Ge­schenkt ist nicht ge­schenkt

Ex-part­ner muss Geld zu­rück­zah­len

Thüringer Allgemeine (Weimar) - - Aus Aller Welt -

Karls­ru­he. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) sorgt für kla­re­re Ver­hält­nis­se beim Um­gang mit grö­ße­ren Geld­ge­schen­ken der Schwie­ger­el­tern nach ei­ner Tren­nung oder Schei­dung. Der Ex-part­ner muss sei­nen An­teil nur dann zu­rück­zah­len, wenn die Be­zie­hung un­ge­wöhn­lich schnell in die Brü­che geht, wie aus ei­nem am Diens­tag ver­kün­de­ten Ur­teil her­vor­geht.

In al­len an­de­ren Fäl­len tref­fe die Re­dens­art „Ge­schenkt ist ge­schenkt“die Rechts­la­ge recht gut, sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Pe­ter Mei­er-beck in Karls­ru­he. Das Ri­si­ko, dass die Be­zie­hung nicht ewig hal­te, ge­he der Schen­ker ein (Az. X ZR 107/16).

Wer ein Grund­stück ver­schen­ke oder Geld da­für, he­ge ty­pi­scher­wei­se die Er­war­tung, dass die Im­mo­bi­lie „zu­min­dest für ei­ni­ge Dau­er“ge­mein­sam ge­nutzt wer­de, hieß es zur Be­grün­dung. Au­ßer­dem ist das ge­schenk­te Geld in Zu­kunft ent­we­der ganz oder gar nicht zu­rück­zu­zah­len – bis­her hat­ten die Ge­rich­te die An­sprü­che oft nach der Be­zie­hungs­dau­er be­rech­net.

Der Klä­ger muss den El­tern sei­ner lang­jäh­ri­gen Part­ne­rin ei­nen Groß­teil des er­hal­te­nen Gel­des trotz­dem zu­rück­ge­ben. Das Paar hat­te für den Kauf ei­nes Hau­ses im Ber­li­ner Um­land mehr als 100.000 Eu­ro be­kom­men. Kei­ne zwei Jah­re spä­ter war Schluss. (dpa)

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