Kin­der­gar­ten fei­ert die Win­zig­keit

Le­bens­hil­fe-ein­rich­tung an der Steu­ben­stra­ße gibt sich nach Aus­wahl von den El­tern den Na­men „Vil­la Win­zig“

Thüringer Allgemeine (Weimar) - - Weimar - Von Jens Leh­nert

Wei­mar. Der Kin­der­gar­ten an der Steu­ben­stra­ße hat sie­ben Jah­re der Na­men­lo­sig­keit be­en­det. Seit ges­tern heißt die Ein­rich­tung „Vil­la Win­zig“– ein Na­me, für den sich die El­tern der be­treu­ten Kin­der ent­schie­den und der sich von den Knirp­sen auch leicht aus­spre­chen lässt.

Beim Fest, das Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, das Le­bens­hil­fe-werk Wei­mar/apol­da als Trä­ger, die Stadt und nicht zu­letzt die Kin­der und de­ren Fa­mi­li­en am Nach­mit­tag fei­er­ten, wur­de noch ei­ni­ges Neu­es mehr vor­ge­stellt – al­len vor­an die Lei­te­rin der Ein­rich­tung, Ani­ta Vo­gel. In vie­ler­lei Hin­sicht konn­te sie be­reits Er­fah­run­gen sam­meln, wie der Nach­wuchs tickt. Ih­ren ers­ten be­ruf­li­chen Lor­beer hat­te sie sich vor Jah­ren als Street­wor­ke­rin im Team Ju­gend­ar­beit Wei­mar ver­dient. Und in­zwi­schen hat sie auch zwei ei­ge­ne Kin­der.

Eben­falls neu in der „Vil­la Win­zig“ist ein gera­de die­ser Ta­ge sehr will­kom­me­nes Au­ßen­spiel­zeug. Dank der Hil­fe der Ikea-stif­tung und ei­ni­ger El­tern kön­nen sich die Spröss­lin­ge im Gar­ten nun auf ei­ner höl­zer­nen Matsch­bahn ver­gnü­gen.

Bis En­de 2009 war in dem Haus in Nach­bar­schaft der No­ten­bank noch der Ro­bert-kochKin­der­gar­ten der Dia­ko­nie un­ter­ge­bracht – bis die­ser an die Ecke Hum­boldt-/schu­bert­stra­ße in sei­nen „So­phi­en­gar­ten“um­zog. Die al­te Koch-ki­ta stand da­mals ei­ni­ge Zeit leer und wur­de zu­dem als Über­gangs­quar­tier für an­de­re Ein­rich­tun­gen ge­nutzt – et­wa wäh­rend der Sa­nie­rung des Ga­bern­dor­fer Kin­der­gar­tens.

2012 stieg in der Stadt der Be­darf an Krip­pen­plät­zen merk­lich an. Die Stadt hol­te die Ein­rich­tung in der Steu­ben­stra­ße des­halb zu­rück in den Be­darfs­plan und gab die Trä­ger­schaft an das Le­bens­hil­fe-werk, ei­nem von meh­re­ren Be­wer­bern. Die Ki­ta star­te­te mit vier Mit­ar­bei­tern und zwölf Kin­dern – un­ter dem Vor­be­halt ei­ner be­fris­te­ten Be­triebs­er­laub­nis und der Ein­schrän­kung, nur ei­ne In­te­rims­ein­rich­tung für die Zeit des er­höh­ten Be­darfs zu sein.

Am Be­darf hat sich nichts ge­än­dert. In­zwi­schen wer­den hier 31 Kin­der im Al­ter bis zu drei Jah­ren be­treut. Die ak­tu­el­le Be­triebs­er­laub­nis gilt zwar nur bis 2021. Der Trä­ger ist aber gu­ten Mu­tes, dass die „Vil­la Win­zig“auch dar­über hin­aus Be­stand hat.

FO­TO: JENS LEH­NERT

Der Kin­der­gar­ten „Vil­la Win­zig“fei­er­te ne­ben dem Na­men auch sei­ne neue Matsch­bahn.

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