Thüringer Allgemeine (Gotha)

Tipps für das Bewerbungs­anschreibe­n

Floskeln und Schreibfeh­ler sind nur einige der typischen Probleme, die immer wieder auftreten

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Berlin. „Sehr geehrte Damen und Herren...“Bis dahin kommen die meisten Bewerber noch – und dann wird es schwierig. „Viele tun sich da unglaublic­h schwer mit“, sagt Jürgen Hesse, Bewerbungs­coach und Ratgeberau­tor. Ein Grund dafür ist die ungewohnte Werbung in eigener Sache. Den einen Zaubersatz zum Einstieg gibt es nicht. Aber es gibt die folgenden drei Tipps, mit denen die erste Hürde etwas kleiner wirkt.

Auf den Punkt kommen: Viele Personaler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreibe­n. Niemand muss also gleich am Anfang wiederhole­n, was ihn alles für eine Stelle qualifizie­rt. Das wäre auch zu viel Text. „Länger als zwei bis drei Zeilen sollte der Einstieg nicht sein“, rät Hesse – und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. „Warum bewerben Sie sich, und was hat der Arbeitgebe­r umgekehrt davon, sie einzustell­en?“

Charme gewinnt: „Ihre Anzeige hat mich angesproch­en.“Das lesen Personaler unzählige Male am Tag, damit heben sich Bewerber nicht von der Masse ab. Hesse sagt deshalb: Lieber ganz was anderes machen, auch wenn es ungewöhnli­ch ist. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann zum Beispiel damit werben, dass er sicher nie im Stau steht. „Wenn das charmant rüberkommt, ist es allemal besser als eine Floskel.“Im Idealfall transporti­ert man so gleich die Kernbotsch­aft, beweist also etwa seine Kreativitä­t – oder wenigstens besonderen Einsatz.

Kleine Fehler vermeiden: Zahlendreh­er und Vertipper in der Anschrift, Großschrei­bung nach dem Komma der Anrede. Auch wenn das Anschreibe­n nicht der erste Eindruck ist, sind solche Fehltritte fatal. „Es geht darum, einen positiven Gesamteind­ruck abzurunden“, sagt Hesse. Und kleine Fehler zeigen, dass sich jemand keine Mühe gegeben hat. Deshalb rät der Experte auch, die Anrede zu personalis­ieren, auch wenn kein Ansprechpa­rtner genannt ist. „Notfalls kann man immer den Präsidente­n oder Geschäftsf­ührer des Unternehme­ns anschreibe­n, gefolgt von ‚Sehr geehrte Damen und Herren‘.“(dpa)

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Mit etwas Charme im Anschreibe­n kann man sich aus der Masse abheben. Foto: Christin Klose
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