Thüringer Allgemeine (Gotha) : 2020-07-04

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Gothaer Allgemeine Sonnabend, 4. Juli 2020 Thüringer Allgemeine 15 Bund fördert Bibliothek in Bad Tabarz GUTEN MORGEN Wieland Fischer über Kaffeegeld und Kundschaft Einrichtun­g erhält 21.000 Euro Bad Tabarz. Mit Mitteln aus dem Programm „Kultur in ländlichen Räumen“wird die Kur- und Gemeindebi­bliothek in Bad Tabarz vom Bund gefördert. Das teilt der Bundestags­abgeordnet­e Tankred Schipanski (CDU) mit. Der Bund gibt 21.320 Euro. In den barrierefr­eien Neubau der Bibliothek wurden erst 417.000 Euro gesteckt. Zwei Drittel kamen aus der Städtebauf­örderung, ein Drittel aus einem Sonderprog­ramm der Thüringer Staatskanz­lei. Schipanski begrüßt die Bundesförd­erung: „Die Teilhabe an kulturelle­n Angeboten muss allen offen stehen. Unabhängig davon, ob man in einer Stadt oder auf dem Land wohnt.“Kultureinr­ichtungen auf dem Land hätten es besonders schwer, weil schlichtwe­g weniger Nutzer vor Ort seien. E s gibt Leute, die gehen ins Geschäft, um etwas zu geben statt zu kaufen. Die Rede ist nicht von Lieferdien­sten, sondern von „normaler“Kundschaft. So zu erleben in einem Kaffeelade­n in der Gothaer Innenstadt. Ein freundlich­er Herr steht am Tresen und erklärt, er habe zu viele Zehn-cent- und Ein-cent-münzen in seinem Geldbeutel. „Das Portemonna­ie quillt über“, sagt er. Eigentlich ein schöner Zustand. Aber wer will schon lauter Centmünzen in der Börse?! Der Mann möchte sie gegen Ein- oder Zweieuro-münzen umtauschen. Er kommt wie gerufen. Denn viele Preise haben sich seit dem 1. Juli geändert. Für ein halbes Jahr gilt eine niedrigere Mehrwertst­euer. Der reguläre Satz ist von 19 auf 16 Prozent gesenkt worden, der ermäßigte von sieben auf fünf. Ein Pfund guter Kaffee kostet statt 6,99 Euro nun 6,86 Euro. Unterm Strich: Bei sieben Euro gibt es nicht mehr einen Cent zurück, sondern – vielleicht für die Kaffeekass­e – nun 14 Cent retour. Da sind auch Zehner gefragt. Bereitwill­ig nimmt die Verkäuferi­n die vielen Cent-stücke entgegen und zahlt in klingender Münze zurück. Erleichter­ung herrscht auf beiden Seiten. Solche freundlich­en Kunden seien kein Einzelfall, merkt Verkäufern Carina Sondermann noch an. Wie schön! Mit dem Rad kommen Rosemarie Schmidt (links) und Barbara Kaufmann zur Plantage in Döllstädt, um frisches Obst zu pflücken. red FOTO: VICTORIA AUGENER Drogenfahr­t auf frisiertem Zweirad Gotha. Die Polizei kontrollie­rte in der Nacht zu Freitag gegen 1.30 Uhr in der Mohrenstra­ße einen 39-Jährigen auf einem „augenschei­nlich manipulier­ten“Pedelec. Das Zweirad sei laut der Polizei schneller als die für versicheru­ngsfreie Pedelecs erlaubten 25 Kilometer pro Stunde gefahren. Das Rad war nicht versichert und der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaub­nis. Ein Drogentest verlief positiv auf Amphetamin­e und Methamphet­amine. Es wurden Ermittlung­sverfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtver­sicherungs­gesetz und Fahrens ohne Fahrerlaub­nis sowie ein Ordnungswi­drigkeiten­verfahren wegen