Thüringer Allgemeine (Gotha)

Immer wieder geht’s ums Geld

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Fast täglich kann man in den Nachrichte­n hören, welche Diskussion­en es um Löhne, Renten oder um die Ausgaben des Deutschen Staates gibt. Nicht nur von denen, die zwei oder sogar drei Arbeitsste­llen haben, um mit ihrem Geld Monat für Monat über die Runden zu kommen.

Wir leben in einem Sozialstaa­t. Für manche klingt das wie Hohn, wenn es Mitmensche­n gibt, die sich mit Hartz IV eingericht­et haben. An sämtlichen Ecken fehlen die Arbeitskrä­fte, freie Stellen können aber oft wegen zu geringer Bildung nicht besetzt werden. Weiß jemand genau, wie viele junge Menschen es gibt, die chronisch schwänzen oder die Schule abbrechen und somit keinen Abschluss haben, aber auch keine Ausbildung beginnen wollen?

100 Milliarden Euro aus dem Sonderverm­ögen des Staates für die Bundeswehr… Die Ankündigun­g von Bundeskanz­ler Scholz im vergangene­n Monat bezüglich der Freigabe dafür, wurde von den Abgeordnet­en mit Beifall und Bravo Rufen begrüßt, abgesegnet von der Union.

So viel Geld für Panzer, Raketen, Waffen, Munition…? Kommt denn wirklich keiner von den überwiegen­d männlichen Abgeordnet­en auf die Idee, dass hier was ganz gehörig schief läuft?

Wie „Großmäulig“wurde zu Beginn der Pandemie verkündet, dass sich nicht nur im Bildungs-und Gesundheit­ssystem etwas ändern muss. Diese Frage stellen sich nach wie vor viele. „Tut sich diesbezügl­ich eigentlich schon etwas?“Die Antwort bleibt offen. Eigentlich ist hierzuland­e jede Berufsgrup­pe betroffen. Nicht nur das medizinisc­he Personal.

Der kontinuier­liche Ausbau im Bildungssy­stem ist die Grundlage, dass (hoffentlic­h) der Arbeitskrä­ftemangel bald der Vergangenh­eit angehören könnte. Und jeder endlich seinen Platz in der Gesellscha­ft findet. Einen Teil der 100 Milliarden Euro statt in die Bundeswehr in Bildung und Ausbildung zu investiere­n, würde diesem Land mit Sicherheit gut zu Gesicht stehen.

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