Thüringische Landeszeitung (Erfurt)

Lesung über Xi Jinping findet statt

Zunächst Absage auf Druck aus Peking

- Duisburg/Hannover.

Eine zunächst auf chinesisch­en Druck abgesagte Lesung aus einer Biografie über den chinesisch­en Staatschef Xi Jinping in Duisburg findet nun doch statt. Die Online-Veranstalt­ung werde wie geplant an diesem Mittwochab­end abgehalten, allerdings nicht vom Konfuzius-Institut an der Uni Duisburg-Essen, sondern vom Ostasienin­stitut der Universitä­t selbst, sagte eine Sprecherin der Hochschule am Dienstag. Die Universitä­t werde den Einwahllin­k auf die Hochschuls­eite stellen.

Die parallel an den KonfuziusI­nstituten Duisburg und Hannover geplanten Lesungen waren zuvor abgesagt worden – offensicht­lich nach Einflussna­hme aus China. „Unsere Kooperatio­ns-Uni in Wuhan hat uns freundlich dargelegt, dass sie es nicht gut fände, wenn wir die Veranstalt­ung durchführe­n“, hatte einer der drei Direktoren des Duisburger Konfuzius-Instituts, Markus Taube, gesagt. Der Vorgang hatte für scharfe Kritik gesorgt. „Die Freiheit von Forschung und Lehre ist nicht verhandelb­ar“, hatte der Duisburger Universitä­tsrektor Ulrich Radtke am Montag in einer Stellungna­hme betont. Autoren des Buches „Xi Jinping - der mächtigste Mann der Welt“sind der „Welt“-Herausgebe­r Stefan Aust und der Journalist Adrian Geiges. Die Biografie erschien am 1. Juli.

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