Ei­ne Stif­tung fürs Le­ben

Ein Fest ge­prägt von Tra­di­ti­on und Brauch­tum

Thüringer Allgemeine (Weimar) - - Weimarer Land -

Die Stif­tung des Kra­nich­fel­der Ro­sen­fes­tes geht auf das Jahr 1878 zu­rück. Das Ehe­paar Pfeif­fer ver­mach­te ein Le­gat von 500 Ta­lern und leg­te den Ter­min des ge­wünsch­ten Kin­der­fes­tes in den Mo­nat Ju­ni um Jo­han­ni ge­nau zur Zeit der Ro­sen­blü­te.

Nur die bei­den Welt­krie­ge un­ter­bra­chen das Statt­fin­den des Ro­sen­fes­tes und schon 1928 konn­te man auf 50 Jah­re „Ro­sen­fest in Kra­nich­feld“zu­rück­bli­cken. Das Geld der Pfeif­fers war ver­fal­len. So wur­de Jahr für Jahr ei­ne Samm­lung im Ort durch­ge­führt und das Fest konn­te wei­ter statt­fin­den. Die Tra­di­ti­on des Ro­sen­fes­tes wird bis heu­te be­wahrt und ge­pflegt. Noch heu­te sind selbst die äl­tes­ten Kra­nich­fel­der stolz, als Kin­der im Ro­sen­rei­gen mit­ge­tanzt zu ha­ben.

Im Lau­fe der Jah­re ent­wi­ckel­te sich das Fest zu ei­nem ge­sell­schaft­li­chen Hö­he­punkt. Ein High­light ist der ge­mein­sa­me Fe­st­um­zug am Sonn­tag mit der Ro­sen­kö­ni­gin und den Blu­men­mäd­chen an der Spit­ze durch die Zwei-bur­gen-stadt Kra­nich­feld.

Die Tra­di­ti­on, ei­ne Kö­ni­gin für das größ­te Kra­nich­fel­der Volks­fest zu wäh­len, ist noch jung und ent­stand erst in den 60er Jah­ren. Et­wa seit Mit­te der 80er Jah­re wer­den der Ro­sen­kö­ni­gin nach der Krö­nung zwei Blu­men­mäd­chen zur Sei­te ge­ge­ben.

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