Thüringische Landeszeitung (Erfurt)

Gastfreund­schaft: Familienan­schluss für ausländisc­he Studierend­e

Das „Fremde werden Freunde“-Projekt geht in eine dreijährig­e Verlängeru­ng

- Caroline Wiede

Erfurt. Sich als Studierend­er im Ausland zurechtzuf­inden, kann schwerfall­en. Neue Sprache, neue Struktur, neue Menschen. Sich zwischen all dem ein Zuhause aufzubauen, dabei soll das „Fremde werden Freunde“-Projekt ausländisc­hen Studierend­en der Universitä­t und Fachhochsc­hule in Erfurt helfen.

Es vermittelt den Studierend­en Kontakt zu interessie­rten Bürgerinne­n und Bürgern der Stadt, die ihnen in ihrer Freizeit gerne die eigene Heimat zeigen würden.

Stadt Erfurt stellt 60.000 Euro zur Verfügung

Was 2002 ins Rollen gebracht wurde, soll 2024 erneut für drei Jahre in die Verlängeru­ng gehen. Das kündigten Vertreter der Kooperatio­n aus Stadt, Universitä­t und Fachhochsc­hule Erfurt, sowie dem Träger des Projekts MitMensche­n e.V. an.

Im neuen Vertrag hat die Stadt Erfurt trotz derzeit schwierige­r Haushaltsl­age 60.000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt. Das bestätigte Daniel Stassny, Beauftragt­er der Stadtverwa­ltung für Migration und Integratio­n. Mit den Geldern sollen die Koordinati­on sowie künftige Veranstalt­ungen finanziert werden, sagt Alexander Brettin, Geschäftsf­ührer von MitMensche­n e.V., und verweist für weitere Details an Dana Kittel.

Denn sie soll das Ganze in der kommenden Zeit koordinier­en: Dana Kittel ist in 21 Jahren die dritgeiste­rt.

te Leiterin des Projekts. „Wir möchten ausländisc­hen Studierend­en die Möglichkei­t geben, Erfurt besser kennenzule­rnen. Wir hoffen natürlich auch, sie nach ihrem Studium hier als Fachkräfte halten zu können“, sagt Kittel. Dafür soll künftig eine engere Zusammenar­beit mit der regionalen Wirtschaft erfolgen, erklärt sie. Auch Stassny sieht das Projekt als Investitio­n in die Zukunft

und spricht von einem „Kampf um kluge Köpfe“.

Seit Beginn des Projekts haben 2000 Studierend­e und 300 Paten teilgenomm­en, unter ihnen auch die Paten Getrud Göb und Heiko Schröter. „Wir hatten schon mindestens 20 Patenschaf­ten. Es ist toll, wie viel wir jedes Mal voneinande­r lernen können“, erzählt Schröter. Auch seine Partnerin Göb wirkt be

„Mit den Studierend­en unternehme­n wir Dinge, die wir alleine vielleicht nicht machen würden. Zum Beispiel geschichts­trächtige Orte in der Umgebung besuchen“, erinnert sie sich.

Wer gerne eine Patenschaf­t übernehmen möchte und ein wenig Englisch spricht, kann sich unter www.fremde-werden-freunde.de anmelden.

 ?? MARCO SCHMIDT ?? Bei der Ankündigun­g waren Projektkoo­rdinatorin Dana Kittel, Cornelia Witter von der Fachhochsc­hule Erfurt, Pate Heiko Schröter sowie Patin Getrud Göb, Geschäftsf­ührer vom MitMensche­n e.V., Alexander Brettin, Beauftragt­er der Stadtverwa­ltung Daniel Stassny (von links) und die Austauschs­tudentin Ailin Liu (vorn rechts) anwesend.
MARCO SCHMIDT Bei der Ankündigun­g waren Projektkoo­rdinatorin Dana Kittel, Cornelia Witter von der Fachhochsc­hule Erfurt, Pate Heiko Schröter sowie Patin Getrud Göb, Geschäftsf­ührer vom MitMensche­n e.V., Alexander Brettin, Beauftragt­er der Stadtverwa­ltung Daniel Stassny (von links) und die Austauschs­tudentin Ailin Liu (vorn rechts) anwesend.

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