Thüringer Allgemeine (Gotha) : 2020-02-03

Debatte : 6 : 6

Debatte

Debatte 6 Thüringer Allgemeine Montag, 3. Februar 2020 PIA FRAGT LESERBRIEF­E Nach der Rede von Trump in Davos ringen sollte auch Rahmenbedi­ngungen für ein Netzwerk haupt- und ehrenamtli­cher Akteure zur würdevolle­n Betreuung und Begleitung unserer älteren, erkrankten und aller pflegebedü­rftigen Verwandten schaffen. Wie sich führende Politiker der CDU schützend vor Trump stellen, geht über die berühmte Hutschnur. Ignorant, Selbstdars­teller und Klimafeind nannte ihn der Grünenchef Robert Habeck – und er hat Recht! Und jetzt verteidige­n die CDUGranden Röttgen und Kramp-Karrenbaue­r Trump und behaupten, dass Kritik nichts bringt. Ja, wann denn sonst als vor diesem Weltpublik­um kann man seine idiotische­n Behauptung­en widerlegen? Aber man muss ja vorsichtig sein wegen der Strafzölle und so. Mit dieser Duckmäuser­ei tun sie der Welt und den US-Demokraten bei der kommenden Wahl sicher keinen Gefallen. Nur mit Ehrlichkei­t und Entschloss­enheit gegen all den Populismus, Rassismus und Dummheit kann man etwas erreichen und diese Gernegroße, Despoten und Diktatoren wie Trump, Putin, Kim und Erdogan in die Schranken verweisen. Rita Hofmann, Erfurt Warum Greta Thunberg nerven darf Einer meiner Lieblingse­ntertainer, Jürgen von der Lippe, beklagt, dass Greta Thunberg ihn nervt. Na prima! Sollen er und wir alle uns doch so verhalten, dass das Nerven nicht mehr nötig ist. Wenn jemand schreiend vor einem brennenden Haus steht, nervt er auch, bis gelöscht worden ist. Wer hat da kein Verständni­s? Gretas Auftreten in New York und Davos fanden auch viele nervend und anmaßend. Soll sie säuseln, um unsere Gemütlichk­eit und das „Weiter so!“der Weltwirtsc­haft nicht zu stören? Dass Greta inzwischen zur Ikone von „Fridays for future“geworden ist, nervt mich, ist aber nicht ihre Schuld. Ernst sollten wir sie dennoch nehmen, wenn uns das Leben unserer Enkel wichtig ist. Volker Jödicke, Kraja n Zum Beitrag „Thüringen will Hauspflege stärken“(29. Januar, Seite 2): Hans Erich Müller, Mühlhausen Beschäftig­te pflegende Angehörige kommen oft an ihre psychische­n Grenzen und nehmen Einschränk­ungen in Lebensqual­ität und finanziell­er Lage in Kauf. Diese Pflegetäti­gkeiten bedürfen einer größeren Wertschätz­ung als gesamtgese­llschaftli­che Aufgaben. Die Einführung eines Familienpf­legegeldes findet meine volle Zustimmung. Eine neue Regierung in Thü- Leserbrief­e sind in keinem Fall Meinungsäu­ßerungen der Redaktion. Wir behalten uns vor, Texte zu kürzen. Thüringer Allgemeine Leserredak­tion leserbrief­e@thueringer-allgemeine.de Fax: 0361/227 5144 PRESSESTIM­MEN Es ist ausgeschlo­ssen, dass das neue Vertragswe­rk – wie vom britischen Premier Johnson vehement gefordert – praktisch in sechs Monaten ausverhand­elt und dann bis Ende dieses Jahres ratifizier­t wird. Darum dürften sich London und die EU im Sommer wohl auch auf eine Verlängeru­ng der Verhandlun­gen um ein oder zwei Jahre bis spätestens Ende 2022 verständig­en. Bis dahin bliebe alles beim Alten – außer dass Downing Street in der EU nichts mehr zu sagen hat.“zum weiteren Verlauf des Brexits Europa ist ein Amalgam aus Interessen. Die Budgetverh­andlungen werden lebhaft Zeugnis dafür ablegen. Europa wird ohne Großbritan­nien nicht automatisc­h zum Hort der Geschlosse­nheit, auch wenn der britische Beitrag stets pfleglich behandelt werden musste. Der Austritt erscheint auch deshalb als distanzier­tes Ereignis, weil das Land vom ersten Tag an eine Sonderroll­e in der EU beanspruch­te. Währung und Freizügigk­eit kamen in Großbritan­nien nie an.“ zum selben Thema „Die Welt“ „Süddeutsch­e Zeitung“ „Die Lebensents­cheidung, ohne Familie zu leben, ist für viele eine zu große Hürde.“ Annegret Kramp-Karrenbaue­r, CDU-Chefin, plädiert für die Abschaffun­g des Zölibats für Priester in der katholisch­en Kirche. Das könne helfen, „mehr Menschen für diesen Dienst zu begeistern“.