

„Da­mit greift das Thü­rin­ger Be­sol­dungs­ge­setz“, sag­te Oeh­ring. „Nach dem ein­schlä­gi­gen Pa­ra­graf 4 er­hielt Frau Oh­ler für den Mo­nat der Ver­set­zung in den einst­wei­li­gen Ru­he­stand und drei wei­te­re Mo­na­te die vol­le B9-be­sol­dung als Staats­se­kre­tä­rin von mo­nat­lich 11.571,92 Eu­ro (oh­ne Fa­mi­li­en­zu­schlag), be­vor dann Über­gangs­geld nach dem Be­am­ten­ver­sor­gungs­ge­setz greift.“

Der be­zahl­te „Ur­laub“sei un­nö­tig ge­we­sen, sag­te Oeh­ring. „Das gilt es nicht nur dem Land­tag, son­dern auch uns Steu­er­zah­lern zu er­läu­tern“, sag­te Oeh­ring.

Die Cdu-land­tags­frak­ti­on hat ei­ne par­la­men­ta­ri­sche An­fra­ge zu der Per­so­na­lie an­ge­kün­digt.

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