Straf­ver­fol­gung für Ver­kehrs­sün­der aus­ge­setzt

Re­ge­lun­gen des neu­en Buß­geld­ka­ta­logs wer­den in Thü­rin­gen vor­erst nicht an­ge­wen­det

Thüringer Allgemeine (Ilmenau) - - Erste Seite -

In Thü­rin­gen wird die Straf­ver­fol­gung ent­spre­chend des neu­es Buß­geld­ka­ta­logs der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung vor­erst au­ßer Kraft ge­setzt. Das teil­te ei­ne Spre­che­rin des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums mit und be­rief sich da­bei auf ei­ne Aus­sa­ge aus dem In­nen­mi­nis­te­ri­um. Kon­trol­len

von Po­li­zei und Ord­nungs­be­hör­den wür­den zwar wei­ter­hin statt­fin­den, die Be­ar­bei­tung von Ver­stö­ßen wer­de aber auf­ge­scho­ben, bis die Recht­mä­ßig­keit des Buß­geld­ka­ta­logs ge­klärt sei. Noch am Don­ners­tag er­klär­te In­fra­struk­tur­mi­nis­ter Ben­ja­min-im­ma­nu­el

Hoff (Lin­ke), dass er kei­nen Grund da­für se­he, die Re­ge­lun­gen „nun zu­guns­ten von Ra­sern zu­rück­zu­neh­men“. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat­te die Län­der zu­vor auf­ge­for­dert, die seit mehr als zwei Mo­na­te gel­ten­den neu­en Buß­geld­be­stim­mun­gen, et­wa mit ver­schärf­ten

Fahr­ver­bo­ten, nicht an­zu­wen­den. Bis auf Wei­te­res soll­ten viel­mehr wie­der die al­ten Buß­geld­hö­hen und Ge­schwin­dig­keits­grenz­wer­te gel­ten. Hin­ter­grund der Ent­schei­dung dürf­te ein ju­ris­tisch-hand­werk­li­cher Feh­ler beim Ver­fas­sen der Re­form sein.

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