Die­ser Adam hat nicht nur ei­ne Eva

Vol­ker Her­mann aus Apol­da hat ei­nen sehr er­folg­rei­chen Ras­se­hund

Thüringer Allgemeine (Eichsfeld) - - Freizeit - Von Dirk Lorenz-bau­er

Die­ser Hund ist ein ech­tes Gold­stück. Auf bis­lang 18 Cham­pio­na­te kann sein Herr­chen, Vol­ker Her­mann aus Apol­da, in­zwi­schen ver­wei­sen. Gut und gern 50 Po­ka­le und 70 Ur­kun­den, di­ver­se Sie­ger­schlei­fen und sei­ten­wei­se Best­be­wer­tun­gen zie­ren den gro­ßen Zwin­ger für ei­nen klei­nen Hund. Der heißt bür­ger­lich „Adam vom klei­nen Muck“und ist ein pech­schwar­zer Edel­vier­bei­ner aus gu­tem Hau­se. Und: Mops Adam ist noch jung, was fort­dau­ern­de Er­fol­ge die­ses gar präch­ti­gen Zucht­rü­den über­aus wahr­schein­lich macht.

Von ei­nem Züch­ter aus Blan­ken­hain hol­te sich Vol­ker Her­mann die­sen Adam im Som­mer vor fünf Jah­ren. Dass Fortu­na da­mals ih­re Fin­ger im Spiel ge­habt ha­ben muss, sich gleich­sam auf na­tür­li­chem Weg ei­ne er­zäh­lens­wer­te Fü­gung er­gab, steht au­ßer Fra­ge. So hat­te Vol­ker Her­mann zu­nächst ei­nen an­de­ren Mops­rü­den aus dem zu je­ner Zeit zur Aus­wahl ste­hen­den Wurf im Blick, näm­lich An­ton. Mit ge­üb­tem Griff in des­sen Kron­ju­we­len in­des ließ sich kur­zer­hand aus­ma­chen, dass die­sem ein Ho­den fehl­te, was ihn für künf­ti­ge an­ste­hen­de Auf­ga­ben züch­te­ri­scher Art eher un­taug­lich er­schei­nen ließ. So al­so kam Adam ins Spiel, dem es an ent­schei­den­der Stel­le an nichts fehl­te. Herr und Hund fuh­ren da­mals zu­frie­den heim. – Und ei­ne Er­folgs­sto­ry nahm von Apol­da aus ih­ren Lauf.

Die bis­lang 18 na­tio­na­len und in­ter­na­tio­na­len Cham­pio­na­te kom­men al­ler­dings nicht von un­ge­fähr. So braucht es, um ein Cham­pio­nat zu er­rin­gen, zu­nächst drei er­folg­rei­che An­wart­schaf­ten. Kon­kret heißt das, er­klärt Vol­ker Her­mann im Ge­spräch mit un­se­rer Zei­tung, das bei Wer­tun­gen auf in­ter­na­tio­na­lem wie na­tio­na­lem Par­kett stets „Vor­züg­lich 1“zu er­rin­gen ist. Mehr geht nicht. Erst wenn die­se Be­din­gun­gen er­füllt sind, wer­den vom In­ter­na­tio­na­len Hun­de­ver­band so­wie wei­te­ren Ver­bän­den über­haupt Cham­pio­na­te ver­ge­ben.

Bei Hun­de­da­men sehr ge­fragt

Wer die Lis­ten und Ta­bel­len, Wer­tun­gen und Wür­di­gun­gen zu Eh­ren von Adam im von Herr­mann freu­de­strah­lend auf­ge­schla­ge­nen Ord­ner in Au­gen­schein nimmt, wird un­schwer er­ken­nen kön­nen: Die­ser Rü­de ist ein­fach ein Pracht­bur­sche. Noch nie, be­tont sein Herr­chen, ha­be Adam ein „Vor­züg­lich 2“be­kom­men. Vorn ist eben da, wo Adam ist.

Lo­gisch, dass Adam auch bei den Hun­de­da­men ers­te Wahl ist. Und so kam es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht sel­ten vor, dass Herr und Hund auf Rei­sen gin­gen, um Land auf, Land ab Ei­gen­tü­mern von Mop­shün­din­nen hüb­sche und ge­sun­de Wel­pen zu be­sche­ren. Dass so ein Lie­bes­akt bei ei­nem Pracht­ex­em­plar wie Adam nicht zum Null­ta­rif zu ha­ben ist, ver­steht sich. Bil­lig – das darf man an­neh­men – ist es nicht, wer­den Spit­zen­wel­pen doch hoch ge­han­delt.

Adam, ver­si­chert der lang­jäh­ri­ge Hun­de­ken­ner Vol­ker Her­mann, sei sein Geld in je­dem Fall wert. So samm­le er für sei­nen um die zehn Ki­lo schwe­ren und so­mit für die Ras­se statt­li­chen Mops nicht nur kon­ti­nu­ier­lich Cham­pio­na­te ein, son­dern ha­be Adam auch schon mehr­fach in der Ka­te­go­rie „Best of Show“ab­ge­räumt, al­so sich im Ver­gleich mit den Bes­ten Hun­den an­de­rer Ras­sen durch­ge­setzt. Die Viel­zahl an Ur­kun­den an den Wän­den und Po­ka­len auf der An­rich­te be­zeu­gen dem Be­trach­ter all die Er­fol­ge ein­drück­lich.

Die Ras­se­stan­dards er­füllt Adam selbst­re­dend oh­ne Pro­ble­me. Zu le­sen steht, kun­dig von Zuchtrich­tern be­ur­teilt: „Ein kräf­ti­ger Rü­de mit an­spre­chen­der Fi­gur . . .“Kein Wun­der al­so, dass Her­mann sicht­lich stolz auf sei­nen Vier­bei­ner ist. Ei­nem dürf­te der Rum­mel herz­lich egal sein: Adam selbst. Re­gel­mä­ßig fri­sche Luft, Zu­wen­dung von Herr­chen, re­gel­mä­ßig Frisch­fleisch, Ge­mü­se und täg­lich ein Löf­fel Schwarz­küm­mel­öl ins Fres­sen – und die Hun­de­welt ist in Ord­nung.

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