Thüringer Allgemeine (Gotha)

ADAC ruft Autofahrer zum Spritspare­n auf

Club-Präsident: Zum Bäcker besser mit dem Fahrrad statt dem SUV

- Von Tobias Kisling und Alexander Klay

Hannover. Der ADAC ruft angesichts des Krieges in der Ukraine dazu auf, Sprit zu sparen. „Jeder gesparte Liter Treibstoff kann dazu beitragen, die Abhängigke­it von Ölimporten zu reduzieren, und damit mittelbar auf die weitere Entwicklun­g des Krieges Einfluss nehmen“, sagte ADAC-Präsident Christian Reinicke unserer Redaktion. Man könne auch mobil bleiben, wenn „man zum Bäcker mit dem Fahrrad anstatt mit dem SUV fährt“, führte Reinicke aus. „Für viele Kurzstreck­en ergibt die Autofahrt keinen Sinn. Bei anderen Strecken kann man auch mal den ÖPNV nutzen.“

Laut ADAC-Umfrage jeder zweite bereit zu weniger Einzelfahr­ten

Beim Autofahren könne man mit einer sparsamen Fahrweise Sprit einsparen, riet der ADAC-Präsident: „Ich selbst versuche, ebenfalls rund 20 Prozent langsamer zu fahren. Wenn das alle 21,2 Millionen Mitglieder des ADAC so machen würden, wären es bereits gewaltige Einspareff­ekte.“Laut einer vom ADAC in Auftrag gegeben Umfrage sei derzeit fast jeder Zweite bereit, auf Einzelfahr­ten mit dem Pkw zu verzichten, um Energie zu sparen. 60 Prozent sei es demnach gelungen, mit einer sparsamere­n Fahrweise Energie zu sparen.

Um die ADAC-Mitglieder zum Spritspare­n anzuhalten, startet der Verein am Mittwoch eine Kampagne mit dem Namen „Sprit sparen. Helfen. Mobil bleiben.“Dabei sollen Autofahrer über mögliche Alternativ­en und Einsparpot­enziale informiert werden. In einem offenen Brief, den der ADAC am Mittwoch an seine Mitglieder verschicke­n wird, rufen Reinicke und ADACVerkeh­rspräsiden­t Gerhard Hillebrand dazu auf, Alternativ­en zum Auto zu nutzen.

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FOTO: MAURIZIO GAMBARINI / FFS ADAC-Präsident Christian Reinicke.

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