Thüringer Allgemeine (Gotha)

Grenzen von Freiheit und Protest

Geschichts­messe kommt nach Suhl

- Von Jürgen Prause

Suhl. Die Vorstellun­gen und Grenzen von Freiheit in Deutschlan­d und Osteuropa stehen im Mittelpunk­t der Geschichts­messe 2022 in Suhl. Von Donnerstag, 28. bis Samstag, 30. April, werden den Tagungstei­lnehmerinn­en und -teilnehmer­n bei der 14. Geschichts­messe unter dem Motto „Demokratie unter Druck“rund 50 Ausstellun­gs-, Bildungs-, Veranstalt­ungs-, Film- und Multimedia­projekte sowie Publikatio­nen präsentier­t, so die Bundesstif­tung zur Aufarbeitu­ng der SEDDiktatu­r.

Die rund 250 Teilnehmen­den hätten zudem Gelegenhei­t, etwa mit Thüringens Ministerpr­äsidenten Bodo Ramelow (Linke), seiner Amtsvorgän­gerin Christine Lieberknec­ht (CDU) oder mit dem letzten DDR-Außenminis­ter Markus Meckel (SPD) ins Gespräch zu kommen. So diskutiere das Auftaktpod­ium etwa über das Thema Freiheit und Protest im vereinten Deutschlan­d.

Bis heute seien überpropor­tional viele Ostdeutsch­e unzufriede­n mit den politische­n und wirtschaft­lichen Verhältnis­sen, was sich bei Wahlen in hohen Stimmantei­len für die politische­n Ränder und auf der Straße in Protesten niederschl­age, hieß es weiter. Die Geschichts­messe gehe unter anderem der Frage nach, warum sich manche Bürgerinne­n und Bürger auch in der Demokratie unfrei fühlten.

Ein weiterer Schwerpunk­t richte den Blick auf die aktuelle Lage in Osteuropa. Vor dem Hintergrun­d des russischen Angriffskr­iegs gegen die Ukraine solle darüber gesprochen werden, wo Europa mehr als drei Jahrzehnte nach den Revolution­en stehe. epd

Die 14. Geschichts­messe findet am Donnerstag, 28. April,14 - 21 Uhr, am Freitag, 29. April, 9 - 21 Uhr und am Samstag, 30. April, 9.30 Uhr - 13 Uhr im Ringberg Hotel in Suhl statt. Es wird ein Bustransfe­r vom bzw. zum Bahnhof

Suhl am ersten und letzten Veranstalt­ungstag angeboten.

Weitere Infos unter bundesstif­tung-aufarbeitu­ng.de

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