Mit Schnup­fen­na­se wie­der nach Hau­se

Bei be­stimm­ten Sym­pto­men kei­ne Kin­der­be­treu­ung im Kreis

Thüringer Allgemeine (Ilmenau) - - Ilm-kreis - Von Ar­ne Mar­ti­us

Mit der Wie­der­er­öff­nung der Kin­der­gär­ten nach der Zeit der Co­ro­na-be­schrän­kun­gen kehr­te für die meis­ten El­tern im Ilm-kreis ein Stück All­tag zu­rück. Für ei­ni­ge von ih­nen än­der­te sich das aber schnell wie­der, denn beim kleins­ten An­zei­chen, wie et­wa ei­nem Schnup­fen, wer­den die Kin­der wie­der nach Hau­se ge­schickt – ein The­ma, das jetzt im Haupt­aus­schuss von Il­men­au von Ma­de­lei­ne Hen­f­ling (Grü­ne) an­ge­spro­chen wur­de. Ih­rer Ein­schät­zung nach sei­en lau­fen­de Na­sen bei Kin­dern nichts Au­ßer­ge­wöhn­li­ches, sag­te sie und er­kun­dig­te sich bei Ober­bür­ger­meis­ter Da­ni­el Schult­heiß (par­tei­los) nach dem Er­mes­sens­spiel­raum.

Der sei in die­sen Fäl­len nicht sehr groß, ant­wor­te­te Il­men­aus Stadt­chef. „Wir ha­ben sehr spe­zi­fi­sche Vor­ga­ben vom Ge­sund­heits­amt. Wird ei­ne Kom­bi­na­ti­on von Sym­pto­men fest­ge­stellt, müs­sen die Kin­der zu­hau­se blei­ben“, sag­te Schult­heiß. Es sei durch­aus mög­lich, dass die Si­tua­ti­on im Herbst noch aku­ter wer­den könn­te.

Ni­co De­berts­häu­ser, Lei­ter des So­zi­al- und Kul­tur­amts, be­stä­tig­te die Ein­schät­zung. „Es gibt re­strik­ti­ve Vor­ga­ben, Kin­der mit be­stimm­ten Sym­pto­men ab­zu­wei­sen“, er­klär­te er. Es sei in den Ein­rich­tun­gen der Stadt auch schon vor­ge­kom­men, dass Mäd­chen und Jun­gen mit schwe­re­ren Er­kran­kun­gen zur Be­treu­ung ab­ge­ge­ben wer­den soll­ten. Bei Co­vid19-ver­dachts­fäl­len muss zu­dem das Ge­sund­heits­amt in­for­miert wer­den.

In ei­nem Rund­schrei­ben des Land­rats­amts an al­le Kin­der­ta­ges­stät­ten des Land­krei­ses heißt es: Ein Kind „darf frü­hes­tens 14 Ta­ge nach Sym­ptom­be­ginn oder nach Ab­klin­gen der Sym­pto­me und Vor­la­ge ei­ner ärzt­li­chen oder amt­li­chen Un­be­denk­lich­keits­be­schei­ni­gung wie­der die Ki­ta oder Schu­le be­tre­ten“. Kos­ten­freie Ab­stri­che bie­tet auch das Ge­sund­heits­amt an, falls die­se Mög­lich­keit bei ei­nem Arzt nicht be­ste­he, heißt es.

Bis die Aus­wer­tung ei­nes Tests vor­liegt, ver­ge­hen al­ler­dings zwei bis drei Ta­ge. „Das dau­ert viel zu lan­ge“, fand Stadt­rats­mit­glied Vol­ker Ham­pe (Freie Wäh­ler), der von Be­ruf Me­di­zi­ner ist.

FO­TO: AN­DRÉ HEß

Aus dem Ge­sund­heits­amt des Ilm-krei­ses kom­men kla­re Vor­ga­ben zum Um­gang mit Co­vid-ver­dachts­fäl­len.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.