Schritt zur Di­gi­ta­li­sie­rung

Stadt­rat von Stadt­ilm be­schließt ei­nen Ge­sell­schafts­ver­trag mit ei­nem It-di­enst­leis­ter

Thüringer Allgemeine (Ilmenau) - - Ilm-kreis - Von Antonia Pfaff

Es ist ein ent­schei­den­der Schritt in Rich­tung di­gi­ta­le Ver­wal­tung. Mit dem ein­stim­mig ge­fass­ten Be­schluss des Stadt­il­mer Stadt­ra­tes ist die Stadt nun Ge­sell­schaf­te­rin des kom­mu­na­len It-dienst­leis­ters „Kom­mu­na­le In­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung Thü­rin­gen Gm­bh“(KIV).

Da­zu er­klärt Bür­ger­meis­ter Lars Pe­ter­mann (par­tei­los) im Rah­men der Stadt­rats­sit­zung, dass der Frei­staat Thü­rin­gen, ein kom­mu­na­les Ge­biets­re­chen­zen­trum in Hes­sen so­wie der Ge­mein­de- und Städ­te­bund Thü­rin­gen be­reits Ge­sell­schaf­ter der KIV sei­en. Nun sei es den Kom­mu­nen mög­lich, eben­falls Ge­sell­schaf­ter zu wer­den.

Der Hin­ter­grund: Das On­li­ne­zu­gangs­ge­setz des Bun­des ver­pflich­tet al­le Kom­mu­nen bis zum 31. De­zem­ber 2022 al­le an­ge­bo­te­nen Ver­wal­tungs­leis­tun­gen eben­falls zu­sätz­lich voll­stän­dig elek­tro­nisch ab­zu­bil­den, in­klu­si­ve ei­ner Iden­ti­fi­zie­rungs­und Be­zahl­mög­lich­keit für Bür­ger und Un­ter­neh­men. „Und das ist ein er­heb­li­cher per­so­nel­ler, aber auch fi­nan­zi­el­ler Auf­wand“, so der Stadt­chef. Mit der KIV hät­te die

Stadt ei­nen Part­ner an ih­rer Sei­te, der sie tat­kräf­tig un­ter­stützt.

Denn künf­tig ist an­ge­dacht, dass der Bür­ger nicht mehr für je­den Be­hör­den­gang wirk­lich ins Rat­haus ge­hen muss. Viel­mehr sol­len sol­che Er­le­di­gun­gen be­quem von zu Hau­se mög­lich sein – Um­mel­dung des Au­tos, die Be­an­tra­gung von Aus­bil­dungs­för­de­rung oder ei­ne Ge­wer­be­an­mel­dung.

Lars Pe­ter­mann stell­te noch ein­mal die Ar­beits­wei­se vor: „Un­ter­neh­mens­ge­gen­stand der Ge­sell­schaft ist die Ent­wick­lung, War­tung, Be­schaf­fung, Be­reit­stel­lung, Be­treu­ung und be­trieb­li­che Ab­wick­lung tech­nik­un­ter­stütz­ter In­for­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung ein­schließ­lich der Ein­brin­gung al­ler da­mit im

Zu­sam­men­hang ste­hen­den Be­ra­tungs­und Schu­lungs­leis­tun­gen so­wie die Be­ra­tung und Un­ter­stüt­zung bei Di­gi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben in­ner­halb der Ver­wal­tun­gen.“

Ein wei­te­rer und ent­schei­den­der Vor­teil, so Pe­ter­mann, dass In-hou­se-ge­schäf­te mög­lich sind. Das be­deu­tet, dass es zur An­schaf­fung von Soft­ware, Hard­ware, Di­enst­leis­tun­gen oder Ähn­li­chem kei­ne öf­fent­li­che Aus­schrei­bung mehr ge­ben muss. „Das er­spart uns viel Zeit und Geld.“

Ei­ni­ge Rä­te sind an­fangs et­was skep­tisch, die Fra­ge nach ei­ner mög­li­chen Ab­hän­gig­keit steht im Raum. Auch der fi­nan­zi­el­le Aspekt schürt Sor­gen. Doch das Stadt­ober­haupt kann die­se Sor­gen ent­kräf­ten. Denn ein Groß­teil der Fach­ab­tei­lun­gen wür­de be­reits mit der KIV eng zu­sam­men­ar­bei­ten. Nun wür­de es le­dig­lich dar­um ge­hen, dass Stadt­ilm Ge­sell­schaf­te­rin wird. Da­für bräuch­te es le­dig­lich ei­ne ein­ma­li­ge Li­zenz­zah­lung. „Durch die Zah­lung in Hö­he von 85,27 Eu­ro er­wirbt die Kom­mu­ne ei­nen Ge­schäfts­an­teil im No­mi­nal­wert von ei­nem Eu­ro. Die fi­nan­zi­el­le Leis­tungs­fä­hig­keit der Ge­mein­de wird hier­durch nicht ge­schmä­lert“, heißt es in der Be­grün­dung des Be­schlus­ses. „Wir kau­fen hier kei­ne Ak­ti­en“, be­tont der Stadt­chef.

Im Zu­sam­men­hang mit der Di­gi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung kommt die Fra­ge auf, ob es denn dann auch mög­lich sei, ei­ne Stadt­rats­sit­zung live zu über­tra­gen. Haupt­amts­lei­ter Frank Hof­mann muss die­se An­fra­ge ver­nei­nen, das sei un­ter an­de­rem aus or­ga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den nicht mög­lich.

Nach ei­ner sach­li­chen und in­halt­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung stim­men die Rä­te dem Be­schluss zu, der den Bür­ger­meis­ter be­auf­tragt, nun al­le not­wen­di­gen Be­schlüs­se, Ver­trä­ge und Rechts­hand­lun­gen zum Bei­tritt der Stadt Stadt­ilm zur KIV zu­zu­stim­men.

Stüt­zer­bach

Han­ne­lo­re Ru­dolph zum 75.

und am Sonn­tag in:

Al­kers­le­ben

Ur­su­la Mun­sche zum 86. Arn­stadt

El­frie­de Ur­bach zum 80. Jo­han­nes Bräu­ti­gam zum 70. Bü­che­loh

Wal­ter See­ber zum 80. Il­men­au

Ri­ta Finck zum 80.

Bär­bel Sta­ber­nack zum 75. Pen­ne­witz

Hel­ga Fi­scher zum 90.

Ro­da

Her­bert Fe­der zum 70. Ge­burts­tag.

FO­TO: ANTONIA PFAFF

Die Di­gi­ta­li­sie­rung in der Ver­wal­tung kommt vor­an.

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