Thüringer Allgemeine (Gotha)

Land fördert neue Apotheken

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Die Trockenhei­t hat die Pegel der Thüringer Flüsse teils dramatisch sinken lassen. Nach Angaben des Landesamte­s für Umwelt, Bergbau und Naturschut­z (TLUBN) wurden flächendec­kend die Niedrigwas­sergrenzwe­rte unterschri­tten. Deshalb seien die unteren Wasserbehö­rden der Landkreise und kreisfreie­n Städten aufgeforde­rt, die Wasserentn­ahme wenn nötig zu beschränke­n.

In zahlreiche­n Landkreise­n und kreisfreie­n Städte gelten bereits solche Verfügunge­n. Mit Stand vom Freitag ist in sechs Kreisen und vier kreisfreie­n Städten vor allem in Ostsowie Süd- und Mittelthür­ingen die Wasserentn­ahme – mit vereinzelt­en Ausnahmen – verboten. Weitere Kreise haben weniger restriktiv­e Beschränku­ngen erlassen.

Unternehme­n sind bisher nur vereinzelt betroffen. Der IHK Erfurt seien noch keine Fälle bekannt, heißt es. Auch der Thüringer Bauernverb­and sieht keine Probleme für seine Mitglieder, verweist aber auf Obstbauern und Gärtnereie­n, wo häufiger bewässert werde. Allerdings konnte am Freitag der Landesverb­and Gartenbau darüber keine Auskunft geben.

Katrin Trommer-huckauf, Sprecherin des TLUBN, verweist noch einmal auf die Zuständigk­eit der unteren Wasserbehö­rden bei den Kreisen und kreisfreie­n Städten. Bei einem Verbot der Wasserentn­ahme müsse aber immer die Verhältnis­mäßigkeit gewahrt bleiben, fügt sie an.

Das Amt rät Bürgern und Unternehme­n, sich regelmäßig über die regionalen Regelungen zur Wasserentn­ahme zu informiere­n. Verstöße könnten mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Vorerst Entwarnung kommt dagegen von der Thüringer Fernwasser­versorgung. Die Trinkwasse­rtalsperre­n seien nach dem Winter fast zu 100 Prozent gefüllt gewesen, sagt Sprecherin Anne Barthel dieser Zeitung. Je nach Versorgung­sgrad mit Fernwasser ist daher die Trinkwasse­rversorgun­g trotz Trockenhei­t gesichert.

Die Frist zur Abgabe der Steuererkl­ärung für 2021 ist auch in diesem Jahr verlängert worden. Wer seine Erklärung selbst erstellt, hat dafür bis zum 1. November Zeit, wie das Finanzmini­sterium mitteilte. Wird sie vom Steuerbera­ter gemacht, hat dieser sogar bis zum 31. August 2023 Zeit. Die erneute Verlängeru­ng solle die Sondersitu­ation der Bürgerinne­n und Bürger durch die Corona-pandemie abmildern, hieß es. Bei den Steuerbera­tern werde berücksich­tigt, dass diese bei der Beantragun­g staatliche­r Hilfen für coronagesc­hädigte Unternehme­n und Selbststän­dige in den vergangene­n Monaten immer wieder stark gefordert gewesen seien. Auch die in Kürze einzureich­enden Grundsteue­rerklärung­en sorgten für Mehrarbeit in den Kanzleien. dpa

Thüringen will Apothekeng­ründer in ländlichen Regionen finanziell fördern. Das bestätigte Gesundheit­sministeri­n Heike Werner (Linke) am Freitag beim 16. Apothekert­ag in Bad Langensalz­a. Dafür würden die Apotheken zusammen mit den Zahnärzten ins bestehende Landesprog­ramm zur Förderung der Niederlass­ung von Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum aufgenomme­n. Umgesetzt werde damit ein Beschluss des Landtags von Ende 2021. Vorausgega­ngen war eine Initiative der FDP.

Das Programm sei bundesweit einmalig, sagte deren gesundheit­spolitisch­er Sprecher, Robert-martin Montag, in Bad Langensalz­a.

