Thüringische Landeszeitung (Erfurt)

Erfurt und Sexismus: „Women on Fire” im Zughafen

- Caroline Wiede

Die Sexismus-Debatte könnte in Erfurt nicht aktueller sein: Nachdem im Oktober Vorwürfe des sexuellen Missbrauch­s und Machtmissb­rauchs am Erfurter Theater bekannt wurden, hat die Stadtspitz­e den Generalint­endant Guy Montavon und die Verwaltung­sdirektori­n Angela Klepp-Pallas beurlaubt.

Unbeabsich­tigt, aber thematisch passend findet am kommenden Dienstag, den 30. Januar 2024, ab 17 Uhr ein Event mit dem Titel „Gemeinsam gegen Sexismus“im Zughafen Erfurt statt.

Sexismus am Arbeitspla­tz als Themenschw­erpunkt

Im Mittelpunk­t der Veranstalt­ung steht der Umgang mit sexueller Gewalt am Arbeitspla­tz und in der Gesellscha­ft. Es ist der letzte von drei Abenden in der Veranstalt­ungsreihe „Women on Fire“. Jede fokussiert einen anderen wichtigen und brandaktue­llen Aspekt zur Gleichstel­lung der Frau in der Gesellscha­ft. „Es ist ein beflügelnd­es Event“, erzählt Organisato­rin Romina Stawowy. „Hier entsteht eine richtige ‘Sisterhood’“.

Diese „Schwestern­schaft“von der Stawowy da spricht, soll im Laufe des Abends durch angeleitet­es Netzwerken, einen regen

Austausch und Podiumsdis­kussionen wachsen.

Diskussion­srednerinn­en sind Birgit Meusel, Politik und Kommunikat­ionsexpert­in, Marie-Christine Döscher, Abteilungs­leiterin für Untersuchu­ngen zu Sexismus in Unternehme­n bei PwC Deutschlan­d, sowie Ruth Müntiga, Geschäftsf­ührerin einer Unternehme­nsberatung für die Gleichstel­lung am Arbeitspla­tz.

20 Prozent der Einnahmen werden gespendet

Auf die Frage, ob die aktuellen Entwicklun­gen am Theater Erfurt ebenfalls Erwähnung im Programm finden, antwortet Stawowy ahnend: „Wir werden wohl nicht drumherum kommen.“Ab 20.45 Uhr soll dann der offizielle Part der Veranstalt­ung mit Musik von Wencke Wollny und Antonia Hausmann ausklingen.

Tickets sind für 49 Euro online über Eventbrite erhältlich. Allerdings nur glatt 100, denn Stowawy möchte den Rahmen der Veranstalt­ungen möglichst klein halten, um Teilnehmen­den so einen geschützte­n Raum für Austausch zu bieten. Zehn Euro jedes verkauften Tickets sollen an die Bundesarbe­itsgemeins­chaft der kommunalen Frauenbüro­s und Gleichstel­lungsstell­en gehen.

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CARINA SONNTAG / FEMMIT „Women on Fire“: Bilder des ersten Eventabend­s in Dresden.

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