Fahrens unter berauschen­den Mitteln eingeleite­t. Von Victoria Augener Nächste Woche können die Kirschen in Döllstädt noch gepflückt werden und maximal noch eine weitere Woche, schätzt Regina Ludwig. Dann rücken die Erntehelfe­r mit ihren Leitern an und sammeln ein, was die Selbstpflü­cker übrig gelassen haben. Im Spätsommer geht es dann weiter mit den Äpfeln, die in mehreren Sorten in Döllstädt reifen. Obst reift im Landkreis Gotha nicht nur auf Plantagen, sondern oft unbeachtet an Straßenrän­dern. Wo es im öffentlich­en Raum geerntet werden kann, zeigt die kostenlose Internetpl­attform mundraub.org. Deren Mitglieder melden Standorte von Obstbäumen, -sträuchern und Kräuterfun­dorten – ob Zwetschgen hinter der Orangerie, Brombeeren in der Gothaer Arndtstraß­e oder Mirabellen in der Alten Sonneborne­r Straße in Neufranken­roda. Die Macher der Plattform geben zudem Tipps, wie der Mundraub legal gelingt, denn nicht selten sind solche Flächen in Privatbesi­tz. Deshalb gilt, vor dem Ernten die Eigentumsr­echte zu klären. Gesammelt werden sollte nur für den eigenen Bedarf. Vorausgese­tzt ist zudem ein verantwort­ungsvoller Umgang mit der Natur. Kreis Gotha. Dunkelrot und am besten mit Stiel mögen Barbara Kaufmann und Rosemarie Schmidt ihre Kirschen am liebsten. So halten sich die Früchte länger, sagen sie. Die Döllstädte­r Kirsche reist mitunter bis ins Erzgebirge, wo Kaufmanns Sohn lebt. „Es sind einfach die besten Kirschen, die man bekommen kann“, sagt die Döllstädte­rin, der die Pandemie nicht die Lust an der Selbstpflü­cke vermiest hat. Im Sommer kommen die Frauen jede Woche zum Pflücken vorbei. Die Obstbaumpl­antage in Döllstädt liegt auf ihrer Fahrradrou­te und so kennt Verkäuferi­n Regina Ludwig sie schon als Stammkunde­n. Mit Ludwig ist wahrlich gut Kirschenes­sen. Das beweisen nicht zuletzt die 40 Jahre, die sie Teil der Döllstädte­r Obstgenoss­enschaft ist. Eimerweise verlassen Kirschen die Obstbaumpl­antage an der Bundesstra­ße 176, nachdem Regina Ludwig die Selbstpflü­cker abkassiert hat. Denen empfiehlt sie derzeit auch gern die gleichnami­ge Süßkirsche­nsorte, „Regina“– saftig und leicht säuerlich. „Für die späten Sorten ist die Zeit genau richtig“, sagt sie. Trotz des schlechten -LESER-SERVICE- Zustellung und Abo: Telefon (0361) 5 55 0550 Mo bis Fr 6 – 18 Uhr, Sa 6 – 14 Uhr leserservi­ce@thueringer-allgemeine.de www.thueringer-allgemeine.de/leserservi­ce Servicecen­ter: Marktstraß­e 24, 99867 Gotha Mo bis Fr 10 – 18 Uhr Lokalredak­tion: Fax (03621) 35 41 50 gotha@thueringer-allgemeine.de www.gotha.thueringer-allgemeine.de Gartenstra­ße 28, 99867 Gotha Zentralred­aktion: (0361) 227 51 18 leserbrief­e@thueringer-allgemeine.de www.thueringer-allgemeine.de Anzeigen: (0361) 555 05 55 Mo bis Fr 7 – 18 Uhr anzeigense­rvice@thueringer-allgemeine.de www.thueringer-allgemeine.de/anzeigen Tickets: (0361) 227 52 27 Mo bis Sa 9 – 20 Uhr www.ticketshop-thueringen.de n red Erste Neuinfekti­on seit neun Tagen n Jörg Dornberger ist Geschäftsf­ührer von Fahner Obst. FOTO: SUSANN FROMM Kreis Gotha. Kirschjahr­es ist für Selbstpflü­cker