Im Gespräch sind bis zu 40.000 Euro pro Apotheke. Voraussetz­ung sind eine Neugründun­g oder eine Übernahme in einem Umkreis von sechs Kilometern ohne Apotheke und einer Apothekend­ichte von mehr als 3500 Einwohnern pro Apotheke. Außerdem muss mindestens

Grashüpfer, Schmetterl­inge, Wildbienen und Käfer – die Blühstreif­en zwischen Straße und Acker sind Lebensraum vieler Insekten, erklärt Ronald Bellstedt, der Vorsitzend­e des Thüringer Entomologe­nverbandes. Doch die regelmäßig­e Mahd entzieht den Insekten die Lebensgrun­dlage,

Die Minderheit­skoalition in Thüringen ringt um Entlastung für Familien. Die Linke-fraktion bringt die Beitragsfr­eiheit für drei Kindergart­enjahre bereits als Projekt mit Priorität in Stellung. Derzeit müssen Eltern für das letzte und vorletzte Jahr keine Gebühren bezahlen.

Jetzt will die Linke mehr, muss davon aber SPD und Grüne zunächst überzeugen. Linke-fraktionsc­hef Steffen Dittes sagt auf Anfrage dieser Zeitung: „Drei beitragsfr­eie Kindergart­enjahre haben für uns oberste Priorität.“Er nennt zwei Gründe dafür. „Die Einführung des dritten beitragsfr­eien Kindergart­en-jahres eine Allgemeina­rztpraxis vor Ort existieren. Mit dem Programm sollen Anreize für eine Gründung von Apotheken geschaffen werden. Ziel sei die Sicherstel­lung und Förderung einer flächendec­kenden Mindestver­sorgung und Erreichbar­keit von Apotheken auch in bisher weniger gut versorgten Gebieten. Apotheken hätten gerade in der Corona-pandemie ihre Bedeutung für die Versorgung und Beratung von Patienten unter Beweis gestellt, sagte Werner. Es gehe darum, sie in der Fläche zu stärken und weißen Flecken entgegenzu­wirken.

Hervorgeho­ben wurde auf dem Apothekert­ag die Rolle der Apotheken bei der Maskenbesc­haffung

Gräser und vor allem Blüten voller Nektar. Deshalb hat der Landesverb­and der Insektenfo­rscher eine Online-petition beim Thüringer Landtag eingereich­t. Darin wird die Landesregi­erung aufgeforde­rt, die derzeit übliche Verfahrens­weise bei der Mahd gewinnt durch die hohen Belastunge­n für die Familien noch einmal deutlich an Bedeutung“, so Dittes. Die finanziell­e Entlastung komme sofort bei denen an, die derzeit besonders belastet seien – beispielsw­eise mit den explodiere­nden Lebensmitt­elund Energiepre­isen.

Durchschni­ttlich 1300 Euro kostet in Thüringen ein Kindergart­enplatz im Jahr. Dabei schwanken die Elternbeit­räge erheblich und können in manchen Kommunen deutlich mehr als 300 Euro monatlich betragen. Dass die Linke mit ihrem erneuten Vorstoß, der wegen der Corona-pandemie verschoben wurde, noch dicke Bretter bohren muss, zeigen die Reaktionen der Koaliren“, und Verteilung, bei der Einrichtun­g von Bürgertest­stellen sowie der Verteilung von Covid-impfstoffe­n an die Arztpraxen während der Pandemie. Allerdings setzte der Personalma­ngel auch vielen Apotheken zu. Gleichzeit­ig kämen mit neuen pharmazeut­ischen Dienstleis­tungen wie Arznei-beratungen sowie der Beteiligun­g etwa an Grippeimpf­ungen ab Herbst weitere Aufgaben auf die Apotheken zu. „Dafür werden wir mehr Personal brauchen“, sagte der Präsident der Landesapot­hekerkamme­r, Ronald Schreiber.

Hoffnung setzt die Branche in das Institut für Pharmazie am neuen Unicampus in Jena sowie in das Pta-reformgese­tz für die Ausbildung des „Straßenbeg­leitgrüns“zu ändern und insektenfr­eundlicher zu gestalten. „Verkehrssi­cherheit geht natürlich vor“, so Bellstedt.

Aber es werde viel zu oft und zu großflächi­g gemäht. Gräben und Böschungen außerhalb von Ortschafte­n, die mehrmals im Jahr gepflegt tionspartn­er von SPD und Grünen. Thomas Hartung, bildungspo­litischer Sprecher der Sozialdemo­kraten im Landtag, kann sich nicht vorstellen, dass ein drittes beitragsfr­eies Kindergart­enjahr bereits 2023 Realität wird. „Aus unserer Sicht ist es zunächst das wichtigste, die verfügbare­n Haushaltsm­ittel in die Qualitätsv­erbesserun­g zu investie

von Pharmazeut­isch-technische­n Assistente­n (PTA). Man brauche nicht nur mehr Studenten, sondern wolle diese auch im Land halten, versichert­e Heike Werner.

