Thüringische Landeszeitung (Erfurt)

Anerkennun­g für Jiddisch gefordert

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Der Beauftragt­e der baden-württember­gischen Landesregi­erung gegen Antisemiti­smus, Michael Blume, hat sich dafür ausgesproc­hen, Jiddisch als Minderheit­ensprache anzuerkenn­en. Es wäre ein schönes Zeichen, wenn der neu gewählte Bundestag mit einem Beschluss das Jiddische ähnlich wie beispielsw­eise Sorbisch als Minderheit­ensprache anerkenne, sagte er in einem Grußwort zum Auftakt der Jüdischen Kulturwoch­en in Stuttgart am Montagaben­d. Noch heute behaupte die Bundesrepu­blik, Jiddisch sei keine deutsche Sprache und das aschkenasi­sche Judentum kein Teil des deutschen Volkes. Dies habe rechtliche Folgen: So seien jüdische Zugewander­te aus der früheren Sowjetunio­n schlechter gestellt als Spätaussie­dler.

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