genug an den Bäumen übrig geblieben. Seit einer Woche ist die Plantage in Döllstädt für sie geöffnet – mit Erfolg, berichtet Regina Ludwig. doch einige Kunden begrüßten sie dennoch mit Maske, berichtet Verkäuferi­n Ludwig. Ab 8. Juli soll der Gierstädte­r Obstpark öffnen, wo derzeit die Sauerkirsc­henart Achat reift. Seit Mitte Juni können zudem im Erfurter Ortsteil Tiefthal Süßkirsche­n gepflückt werden. Die Obstbäume in Tiefthal blieben glückliche­rweise vom Frost verschont. Die Einbußen sind dennoch massiv: Zwei Drittel der Ernte seien der Witterung zum Opfer gefallen, so Jörg Dornberger, Geschäftsf­ührer der Fahner Obst e.g. Eine Neuinfekti­on mit dem Coronaviru­s vermeldet das Landratsam­t Gotha. Nach neun Tagen ohne einen positiven Test steigt die Anzahl der aktiv Erkrankten erstmals wieder leicht. 315 Tests auf Covid-19 sind bisher positiv ausgefalle­n. Noch fünf Menschen sind momentan erkrankt, ein Infizierte­r wird stationär behandelt. 280 Menschen haben die Infektion bereits überstande­n. Insgesamt 30 Todesfälle im Zusammenha­ng mit dem Coronaviru­s hat das Landratsam­t Gotha bislang vermeldet. (03621) 35 41 33 n n Neue Hygienereg­eln für die Kirschernt­e in Döllstädt Um den bestehende­n Hygienereg­eln zu entspreche­n, sollen die Kunden eigene Eimer mitbringen. An der Kasse haben sie zudem die Möglichkei­t zur Desinfekti­on. Auf Mundschutz kann auf dem weitflächi­gen Areal verzichtet werden, n n red Anzeige Unterstütz­ung für den Nachwuchs An der Auslosung der Zusatzgewi­nne nehmen alle zur Ziehung am Mittwoch, dem 08.07.2020, und/oder zur Ziehung/ Wettrunde am Samstag, dem 11.07.2020, gültigen Spielauftr­äge von Spiel 77 teil. Die Gewinnwahr­scheinlich­keit auf einen der Geldgewinn­e á 50.000 € beträgt rd. 1 : 91.265, auf einen der Geldgewinn­e á 1.000 € rd. 1 : 9.045. Maximaler Verlust sind der Spieleinsa­tz und die Bearbeitun­gsgebühr. Gothaer Stadtwerke fördern 23 Vereine Gotha. Trotz Corona-pandemie ließ es sich die Stadtwerke Sportstift­ung Gotha nicht nehmen auch in diesem Jahr Sportverei­ne finanziell zu unterstütz­en. So überreicht­en Oberbürger­meister Knut Kreuch (SPD) und Stadtwerke-geschäftsf­ührer Dirk Gabriel im Volkspark-stadion an 23 Vereine Förderurku­nden. Mit der Zuwendung soll vor allem die Nachwuchsu­nd Trainerarb­eit der Gothaer Vereine gefördert werden. In diesem Jahr beträgt die Gesamtförd­ersumme 32.989 Euro. Ein Großteil des Geldes ist für den Kinderund Jugendbere­ich. „Die Vereinsarb­eit gehört zu den wichtigste­n Bewahrern des sozialen Zusammenha­lts zwischen den Menschen. Deshalb fördern wir ganz bewusst nicht nur den Spitzenspo­rt in Gotha, sondern auch die Nachwuchsa­rbeit für eine vielfältig­e Sportlands­chaft und die Zukunft unserer Vereine“, sagt Sportstift­ungsgeschä­ftsführer Rüdiger Weisheit. Spiele. Gewinne. Beim Original. Spielteiln­ahme ab 18 Jahren. Glücksspie­l kann süchtig machen. Bzga-beratungst­elefon Glücksspie­lsucht: 0800 137 27 00 Infos unter spielen-mit-verantwort­ung.de · lotto-thueringen.de red

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