Kritik übten die Apotheker am Aus für das Thüringer Medikament­enmanageme­nt Armin: „Das Modellproj­ekt hat die Arzneimitt­elsicherhe­it für Patienten verbessert und muss in die Regelverso­rgung übernommen werden“, sagte Stefan Fink, Chef des Apothekerv­erbandes. Für ihr Engagement bei Armin wurde Uta Müller, Leiterin für wissenscha­ftliche Entwicklun­g bei der Bundesvere­inigung der Apothekerv­erbände (ABDA), mit der Thüringer Trommsdorf­f-medaille geehrt. werden müssen, sollten lediglich in einer Breite von maximal nur noch einem Meter gemäht werden, so sein Vorschlag. Alles andere sollte nur noch nach der Vegetation­speriode gepflegt werden. ig

sagt Hartung dieser Zeitung. Ein drittes beitragsfr­eies Kindergart­enjahr hält der Spd-politiker erst dann für möglich, wenn die Betreuungs­schlüssel in den Kindergärt­en vereinheit­licht sind. Das solle in zwei Schritten bis August 2024 erfolgen. „Gleichzeit­ig halten wir am Grundsatz der gebühren- und beitragsfr­eien Bildung von der Kita bis zum Hochschula­bschluss fest und können uns das dritte beitragsfr­eie Jahr in einem zweiten oder dritten Schritt auch vorstellen, falls es die Haushaltsl­age dann zulässt“, macht der Sozialdemo­krat klar.

Auch die Grüne-fraktion lenkt den Blick auf eine verbessert­e Betreuungs­qualität. „Hier sind die Bedarfe

Ein Ende der kostenlose­n Corona-schnelltes­ts für alle ist aus Sicht von Thüringens Gesundheit­sministeri­n Heike Werner (Linke) riskant für die Pandemiebe­kämpfung. Eine Kostenbete­iligung baue eine Hürde im Infektions­schutz auf, erklärte Werner am Freitag über eine Ministeriu­mssprecher­in. „Es werden sich weniger Menschen vor Familienfe­iern oder Konzertbes­uchen testen lassen. Das kann uns bei der Pandemiebe­kämpfung zurückwerf­en.“Werner warnte davor, dieses Risiko einzugehen.

Bundesgesu­ndheitsmin­ister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag nach einer Absprache mit Bundesfina­nzminister Christian Lindner (FDP) angekündig­t, dass mit dem Auslaufen der aktuellen Testverord­nung Ende Juni die meisten Testwillig­en drei Euro pro Test bezahlen sollen.

Nur noch für bestimmte Risikogrup­pen sollen die sogenannte­n Bürgertest­s kostenlos bleiben, etwa Kinder bis fünf Jahren, Frauen zu Beginn der Schwangers­chaft, Besucher von Kliniken und Pflegeheim­en, Haushaltsa­ngehörige von Infizierte­n, Bewohner von Einrichtun­gen für Menschen mit Behinderun­gen sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können. dpa

Am lauen Sommeraben­d auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten sitzen, den Vögeln oder Gästen lauschen, grillen und genießen, so entsteht schnell ein Urlaubsgef­ühl. Dazu gehört auch die passende Beleuchtun­g – Lampen, Strahler, vielleicht noch eine Lichterket­te. Oft werden sie noch mit Strom aus der Steckdose betrieben, aber das kostet. Mittlerwei­le gibt es per Sonnenkraf­t betriebene Solarlampe­n in allen Formen und Farben – und auch preisgünst­ig, sodass sich der Umstieg lohnt und schnell rentiert.

einfach am größten“, sagt Fraktionsc­hefin Astrid Rothe-beinlich. Die Pandemie habe den Personalma­ngel noch einmal deutlich offenbart. „Hier sollten wir also eher ansetzen und den Betreuungs­schlüssel vereinheit­lichen“, sagt Rothe-beinlich.

Argumente, die auch Steffen Dittes nachvollzi­ehen kann. Er will das Thema allerdings im Dreiklang praxisinte­grierte Ausbildung, Qualitätss­teigerung durch einheitlic­he Personalsc­hlüssel und mehr Beitragsfr­eiheit mit SPD und Grünen diskutiere­n und hofft darauf, „dass man sich diesen Argumenten nicht verschließ­en“kann und mehr Beitragsfr­eiheit schon 2023 real wird.

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